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RUINER – KILL BOSS KILL BOSS

von am 1. Oktober 2017
DETAILS
 
Für Fans von:

Hotline Miami, FURI, Cyberpunk, Twin-Stick-Shootern

Pluspunkte

- überstylisch
- schneller und instinktiver Kampf, der einen Rausch erzeugt
- tiefgängiges Skill-System
- abwechslungsreiche Waffen

Minuspunkte

- fehlende Sprachausgabe
- starke Qualitätsschwankungen in Cutscenes
- teilweise sehr unübersichtlich
- repetitive Gegner und Bosse

Editor Rating
 
GAMEPLAY
8.0

 
GRAFIK
8.0

 
SINGLEPLAYER
5.0

 
MULTIPLAYER
0.0

 
SOUND
8.0

Gesamt-Wertung
7.0

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Zusammenfassung
 

RUINER ist ein durchgestyltes Action-Feuerwerk, mit rausch-induzierendem Kampfsystem und vielen verschiedenen Möglichkeiten. Leider hinkt die Story stark hinterher.

 

Lesezeit: 3 Minuten

Wir schreiben das Jahr 2091. Eine gigantische Firma namens Heaven beherrscht die Spielwelt von RUINER. Mit Brechstange, Pistole und ikonischer Lederjacke, die sofort an die Filmklassiker Drive oder Akira starten wir das Spiel auf der Suche nach dem Heavens CEO. Unser Helm, der vollständig aus einem Monitor besteht, zeigt dabei ständig unsere Aufgabe an. OBJECTIVE: KILL BOSS!

Auf die Fresse

RUINER steuert sich wie ein Twin-Stick Shooter. Zusätzlich zum klassischen Schießeisen haben wir aber auch ein Heizungsrohr dabei. Nach kurzer Zeit lernen wir zudem den essentiellen Dash. So boosten, schlagen und schießen wir uns durch Gegnergruppen und hinterlassen dabei vor allem Blut und Kadaver. Denn RUINER ist blutig, dreckig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Dass ein Boss damit droht unsere verbrannte Asche zu schnupfen kommt zwar nur einmal vor “Shit”, “Fuck” und andere Kraftausdrücke stehen aber an der Tagesordnung. Das wirkt aber immer authentisch und fällt nie negativ auf. Ganz im Gegenteil zur Inszenierung, die leider etwas dürftig ausfällt. Zwar werden die Dialoge von detailreichen Portrait-Zeichnungen untermalt, die fehlende Sprachausgabe fordert aber zum Lesen auf, was sehr den Schwung aus der Action nimmt. Die Qualität der Cutscenes schwankt zudem sehr. Während einige grandios Aussehen, wirken andere so, als ob die Texturen nicht richtig geladen wären.

RUINER

KILL BOSS

Nach kurzer Zeit meldet sich eine Hackerin, die einfach nur “Her” genannt wird. Von ihr erfahren wir, dass unser Kopf gehackt (ja wirklich) und wir belogen wurden. Eigentlich suchen wirnur unseren verschollenen Bruder. Viele Cyberpunk-Stereotypen werden bedient und wir erleben hier leider kaum etwas, dass wir noch nicht kennen. Der finale Twist ist zudem leider sehr vorhersehbar, was die Geschichte in Kombination mit der fehlenden Sprachausgabe und der teils öden Inszenierung leider in der Belanglosigkeit versinken lässt. Eigentlich wäre mir das auch egal. Würde sich das Spiel selbst nicht als “story-driven” bezeichnen, hätte ich bei einem Twin-Stick-Shooter weit weniger Handlung erwartet. Mit dieser Betitelung wird allerdings eine Erwartungshaltung aufgebaut, die das Spiel nicht erfüllen konnte. Zu keinem Zeitpunkt spielte ich RUINER wegen der Geschichte. Sie dient lediglich als Kontextualisierung für das Gameplay.

Immer wieder

Seine wahre Stärke zeigt RUINER vor allem im Kampf. Es ist schnell, wild, fordert instinktives Handeln und führt zu einem fantastischen Rausch. Der donnernde Soundtrack, in den teilweise starke Atemgeräusche eingearbeitet sind, wirkt zuerst sehr befremdlich, untermalt das Geschehen aber sehr gut. Zusätzlich zu Rohr, Pistole und Dash verfügen wir außerdem über einen sehr vielfältigen Skillbaum in dem wir verschiedenste aktive und passive Fähigkeiten freischalten und in mehreren Stufen verbessern können. In Kombination mit der Vielfalt an Waffen, die wir gefallenen Gegnern abnehmen können und die von Feuerkeule über automatische Schrotflinte bis zur Eiskanone alles bedienen, bietet das Kampfsystem einiges an Tiefgang und extrem vielfältige Möglichkeiten. Allerdings fordert RUINER diese Möglichkeiten nur selten, was vor allem an der geringen Gegnervielfalt liegt. Diese werden mit der Zeit zwar schneller und teilen mehr aus, fordern aber nie individuelle Taktiken. Ähnlich verhält es sich bei den Bossen, die sich bis auf wenige Ausnahmen eher wie sehr starke Standard-Gegner und absolut nicht wie besondere Charaktere mit eigenen Taktiken anfühlen.

Fazit

RUINER ist schnell, blutig und verdammt cool. Das Kampfsystem bietet verschiedenste Möglichkeiten und läd zum Experimentieren ein. Der grandiose Cyberpunk-Artstyle und der pushende Soundtrack untermalen das Gameplay zudem sehr gut. Der Gameplay-Kern macht wahnsinnig viel Freude und versetzt den Spieler in einen fantastischen Rausch, die fehlende Abwechslung im Kampf, sowie die schwache Story trüben diesen Höhenflug aber. Trotz all seiner Mängel hatten wir aber sehr viel Freude mit RUINER. Wer sich auf das Gameplay fokussiert, auf schnelle, brachiale Action steht und Freude am Experimentieren mit verschiedenen Fähigkeiten hat, wird sehr viel Spaß an RUINER finden.

Kommentare
 
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  • Avatar
    2. Oktober 2017 at 14:01

    Wirklich schade, dass die Story nur so belanglos erscheint. Hatte die “Werbekampagne” der Entwickler vor Release auf Twitter verfolgt und fand, das sah immer interessant aus.
    Gute Review, Lu! 😉


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