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Best of 2018 – Unsere Games des Jahres

von am 6. Januar 2019
 

Zwar haben wir kein “I KNOW YOUR GAME Annual 2018” produziert, dennoch wollen wir einen Blick zurückwerfen. Auf die Spiele des Jahres und die damit verbundenen Erlebnisse. Und wie in den letzten beiden Jahrbüchern philosophieren wir nicht nur über “das eine Spiel”, das uns am meisten bewegt/beschäftigt/unterhalten hat, sondern auch über die vielen anderen Spiele, die eine Erwähnung wert sind. Bühne frei für André, Anke, Chucky, Daniel und Phi!

GRIS – Chucky

Jedes Jahr aufs Neue spiele ich irgendeinen Triple-A-Titel, der mich so richtig aus den Socken haut und jedes Jahr aufs Neue bin ich mir sicher, dass das mein Spiel des Jahres sein wird. Und dann spiele ich gegen Ende des Jahres (oder zu Anfang des nächsten) irgendeinen Indie-Titel, der mich eines Besseren belehrt. Es tut mir Leid, God of War. Du bist ein fantastisches Action-Adventure und hast mir unglaublich viel Freude bereitet, aber GRIS kam, sah und siegte.

Die meisten anderen Triple-A-Games konnte ich leider gar nicht anspielen. Sicherlich hätten Spider-Man, Red Dead Redemption 2 und Super Smash Bros. Ultimate auch eine Chance auf den ersten Platz gehabt, aber ich glaube nicht, dass es schlussendlich etwas geändert hätte. Man muss künstlerische Spiele schon mögen, um GRIS wirklich wertschätzen zu können, aber verdammt, ist dieses Spiel schön. Der Trailer allein hat eine tiefmelancholische Krise in mir ausgelöst und gleichzeitig kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. Denn GRIS hat eigentlich keine sonderlich detaillierte Optik. Man kann nicht jeden einzelnen Grashalm zählen und unsere titelgebende Protagonistin sieht auch nicht fotorealistisch aus, aber in diesem simplistischen Look findet man plötzlich klitzekleine Design-Entscheidungen, die in ihrer Masse ein riesiges Mosaik entstehen lassen, das GRIS zu einem spektakulären Kunstwerk macht. GRIS erfindet das Platformer-Genre zwar nicht neu, aber ich habe vor God of War bereits so einige God of Wars gespielt.

Und ich habe auch schon vor 2018 ein Spider-Man und ein Red Dead Redemption und ein Super Smash Bros. Ultimate gespielt. Sicherlich sind all diese Titel die besten ihrer Franchises oder eventuell gar ihrer Genres, aber ich hatte zuvor noch nie ein GRIS gespielt. Das Gameplay mag zwar den Genrestandards entsprechen, aber die minutiös ausgearbeiteten Animationen, die Farbenspiele, das kreative Leveldesign, der wunderschöne (oh Gott so wunderschöne) Soundtrack und die wortlos erzählte Geschichte rund um dieses Mädchen, das seine Stimme wiederfinden muss, sind von vorne bis hinten perfekt und deshalb darf sich GRIS neben To The Moon, Hollow Knight, Dead Cells und Stardew Valley in die Reihe von Indie-Games stellen, die ihren Job so gut machen, dass sich die Triple-A-Developer*innenschaft sehr gerne ein Scheibchen davon abschneiden darf.

Red Dead Redemption 2 – André

Eine beliebte Frage unter Videospielbegeisterten, mit keiner leichten Antwort für mich. Jedes Jahr überlege ich aufs Neue, was denn mein Spiel des Jahres war und jedes Jahr kann ich die Frage eigentlich nicht beantworten. Immerhin erscheinen jedes Jahr so viele Knaller, dass es einfach schwerfällt, sich festzulegen. Als Fan der Yakuza– und Assassin’s-Creed-Reihe wurde ich dieses Jahr natürlich mit zwei grandiosen Ablegern der beiden Serien beschenkt, die hoch im Kurs stehen. Auch habe ich eine Menge klasse Titel auf Messen und Events gespielt, von denen auch einige bereits auf den Markt kamen.

Unter dem Strich würde ich dieses Jahr aber tatsächlich zu Red Dead Redemption 2 tendieren. In meinem Review habe ich bereits ausführlich über den Titel gesprochen und auch einige der Probleme, die ich mit diesem hatte, erwähnt. Dennoch kann ich nicht leugnen, dass der Titel im Hinblick auf Storytelling ganz großes Kino war. Die Einführung neuer Figuren und Charakterentwicklung ist von Anfang bis Ende überzeugend und hat mich bis zu den Credits an Arthurs Geschichte gefesselt. Für mich definitiv das Highlight des Jahres.

