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52 Games #18: Gut beleuchtet

von am 15. Oktober 2016
 

Weiter geht es mit den “52 Games”! Dieses Mal dreht sich alles um das Schlagwort “Gut beleuchtet”. Und natürlich geht es daher vor allem um Atmosphäre. Denn Dunkelheit und das gekonnte Spiel mit Licht und Schatten sind in vielen Spielen fast noch wichtiger als ein athmosphärischer Soundteppich. Miene, Tony und Chucky haben drei interessante Assoziationen zum Thema zusammengetragen.

Miene: Batman Arkham Knight

Das Batman-Fieber hat mich spätestens seit der gamescom wieder am Kragen gepackt und nach Gotham geschleppt. Und mit dem ganz stolzen Besitz einer PS4, darf da natürlich der aktuellste Teil der Batman Arkham-Spiele nicht fehlen. Ganz abgesehen davon, dass es auch so ein tolles Spiel ist, lässt mich der Ausblick, während man als Fledermaus-Mann durch die Stadt fliegt, immer wieder staunen. Da in Gotham City ohnehin die ewige Nacht zu herrschen scheint, braucht man auch vernünftige Beleuchtung. Die Skyline der Stadt sorgt für eine Art Sternenhimmel am Boden, aber das Highlight des Ganzen ist natürlich das leuchtende Bat-Signal am Firmament, welches uns zu sich ruft, um den Helden zu spielen.

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Tony: Lone Survivor

Ahh ja, die gute alte Zeit. In welcher Spiele mehr durch Story und Stimmung statt durch Grafik-Pornos überzeugen mussten. Habe ich so nie wirklich erlebt. Vor allem da ich finde, dass das SNES einfach wunderschöne Grafik und auch noch gute Geschichten zu erzählen hatte. Trotzdem hört man ja immer wieder Geschichten aus dieser “Twilight Zone” der Videospiel-Ära zwischen den 80er- und 90er-Jahren. Und genau da setzt Lone Survivor aus dem Nintendo eShop ein. Damals, als meine erste “richtige” Review (The legend of Zelda: Ocarina of Time 2D war eher ein Angespielt/Fundstück-Ding), hat es mich atmosphärisch wirklich beeindruckt. Die Musik, die dunkle Stimmung, das Ganze gepaart mit diesem Retro-Pixel-Charme, war wirklich eine Erfahrung für sich. Als alleiniger Überlebender einer Seuche, musstet ihr euch nicht nur gegen Monster in eurem Wohnblock wehren, sondern auch auf Schlaf, Hunger und euren Geisteszustand achten. Und ohne Saft für eure Lampe, um euch den Weg zu weisen, war es nur eine Frage der Zeit, bis ihr als Appettithäppchen für die zahlreichen mutierten Bewohner, in den dunkel-blutigen Gängen eures Heims endet.

Lone Survivor tot

Chucky: Alan Wake

Licht ist wichtig. Insbesondere in Horrorspielen. Der geschickte Einsatz von Licht kann für die Atmosphäre und den Gruselfaktor eine essenzielle Rolle spielen. In Amnesia zum Beispiel braucht ihr Licht, um nicht wahnsinnig zu werden. In Outlast habt ihr keine eigene Lichtquelle, sondern müsst euch mit der Nachtsichtfunktion eurer Kamera zufriedengeben. Doch in keinem Spiel ist es so wichtig, eine Taschenlampe dabei zu haben, wie in Remedys Stephen King-Survival-Horror-Hommage Alan Wake. Das wird bereits im Tutorial klar, wenn einem das Spiel eine Taschenlampe in die Hand drückt und einen von der Dunkelheit besessenen Holzfäller mit Axt auf den Spieler loslässt, der nur verwundbar ist, wenn man ihn mit einer kurzen UV-Behandlung von seinem schattigen Schutzschild befreit. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sich der große Antagonist als “Die Finsternis” herausstellt. Bewaffnet mit Magnesiumfackeln, Leuchtpistolen und Blendgranaten zieht man in die Schlacht, um seine Frau zu retten, die in dem verschlafenen Dörfchen mit dem vielsagenden Namen “Bright Falls” von der Dunkelheit entführt wurde. Größtes Highlight (Wortspiel beabsichtigt) ist vermutlich die Belagerung der “Anderson Farm”, auf der eine riesige Rock-Bühne aufgebaut wurde, komplett mit Pyrotechnik und Lichtshow. Das Ziel ist, nicht überrannt und abgemurkst zu werden und das Arsenal, das einem dort zur Verfügung steht, lässt keine Wünsche offen. Schrotflinten, ein dickes Spotlight, selbst ein großer mechanischer Drache, der Feuer spuckt ist vorhanden und wird zur mächtigen Waffe gegen die Horde von Finsterlingen. Licht ist in jedem Horrorspiel wichtig, aber es als das Leitmotiv zu verwenden, das kenne ich bislang nur aus Alan Wake.

Alan Wake

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