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30 Days Video Game Challenge: Tag 3 – Ein Spiel, das unterbewertet ist

von am 3. April 2017
 

Lesezeit: 3 MinutenTag 3 der 30 Days of Video Game Challenge widmet sich Spielen, die wir für unterbewertet halten. Nennt uns doch auch eure Antworten auf diese Frage in den Kommentaren. Hier findet ihr alle Beiträge zur Challenge.

Daniel: The Conduit

2008 brachte SEGA mit The Conduit einen hoffnungsvollen Ego-Shooter auf die Wii. Das Spiel, dem von Beginn an der Claim “Sieht verdammt gut aus… dafür, dass es auf der Wii läuft” anhaftete, kommt im Metascore auf 72.56%. Definitiv unterbewertet. Denn dieses Game ist ein wunderbarer Shooter mit ordentlich Krach-Boom. Und das Schönste ist: das Ding hat sogar eine Kampagne, die sich nicht wie ein Tutorial anfühlt, sondern wie eine Geschichte, die sich lohnt sie zu erleben. Dazu noch ein schicker Multiplayer via Nintendo Wi-Fi-Connection und fertig ist die Laube! Ich habe dieses Spiel und seinen Nachfolger Conduit 2 richtig gerne gespielt. Und jetzt wo ich so darüber nachdenke, habe ich direkt wieder Bock! Entschuldigt mich… Ich muss die Welt retten!

André: The Stanley Parable HD

Wer The Stanley Parable nicht kennt, hat definitiv etwas verpasst. Einst als kleiner Mod für Half-Life 2 gestartet, war dieser so erfolgreich, dass der Entwickler ein vollwertiges Spiel draus gemacht hat. Doch worum geht es überhaupt? Ihr seid ein Mitarbeiter einer großen Firma, ein kleines Zahnrad im großen Ganzen. Eine Stimme aus dem Off, die als Erzähler euer Leben zu beschreiben scheint. Doch eines Tages habt ihr die Schnauze voll und entscheidet euch gegen die Stimme des Universums. Natürlich nicht ohne weitreichende Konsequenzen.
Die gesamten “Interaktionen” – wenn ich es überhaupt so nennen kann – zwischen dem Protagonisten und seinem Erzähler sind so herrlich und gleichzeitig absurd, dass ich dieses Spiel nur jedem empfehlen würde, der Lust auf etwas anderes hat. Etwas Unerwartetes.

Sophia: Final Fantasy XII

Die meisten, die ich kenne, darunter auch meine IKYG-Kollegen, konnten bisher wenig mit Final Fantasy XII anfangen. Ich vermute einfach, dass es an unserem damaligen Alter zu Release lag, da FFXII stark politisch geprägt ist. Dennoch fand ich es damals wie heute wunderbar! Viele in meinem Umfeld haben es damals nicht zu Ende gespielt und dabei die tollen Charakterentwicklungen und Plottwists verpasst. Daher hier ein kleiner Anstoß zum kommenden Release des HD-Remasters: gebt Final Fantasy XII nochmal eine Chance!

Lu: FURI

Mit einem Metascore von knapp 80% und diversen 90er Wertungen ist Furi vielleicht nicht unterbewertet, dennoch wird diesem Action-Titel aus dem Jahr 2016 viel zu wenig Beachtung geschenkt. Auch ich habe den seltsamen Bossrush-Mix aus Bullethell und Character Action Game nur entdeckt, weil er direkt zu Release im Juli bei Playstation+ umsonst zu haben war. Furi ist bockschwer, erzählt eine seltsame, verwirrende Geschichte, lässt die Lüfter der PS4 wie eine Turbine klingen und spannte mich damals so sehr an, dass ich nach einer halben Stunde das Pad bereits wieder weglegen musste, weil ich so erschöpft war. Ich liebe es.

Amor: Team Buddies

Das hier könnte eine eigene Liste füllen! Über Spec Ops: The Line, The Darkness II, Prototype oder auch das großartige Joint Operations! Oder Condemned! Disciples 2! Oder… ja ja, genug Namedropping… Cave Story! Okay, okay! Wenn ich mich entscheiden müsste – und das muss ich ja hier – würde meine Wahl auf den kriminell ignorierten PS1-Klassiker Team Buddies fallen. Es gab für diese Konsole kein anderes Spiel, was das Wort Spaß so nahe neben den Satz Diese Freundschaft ist hinüber platzieren konnte und damit davonkam.

Miene: The Legend of Zelda: Tri Force Heroes

Ich hab mir den Kopf an dieser Frage zerbrochen, und habe mich schließlich für den 3DS-Titel The Legend of Zelda: Tri Force Heroes entschieden, der zwar nicht unbedingt übermäßig schlechte Bewertungen, allerdings von vielen übersehen wird. Tri Force Heroes ist nämlich kein “richtiges” Zelda-Spiel sondern eher ein Adventure-Puzzle-Coop-Spiel, das sowohl allein als auch mit zwei Mitspielern gespielt werden kann, und sich äußerlich und Gameplay-technisch an A Link between Worlds anschließt. Alleine oder mit Fremden im Internet macht das ganze zwar auch Spaß aber am besten spielt es sich mit zwei Freunden in der Leitung, mit denen man die Lösung zum Rätsel ausdiskutieren kann oder darüber lachen, dass man am selben Boss schon wieder versagt hat.

Chucky: Spec-Ops: The Line

Spec-Ops: The Line ist storytechnisch der beste Shooter, den ich je gespielt habe. Zu blöd, dass kaum jemand das Game gespielt hat. Jedenfalls, wenn man die Verkaufszahlen mit namhaften Franchises wie Battlefield und Call of Duty vergleicht. Das Game glorifiziert das Töten nicht, sondern hinterfragt es, kritisiert es und tritt dem Spieler moralisch immer und immer wieder in die Gonaden. Jeder – und ich meine JEDER – sollte diesen Titel zumindest einmal gespielt haben. Spec-Ops: The Line ist revolutionär, intelligent und unfassbar grausam. Spielt es und fühlt euch schlecht!

Henne: Die Kessen-Reihe

Videospiele? Sehr geil! Geschichtsunterricht mit mit epischen Schlachten, die teils auf Bildern zu sehen sind? Ganz nett. Videospiele mit epischen Schlachten die sich nah an der Historie orientieren oder diese sogar 1:1 wiedergeben? Superspecialawesome! Wer ein großer Fan von strategischer Kriegsführung, ein wenig hinzugedichteter Fantasy und der Geschichte des feudalen Japans ist, der kommt an Kessen nicht vorbei. Als ich anfing, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartete, ein paar Missionen später hatte ich ein 3000 Mann starkes Heer und zog gegen eine Burg. Ohne Witz, das Ausmaß der Schlachten zu späterer Zeit des Spiels ist absolut umwerfend und packend zugleich. Anspruchsvoll ist es ebenso, denn schließlich möchte eine solche Macht auch befehligt werden. Wie es wohl wäre, wenn man ein Kessen für heutige Konsolen rausbrächte….

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