A Way Out – Sophia

Aaaah, Ende des Jahres, wo ich nochmal unsere Releaselisten durchscrollen muss, um mich überhaupt erinnern zu können, was ich das Jahr über so gespielt habe. Und meine Vermutung hat sich bestätigt, dass ein Großteil der veröffentlichten Blockbuster-Titel, naja, eigentlich alle, mich dieses Jahr so absolut nicht interessiert haben (außer Ni No Kuni II, wenn man das hinzu zählen mag). Dafür habe ich dieses Jahr viele Indie-Produktionen gespielt und nachgeholt, wähle nun aber A Way Out als mein Spiel des Jahres, weil es nicht nur eine packende Story hatte und endlich mal einen wirklich schönen Split-Screen Couch-Coop, dass man das Spiel zu zweit genießen konnte, sondern weil es vor allem mal eine etwas andere Spielerfahrung war. Wie gespielt wurde, jeder irgendwie für sich und dennoch zu zweit miteinander, und am Ende mit unseren Herzen. Für mich das herausragendste Spielerlebnis 2018.

Pokémon Let´s Go – Anke

Mein Spiel des Jahres ist, wer hätte es gedacht, natürlich Pokémon Let´s Go!
Nachdem ich es auf der diesjährigen gamescom überraschender Weise schon anspielen durfte, habe ich mich umso mehr auf den Titel gefreut. Es ist einfach wie nach Hause kommen. Wir sind zurück in Kanto und alles ist wie früher, nur in einer viel schöneren Aufmachung. Die gleichen Pokémon, das gleiche Feeling. Man erinnert sich sofort wieder an jeden Weg. Jedoch gefällt mir auch die Mischung aus dem normalen Pokémon und Pokémon Go, da man somit auch eine größere Zielgruppe erreicht und mehr Menschen miteinander in Kontakt bringt. Und mit dem Pokéball Joycon ist man natürlich der absolute Super-Trainer. Es macht einfach tierisch viel Spaß wieder zurück in die Kindheit versetzt zu werden und ein grandioses Abenteuer noch einmal in neuem Gewand erleben zu dürfen! Einfach das beste Spiel des Jahres für mich!

Forza Horizon 4 – Daniel

Jedes Jahr freue ich mich auf diese Liste. Was fand wer, warum gut? Dann lese ich die Einlassungen der anderen Redakteure und schwupps kommt die Frage nach dem Highlight des Jahres wie ein Bumerang zurück. Und dann sitze ich da und denke nach. Red Dead Redemption 2? Extrem gutes Spiel, aber mein Spiel des Jahres? Sicher nicht. Vielleicht habe ich dafür nicht genug Zeit damit verbracht, vielleicht haben mich aber auch die langen “Komm wir reiten irgendwohin und labern zehn Minuten lang”-Sequenzen den Nerv geraubt. Großen Spaß hatte ich außerdem trotz seiner vorhandenen Bugs mit State of Decay 2, sonst hätte ich es wohl kaum so viel und oft gestreamt. Beeindruckt und beschäftigt haben mich auch The Messenger und Surviving Mars.

Allerdings muss ich meinem Herzen folgen. Und das pumpt neben Blut eben auch Benzin. Und auch, wenn mich nicht jedes Feature und jede Überarbeitung von Forza Horizon 4 überzeugt hat, muss ich doch sagen, dass mir das Gesamtpaket einfach viel zu gut gefallen hat, um es nicht zu meinem Highlight 2018 zu machen.

Most Wanted 2018 vs. Best of 2018

Im letzten Jahrbuch haben unsere Redakteure übrigens schon einen Ausblick auf das Jahr 2018 gewagt. Recht interessant, worauf wir uns am meisten im gerade frisch vergangenen Jahr 2018 gefreut haben:

  • Chucky: Kingdom Hearts 3
  • André: Yakuza 6
  • Sophia: Ni No Kuni 2
  • Daniel: State of Decay 2

Und was waren eure Gaming-Highlight 2018?
Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Kommentare
 
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  • MonkeyHead
    6. Januar 2019 at 18:25

    Ich muss mich bei der Wahl des Spiel des Jahres Chucky anschließen. Ich habe dieses Jahr viele gute Spiele gespielt. Spile die mehr zu bieten haben als GRIS, aber GRIS hat mich einfach kalt erwischt. Ich wusste bis auf einen Trailer absolut nichts über das Spiel und dann hat es mich einfach packen können. Die Gründe dafür hat Chucky schon zu genüge aufgezählt und dem kann ich nur in aller Form zustimmen. GRIS ist mehr als nur schön. Es erzählt auf seine Art eine Geschichte die mich mehr zu packen wusste als jede AAA-Geschichte die ich dieses Jahr gespielt habe.

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