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The Perks of being a Hero – Teil 2

von am 19. Januar 2018
 

Lesezeit: 5 MinutenSo, da sind wir auch schon wieder. Schön, dass ihr wieder dabei seid und hallo liebe Neuleser. Hier noch mal ganz kurz zusammengefasst, worum es in dieser Artikelreihe geht. Wenn ihr schon immer wissen wolltet, was es ungefähr kostet, ein Abenteuer a la Lara Croft oder Link zu erleben, was ihr dafür können müsstet und welche Ausrüstung euch wirklich helfen kann, dann seid ihr hier genau richtig.

Verzagt auch nicht, solltet ihr gleich als Erstes eine ellenlange Auflistung an Zahlen sehen. Das sind nur die Kosten für eure Reise um die Welt, aber auf diese Art, haben wir die schon mal hinter uns. Also dann. Los gehts.

Die Kosten

Es ist natürlich alles abhängig davon, wie lange ihr unterwegs seid, was ihr an Ausrüstung braucht und wie weit ihr zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, aber gehen wir mal von folgender Situation aus: Der Übersichtlichkeithalber, habe ich meine Rechnung auf zwei Bilder verteilt. Das Ergebnis schreibe ich trotzdem noch einmal drunter, falls ihr euch die ganze Mathematik sparen wollt (Angaben grob gerundet):

The Perks of being a Hero Teil 2 Rechnung Tabelle 1 von 2
The Perks of being a Hero Teil 2 Rechnung Tabelle 2 von 2

Gesamt: ~19.959 Euro*
*(Ohne das Kettenhemd und immer von den höchsten Preisen ausgehend)

Hier sei kurz gesagt, dass es sich nur um “grobe” Angaben handelt. Alle Kosten können je nach Land und Reiseroute variieren. Auch kostet es natürlich mehr, wenn ihr regelmäßig essen geht, als euch selbst zu verpflegen. Bei den Waffen gehen wir einfachheitshalber mal davon aus, ihr könntet diese mitnehmen. Außerdem fallen keine Visa-Kosten etc. an, da ich denke, ihr habt ungefähr verstanden, worum es hier geht.

Unabhängig davon also, ob ihr irgendwo ‘n paar 100 oder sogar 1000 Euro drücken könnt. Ich denke, es sollte klar sein, dass der Schatz den ihr sucht, auch besser ein bisschen was wert ist und dass ihr diesen auf jeden Fall behalten solltet. Nicht eingeplant sind etwaige Arztbesuche, weil ihr euch was brecht oder mit eigenem Erste Hilfe-Wissen nicht weiterkommt, usw. Also ja, Schätze jagen ist ‘ne teure Angelegenheit. Aber hey: Einmal wie Lara Craft oder Link an verlassenen Ruinen entlanghangeln, Verschwörungen aufdecken, die Welt retten und Tiere auf die Liste bedrohter Arten setzen. Das wäre doch was, oder?

‘Round the World

Ok, wir wissen jetzt was uns das alles kosten könnte. So grob.
Doch, seien wir mal ehrlich, was sind schon Zahlen? Viel wichtiger ist doch die Frage: was müsst ihr eigentlich können, um in der harten Welt da draußen auch nur fünf Minuten zu überleben? Wir reden hier immerhin davon, dass ihr eine Reise um den Globus antretet und in den Stiefeln Ezio Auditores, Indiana Jones oder Lara Crofts wandelt.

Sprich, ihr werdet bestimmt nicht die Einzigen sein, die das suchen, was ihr sucht. Auch wenn es hier ein modernes Setting ist, sollet ihr ihr euch gut vorbereiten, was bewaffneten und unbewaffneten Nahkmapf betrifft, da ihr nie wisst, wann und ob man euch eure gesamte Ausrüstung abnimmt und ihr nur noch mit einem Stock bewaffnet durchs Unterholz streifen müsst. Aber ihr könnt euch auch Einiges an Wissen in Form von Büchern mitnehmen und euch während der Reise auf bestimmten Gebieten weiterbilden. Und dass kann mehr als nötig sein. Generell gilt aber, was ihr im Kopf habt, braucht ihr nicht nachschlagen und in Buchform mitschleppen. Oft retten euch nur Minuten in einer gefährlichen Situation das Leben.

Blöd sind natürlich die gesteigerten Reisekosten, aber das haben wir ja schon geklärt, sonst wären wir jetzt nicht hier. Also. Auf ins Abenteuer. Gehen wir mal davon aus, ihr wollt den legendären Jungbrunnen finden. Das Ding wird sicherlich jede Menge Leuten interessieren und abseits davon, dass es eigentlich keine Magie gibt, besteht die Möglichkeit eines besonders sauberen Gewässers mit einem extrem hohen Sauerstoff- und Mineralgehalt, das Blablabla Science-Stuff. Ihr macht euch also auf dem Weg. Was müsst ihr können, was besorgen?

