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Starcraft II: Wings of Liberty – Strategie, die beflügelt?

von am 17. Oktober 2010
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Lesezeit: 6 MinutenWas lange währt, wird endlich gut? Im Fall von Starcraft II lässt sich dies durchaus behaupten. Lange Zeit haben die Fans des intergalaktischen Strategiespiels auf die Fortsetzung des (zu recht) hoch gelobten Vorgängers gewartet. Seit ein paar Wochen ist diese Zeit des Wartens nun endlich zu Ende. Und meine Erfahrungen mit dem Singleplayer-Modus möchte ich jetzt mit euch teilen.

Die Hintergrundgeschichte

Starcraft, das ist ein Strategiespiel, in dem drei Rassen gespielt werden können: die Menschen (hier Terraner genannt) , die Zerg und die Protoss. Jede der Rassen hat seine eigenen Fertig- und Fähigkeiten. Die Ausstattung und Bewaffnung sind enorm unterschiedlich. Dennoch ist es den Entwicklern gelungen, die drei Spezies derart auszutarieren, dass das Kräfteverhältnis enorm ausgewogen ist. Das ist auch einer der Gründe für die enorm hohe Popularität des Spiels. Aber zurück zur Geschichte des Spiels. In Starcraft I kam es zu einer Art Bürgerkrieg unter den Terranern, bei der Arcturus Mengsk eine Revolution gegen die zum damaligen Zeitpunkt vorherrschende Konföderation anzettelte und die LIGA gründete. Sarah Kerrigan und Jim Raynor spielten an seiner Seite entscheidende Rollen. Währenddessen wurden die Terraner der Tatsache gewahr, dass sie nicht alleine im All sind. Sie stießen auf die Zerg, die die Menschen assimilieren wollten, und die Protoss, die ihrerseits den Zerg Einhalt gebieten wollten. Mengsk verriet Kerrigan, die von den Zerg assimiliert wurde und zur Königin der Klingen mutierte. Derweil wandte sich Jim Raynor von Mengsk ab, kaperte dessen Flaggschiff Hyperion und verbündete sich mit den Protoss. Gemeinsam wurde der Overmind der Zerg, das Wesen, das das zentrale Bewusstsein der Zerg darstellte und den gesamten Schwarm kontrollierte, vernichtet.

In der Folge gab es weitere Kämpfe. Am Ende zogen sich die LIGA unter der Führung von Mengsk und auch die Protoss jeweils zurück, unfähig, Kerrigan, die in der Zwischenzeit die Herrschaft über die Zerg übernommen hatte, zu vernichten. Jim Raynor von den Medien der LIGA als Verräter und Terrorist verleumdet zog sich ebenfalls zurück und tauchte unter.

Jetzt geht’s los

Starcraft II beginnt nun vier Jahre nach diesen Ereignissen. Wings Of Liberty bietet die Kampagne der Terraner in 29 abwechslungsreichen Missionen, wobei vier der Kampagnen eigentlich Protoss-Kampagnen sind. Man schlüpft in die Rolle des Jim Raynor, der zunächst den Plan verfolgt, den Imperator Mengsk zu stürzen und später gegen Kerrigan, seine ehemalige Gefährtin, anzutreten. Mal müssen dabei Evakuierungskarawanen eskortiert werden, ein anderes Mal sollen Gefangene befreit werden. In der Mission “Willkommen im Dschungel” erhält man z.B. den Auftrag, aus insgesamt sieben Quellen ein besonderes Gas zu fördern und in Sicherheit zu bringen, bevor die Protoss es schaffen, zu viele Quellen zu versiegeln.

In der Mission “Tanz auf dem Vulkan” wird ein besonderes Mineral abgebaut. Dabei gilt es zu beachten, dass neben den störenden Zerg in regelmäßigen Zeitabständen alle tiefen Bereiche, wo das Mineral abzubauen ist, von Lava überflutet werden. Immer wieder müssen die Weltraumbaufahrzeuge (WBF) und auch das mobile Hauptquartier daher aus der Gefahrenzone gebracht werden. In einer weiteren Mission muss eine neue Kampfmaschine entführt werden. Bei manchen Missionen muss man sich gar entscheiden, auf wessen Seite man steht und damit, wie das Ziel der Mission lautet. Auch ist die Reihenfolge der Missionen nicht vorgeschrieben. So hat man meist mehrere Missionen zur Auswahl. Für Spannung ist also gesorgt.

