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The Legend of Zelda: OoT 2D – Eine Liebeserklärung an „die gute alte Zeit“?

von am 17. Oktober 2014
 

Lesezeit: 3 MinutenSeit einigen Wochen schon kursieren im Netz interessante Geschichten zu einer Neuauflage des Klassikers The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Nachdem Nintendo vor längerem bereits eine Version für den 3DS herausgebracht hatte, dachten sich einige Fans, sie könnten dem Titel auf ihre Art Tribut zollen und haben das Ganze noch mal eine Dimension nostalgischer verpackt. The Legend of Zelda OoT 2D, lautet der Titel der “Neuauflage” welche hier als Demoversion zum Download bereitsteht!

Doch was steckt dahinter? Ein ambitioniertes Fan Projekt, welches den Charme von 16-bit Retrografik und 90er-Jahre Spiele-Klassiker gekonnt miteinander vereint, ein Machwerk nach dem (leider altbekanntem) Motto “gewollt aber nicht gekonnt” oder irgendwas dazwischen? Quasi ein nostalgischer Zeitvertreib für zwischendurch mit einigen Macken, aber mit Herz?

Eine nostalgische Achterbahnfahrt…

Finsternis. Ein einziger, einsamer Textkasten erscheint. Plötzlich befinden wir uns in einem Baumhaus und erleben den Albtraum eines kleinen Jungen mit. Ein Junge, der in Zukunft als Held der Zeit in die Geschichte Hyrules eingehen wird. Ein Junge, der immer und immer wieder seinen Mut und seine Kraft unter Beweis stellen muss, um das Land, in dem er aufgewachsen ist, zu retten…Oder das, was davon übrig bleiben wird.

Alles scheint so vertraut. Die Musik, die Stimmung, der Text… Man fühlt sich gleich zurückversetzt. Der Dekubaum schickt seine treue Fee Navi aus, den “Jungen ohne Fee” aufzusuchen und zu ihm zu bringen. Und genau da zeigen sich leider schon die ersten Schwächen der Demo.

The legend of Zelda OoT 2D Levelbegrenzung

Navi macht sich auf den Weg Link zu finden. Diese lustigen Bäume dienen in der Demoversion erst einmal als Levelbegrenzung.

…Mit leider zu vielen Tiefen

Schon bevor OoT 2D startet, gibt es immer wieder kleine Problemchen. Das Häufigste wird sein, dass das Spiel regelmäßig einfriert oder abstürzt. Dies ist vor allem deswegen schade, weil man in der Demoversion nicht speichern kann, und man jedes mal das Intro so wie alle Texte von vorne durchleben muss. Auch die Steuerung lässt momentan noch etwas zu wünschen übrig. Zwar bewegt sich unser Held relativ flink durch die grünen Wiesen, jedoch fehlen solch’ ikonische Aktionen wie das Rollen und die kleine Wirbelattacke.

The Legend of Zelda OoT 2D Rückwärts lesen

Viel Liebe wurde nicht nur die Umgebung oder die Menüs gesteckt, auch witzige Schilder lockern die Atmosphäre immer mal wieder auf.

Da hilft es dann leider auch nichts, dass das Spiel mit sehr viel Liebe zum Detail programmiert und gestaltet wurde. Überall auf dem Bildschirm tut sich was. Kokiris laufen durch die Gegend, Blätter wehen über den Boden, das Wasser ist ansehnlich animiert und die Musik ist ein wahrer 16-bit Ohrenschmaus.

Vielleicht sind die kleinen Probleme und Problemchen ein Makel, den nur die Demo-Version hat. Die Entwickler haben jedenfalls eigens dafür auf ihrer Seite ein Forum eingerichtet, in welchem die User Bugs, Glitches und sonstige Verbesserungsvorschläge, sowie eigene Sprites usw. einsenden können. Es verwundert wirklich ein wenig, dass die Demo so anfällig zu sein scheint. In den Trailern zum Spiel (etwa diesem hier), scheinen all die oben bemängelten Probleme in keinster Weise aufzutauchen (klar, wer zeigt schon gerne eine verbuggte Anspielversion?).

Gibt es noch Hoffnung für das 2D-Hyrule?

Als Zelda-Fan ist man bei diesem Projekt sicherlich etwas zwiegespalten. Zum Einen möchte man es lieben… oder zumindest mögen. Die Stimmung, die Musik, gepaart mit diesem charmanten 16-bit-Flair trägt einfach so unendlich viel zur Atmosphäre des Spiels bei. Zum Anderen besteht einfach (zumindest bei der Demoversion), das Problem, das alles noch zu unausgegoren ist. Man sieht die Mühe der Entwickler deutlich. Doch dies reicht in diesem Fall nicht. Häufige Abstürze, dazu Bugs und das Fehlen grundlegender Aktionen, trüben das Spieleerlebnis einfach zu stark. Man kann nicht einmal guten Gewissens sagen, “Fans der Serie werden das Spiel mögen”.

Was man jedoch sagen kann, ist Folgendes: Wer helfen möchte, dieses Spiel wahr und auch gut zu machen, der sollte sich die Demo definitiv herunter laden und seine Erfahrungen im Forum kundtun. Alle anderen können gerne warten, bis das fertige Ding draußen ist, aber die müssen bedenken: Je weniger sie dafür tun… desto länger müssen sie darauf warten.

Kommentare
 
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  • Roxasu
    Roxasu
    17. Oktober 2014 at 15:54

    Find die Idee auch gut, aber find es etwas …”gefährlich”, dass diese Demo so viral im Internet besprochen wird. Bereits in der Vergangenheit sind solche Fan-Projekte, sobald sie bekannter wurden, schnell von den Entwicklern und Publishern entdeckt und daraufhin “getötet” worden. Ich habe die Befürchtung, dass Big N ähnlich vorgehen wird, sollte dieses Projekt mehr Form annehmen und weiter so viralisiert werden.
    Dennoch find ich die Arbeit mehr als beachtlich und fand die Demo sehr cool gemacht


  • Mykel Jay
    18. Oktober 2014 at 09:44

    Nun ja. Bei aller Liebe und bei allem Verständnis für Fan-Projekte… Man muss immer im Hinterkopf behalten, dass hier mit dem geistigen Eigentum von jemand anderem gearbeitet wird. Das birgt immer die Gefahr, dass solche Projekte eingestampft werden, sobald dem Eigentümer das Ganze zu bunt wird.

    Würde wohl jeder von uns machen.


  • Avatar
    MonkeyHead
    18. Oktober 2014 at 11:01

    Damit Nintendo das dann nachher als eigene Idee verkaufen kann. 😉


  • Roxasu
    Roxasu
    19. Oktober 2014 at 16:37

    Erst mal sollte Nintendo ein neues Majora’s Mask rausbringen, bzw eine HD-Neuauflage oder dergleichen. Wird langsam Zeit 😀


  • Avatar
    MonkeyHead
    20. Oktober 2014 at 10:10

    Da ich das Spiel nicht kenne, außer vom Namen her, bin ich auch dafür. Als HD-Bundle mit OoT. Von mir aus für Wii U zum downloaden.


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