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Gerüchteküche – Will Sony Gaikai oder OnLive schlucken?

von am 30. Mai 2012
 

Lesezeit: < 1 MinuteSo kurz vor der E3 2012 brodelt es bekanntlich gewaltig in der Gerüchteküche. Und wenn man sich die Sony-Gerüchte der letzten Jahre anschaut, muss man feststellen, dass diese erschreckend häufig stimmten. Aber dieses Gerücht käme einer kleinen Sensation gleich: Gestern berichtete nämlich das britische Magazin “MCV”, dass der japanische Konzern kurz vor der Übernahme eines Cloud-Gaming Dienstes stehe. Will Sony tatsächlich Gaikai oder OnLive aufkaufen?

Interessant an dieser Meldung ist besonders, dass “MCV” zwar genau diese beiden Cloud-Gaming-Dienste namentlich erwähnt, allerdings keine Quelle für das Gerücht angibt. Die Verhandlungen zwischen Sony und dem Cloud-Anbieter sollen bereits beendet und der Vertrag bereits unterschriftsfertig sein. Und welcher Ort wäre in den nächsten Tagen besser geeignet, um die Bombe platzen zu lassen, als Los Angeles und die E3 2012?

Die große Frage – abseits der Frage “Wie nah dran an der Wahrheit sind wir denn damit?” – ist, was Sony mit einem Cloud-Gaming-Dienst vorhaben könnte. Sowohl Gaikai, als auch OnLive fischen derzeit im PC-Territorium herum. Berührungspunkte gäbe es lediglich mit den MMOs von Sony Online Entertainment. Aber rechtfertigt das einen derartigen Deal?
Und was ist mit dem Konsolen-Sektor? Cloud-Gaming-Dienste wollen ja bewusst dem Konsolen-Markt und dem PC-Markt das Wasser abgraben, indem eben nicht mehr die Hardware, sondern nur noch die Internetleitung über das Spielerlebnis entscheidet. Das wäre ein ziemlich gegensätzliches Konzept zum PlayStation Network und zum Sony Entertainment Network.

Was auch gegen einen hohen Wahrheitsgehalt dieses Gerüchtes spricht ist die derzeit etwas schwierige finanzielle Situation des Elektronik-Giganten. Die lässt eine kostspielige Übernahme nämlich nicht zu. Denn auch, wenn bisher die Wirtschaftlichkeit von Gaikai und OnLive bisher noch nicht bewiesen ist, haben sich beide Unternehmen zu ziemlichen Schwergewichten am Markt entwickelt. Bereits im Sommer 2010 war beispielsweise OnLive rund 1.100.000.000 US-Dollar wert.

Bisher gibt es keine Kommentare seitens einer der beteiligten Firmen.

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