Ganz klar, ohne Sprachkenntnisse abseits von Deutsch, könnt ihr gleich zu Hause bleiben. Natürlich, wenn ihr gut Englisch sprecht, hilft das immens weiter. Aber gerade vor Ort, in ländlicheren Gegenden ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr auf gut englischsprechende Menschen trefft, eher gering. Plant also schon mal einen Grundkurs in so ziemlich allen Sprachen ein, deren Länder ihr besucht. Plus entsprechendes Nachschlagewerk. Nicht zu vergessen, die “vergessenen” Sprachen, die ihr zumindest lesen können solltet, wenn ihr alte Inschriften entziffern wollt. Diese letzten beiden Punkte könntet ihr jedoch umgehen, wenn ihr jemanden findet, der für euch übersetzt. Entweder vor Ort, Online, oder wenn ihr Glück habt, in Form eines Buddys, den ihr mitnehmen könnt. Es ist halt immer die Frage, wie viel Geld und/oder Zeit ihr investieren könnt.

Aber das sind ja nun nur die Sprachbarrieren. Jetzt kommen auch noch physische Hindernisse dazu. Und dabei spreche ich in erster Linie von EURER Physis. Ihr könnt davon ausgehen, dass ihr mindestens ein halbes Jahr vorher anfangen solltet, euren Körper in Form zu bringen. Dabei müsst ihr nicht aussehen wie Arnold Schwarzenegger oder die Künstler von Barstarzz. Im Gegenteil, das kann sogar kontraproduktiv sein, aber dazu später. Nein, ihr müsst euren Körper soweit bringen, längere Zeit ohne Nahrung oder Wasser auszukommen, mehrere Kilometer täglich zurückzulegen sowie harte und körperliche Arbeit wie Klettern oder Camps auf- und abbauen (inklusive Essen jagen und verarbeiten) hinzubekommen, ohne nach fünf Minuten zu schnaufen, als wärt ihr Homer Simpson auf dem Crosstrainer.

Film Theory: How to SURVIVE the Hunger Games pt. 1

Das bedeutet, ihr solltet dafür sorgen, dass ihr in der Zeit VOR der Reise nicht nur für einen täglichen Kalorienüberschuss (sagen wir, statt der durchschnittlichen 2000 kcal, nehmt ihr mindestens 3500 zu euch) sorgt, sondern im gleichen Atemzug anfangt mittels Calisthenics (damit sind Eigenkörpergewichtsübungen gemeint, wo wir witzigerweise doch wieder bei den Barstarzz wären) und Joggen eure Fitness zu verbessern. Ausserdem ist der Kalorienüberschuss auch deswegen wichtig, weil ihr nicht nur Futter für eure Muskeln braucht, die euch helfen, harte Arbeit zu meistern, sondern euch ebenfalls dabei unterstützt ein leichtes Fettpolster aufzubauen.

Ihr habt richtig gehört. Es geht nicht darum, oben ohne an der Bar das meiste Trinkgeld abzugreifen und Magic Mike-mäßig mit euren “Killerpecks” Dosen zu zerquetschen, sondern darum in freier Wildbahn zu überleben. Muskeln sind daher nur gut, wenn ihr wirklich arbeiten müsst, verbrauchen aber zu viel Energie in Ruhephasen. Mit genügend Fett kommt ihr auch längere Zeit ohne Nahrung aus. Deswegen auch Eigenkörperübungen, denn so schafft ihr euch Muskeln an, die tatsächlich nicht nur dem Ziel dienen gut auszusehen, sondern auch zu arbeiten. Schafft ihr es nicht schnell genug fit zu werden oder habt wenig Zeit, legt tatsächlich lieber etwas mehr Fokus, auf euer Fettpolster. Wenn ihr im Dschungel seid, wird sich der Körper, wenn er zumindest halbwegs vorbereitet ist, relativ schnell an die zusätzliche Belastung gewöhnen und der Rest kommt dann (fast) von allein. Also Ja, Pizza, Pasta, Burger. Gebt euch. Nur vergesst euren Brokkoli nicht. Der sorgt für kräftige Haut. Und die werdet ihr brauchen.

Aber genug für heute. Wir haben ja noch Einiges vor uns, was es zu lernen gilt, deswegen entlasse ich euch jetzt in die Pause. Holt euch nen Kakao. ‘Ne belegete Käsestange und spielt ‘ne Runde auf der Rutsche. Wir sehen uns im nächsten Teil und dann erfahrt ihr, was ihr so an Ausrüstung braucht, um nicht nach fünf Minuten wieder Heim geschickt zu werden. Im Sarg. Mama wäre traurig.

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