2 Kommentare

Assassins Creed: Brotherhood – Ezio lässt das Kämpfen nicht!

von am 23. August 2010
 

Es heißt, das man eine Kuh melken muss, solange sie Milch gibt. Genau das macht Ubisoft mit der Assassins Creed-Reihe. Statt den dritten teil anzukündigen, gibt es mit Brotherhood erstmal eine Art Spin-off. Oder ein Sequel zum zweiten Teil ähnlich wie es Final Fantasy mit X-2 gemacht hat. Auf der Gamescom konnte man sich das Spiel mal angucken: Was für einen Eindruck macht Ezio ein Jahr nach seinem ersten Auftritt?

Die Präsentation bei Ubisoft im Buisness Center der Gamescom konzentrierte sich weder auf den Multiplayer-Modus noch großartig auf die Geschichte, sondern vielmehr um die Gilde, die Ezio recht früh im Laufe des Spiels gründet, um Rom aus den Fängen böser und korrupter Mächte zu befreien.

Dabei ist die Gilde mehr als nur ein interessanter Kniff in der Story. Vielmehr ist die eigene loyale Fraktion ein frisches Gameplay-Element. Ezio ist nämlich in der Lage, Zivilisten zu befreien, wenn sie von Wachen schikaniert oder bedroht werden. Ist der erhabene Italiener erfolgreich, bietet er dem geretteten an, sich seiner Bande anzuschließen um für das Gute zu kämpfen, was sich natürlich nur die wenigsten entgehen lassen.

Damit nicht genug: Ihr habt die Möglichkeit, eure Rekruten auf Missionen in ganz Europa zu schicken. Das gibt nicht nur Geld, sondern auch Erfahrungspunkte, die ihr in eure Gefolgsleute investieren könnt, um sie zu verbessern. Doch kopfloses Handeln führt schnell zu Misserfolgen! Ihr solltet immer darauf achten, wen ihr auf welche Mission schickt. Anspruchsvolle Aufgaben sollten nicht von Anfängern erledigt werden, das geht nicht gut. Ein Balken zeigt an, wie groß die Chancen sind, das eure Assassinen erfolgreich und lebendig wiederkehren. Wenn das nämlich nicht der Fall ist, bleiben sie für immer tot.

Deshalb geht lieber auf Nummer sicher und schickt einen zweiten Assassinen mit. Diese sind dann für eine Zeit lang nicht mehr Verfügbar. Die Missionen könnt ihr nicht spielen, Also heißt es abwarten und Tee trinken.

Eure Kameraden haben aber noch eine weitere Verwendungsmöglichkeit. Auf Knopfdruck könnt ihr sie zur Unterstützung herbeirufen oder sie gezielt auf Wachen ansetzen. Aber auch hier gilt: Der Erfolg ist nicht 100% garantiert. Stärke Widersacher machen ihnen durchaus das Leben schwer.

Insgesamt lassen sich bis zu 12 Mitstreiter rekrutieren, das geht aber nicht von Anfang an. Vielmehr müsst ihr dafür Stadteile von der bösen Regierung befreien, die mit harter Hand das Volk unterdrückt. Und das geht, in dem ihr Türme zerstört, die als eine Art Knotenpunkt der Regierung fungiert. Doch einfach hochklettern und mit einer weißen Fahne schwingen ist nicht. Es müssen Aufgaben erfüllt werden, bestimmte Personen ausgeschaltet und der Turm selbst braucht eine Abreibung.

Schlägt die Mission fehl, weil Ezio böse Prügel bezieht oder der Hauptwachmann petzt und Verstärkung holt, kann die Aufgabe nicht sofort wiederholt werden. Ihr müsst bis zum Schichtwechsel warten.

Damit das nicht passiert, wurde das Kampfsystem effektiver gestaltet. Ezio ist nun noch tödlicher und präziser, dennoch braucht jede Art von Gegner seine eigene Taktik. Trotzdem war es kein Problem für den weißen Kaputzenmann, trotz Umzingelung acht Gegner am Stück auszuschalten. Das ist ein wenig schade, da die Kämpfe nach wie vor nicht sonderlich anspruchsvoll auszufallen scheinen.

Das Pferd hat auch dazugelernt. Nun ja, eigentlich nicht, aber trotzdem ist Ezio nun in der Lage, vom Pferd aus auf ein anderes zu springen und dabei den Feind mit einem gekonnten Schlag zu töten. Und seid ihr trotzdem mal auf der Flucht, könnt ihr aus dem Galopp heraus auf höhere Objekte springen. Umgekehrt hat Ezio gelernt, auch von höheren Mauern direkt auf ein Pferd zu hopsen. Ein Fallschirm vermeidet hingegen fiese Beinbrüche, wenn ihr euch in der Höhe verschätzt.

Mich hat die gezeigte Präsentation von Assassins Creed: Brotherhood auf der Gamescom nicht ganz überzeugt, was vielleicht daran liegt, dass mich auch der zweite Teil nicht vollends aus den Socken hauen konnte. Ezio ist immer noch unfassbar stark und kann mit jeder Waffe dutzende von Gegner ohne große Mühe das Lichtlein ausknipsen. Der Stealthaspekt, beziehungsweise das taktische Vorgehen, aus dem Schatten heraus schnell und präzise anzugreifen geht dabei für mich ein wenig verloren.

Da holt auch das Gildenmanagment-System die Kohlen nicht mehr aus dem Feuer. Klar, es sieht interessant aus, ist aber eigentlich auch in meinen Augen nur eine nette Beigabe. Meine Hoffnungen setzen nun auf den Multiplayer, von dem war auf der GC in er Präsentation aber nichts zu sehen.

Kommentare
 
Kommentiere »

 

Kommentiere