Die Ausstattung

Als Belohnung für eine gelungene Mission gibt es häufig eine bestimmte Anzahl von Credits – die Geldeinheit bei Starcraft – und die Freischaltung von neuen Einheiten. Neben vielen bereits aus dem ersten Teil bekannten Einheiten wie den schweren Kreuzern und Belagerungspanzern, um nur zwei zu nennen, gibt es auch einige neue. Dazu zählt z.B. der Thor, eine gewaltige Artillerie-Kampfmaschine, die deutlich größer ist als der Goliath, der übrigens auch bei Starcraft II wieder zum Einsatz kommt.
Neben den reinen Missionszielen warten viele Missionen auch noch mit Bonuszielen auf, mit denen zusätzliche Credits verdient werden können oder bei deren Erfüllung Forschungspunkte gesammelt werden. Beides ist im Verlauf des Spiels wichtig für die Entwicklung der eigenen Truppen.

Von Mission zu Mission reist man in dem großen Kreuzer Hyperion. Zwischen den Missionen kann man hier unter anderem das Arsenal aufsuchen. Dort können für die verfügbaren Einheiten Upgrades erworben werden, wie z.B. ein Bunker-Upgrade, das es ermöglicht, sechs statt vier Infantrie-Einheiten dort zu platzieren. Oder man erwirbt eine höhere Waffenreichweite für unterschiedliche Waffengattungen. Ganz besonders gefällt mir das Unsterblichkeitsprotokoll, das bewirkt, dass zerstörte Thor-Einheiten sich selbst reparieren. Neben dem Arsenal gibt es an Bord der Hyperion auch ein Labor. Für die in den Missionen gesammelten Zerg- und Protoss-Forschungspunkte können nach und nach besondere Technologien entwickelt werden. Es gibt einen Zerg- und einen Protoss-Entwicklungsstrang. Auf jeder Stufe des Entwicklungsprozesses muss man sich aber immer zwischen zwei alternativen Entwicklungen entscheiden. Das gilt sowohl für die Zerg-, als auch für die Protoss-Forschung. Möchte man z.B. lieber eine automatisierte Vespingasförderung, die ohne WBFs auskommt (was ich präferiert habe), oder möchte man, dass das Hauptquartier in der Lage ist, zwei WBFs gleichzeitig herzustellen?

Auf der Hyperion gibt es auch eine stilechte Messe, in der man sich mit anderen unterhalten und in der man die Nachrichten im intergalaktischen Fernsehen verfolgen kann. Zudem steht eine Juke-Box zur Verfügung. Ich für meinen Teil spiele daraus am liebsten den Song „Rumble“. Die komplette Musik aus der Juke-Box passt dabei absolut in das Ambiente der Terraner-Umwelt. Dann wäre da natürlich noch die Brücke, von der aus die Missionen gestartet werden.

Die Szenarien

Nach den 29 Missionen der Kampagne warten noch zahlreiche Szenarien (an die ich mich nun begeben werde) und dann ist ja auch noch der Mehrspieler-Modus für die Online-Schlachten im battle.net. Zur Vorbereitung auf die Multiplayer-Spiele bietet das Spiel extra Training-Szenarien, in denen verschiedene Taktiken für das Online-Spielen geübt und trainiert werden können.

Die Steuerung der Einheiten im Spiel ist insgesamt sehr intuitiv. Das Bewegen der Einheiten, das Zusammenfassen von Einheiten zu einer Gruppe, das Befehlen von Angriffen hat man sehr schnell verinnerlicht, insbesondere dann, wenn man vorher bereits Starcraft gespielt hat. Diejenigen unter Euch, die das nicht taten, brauchen jedoch nicht zurückschrecken. Denn in extra entwickelten, kurzen Tutorial-Szenarien wird man mit der Steuerung des Spiels bestens vertraut gemacht. Im Gegensatz zu Starcraft ist zudem die Sicht auf das Spielgeschehen nun nicht mehr starr. Die Sicht kann gedreht werden und ein Heranzoomen ist ebenfalls möglich.

Der Look

Mir gefällt des Weiteren wie die Umgebung in den verschiedenen Welten gestaltet ist. Was die Grafik angeht, sowohl im Spiel, als auch in den Render-Sequenzen zwischen den Missionen. Hier sollte nicht zu viel erwartet werden: was hier geboten wird, entspricht nicht dem technisch möglich heutzutage. Wer also auf bestmögliche Grafiken Wert legt, der könnte schnell enttäuscht sein. Für mich und hoffentlich auch viele andere SC-Fans ist dies jedoch nicht so wichtig. Alle anderen auf realistischere Bilder erpichten Menschen müssen sich halt andere Spiele suchen oder ins Kino gehen.

Sehr gut umgesetzt finde ich am Ende der geschafften Missionen den Übergang aus dem Spiel in die Video-Sequenz nach der Mission. Im Anschluss an die erfolgreiche Mission schließt sich ein Video an, das den Anschein erweckt, als würde man sich noch immer im Spiel befinden, da die Perspektive auf das Spielgeschehen nachgestellt ist. Langsam bewegt man sich dann häufig wie eine nach oben schnellende Kamera weg vom Geschehen und es kommt eine kurze Video-Sequenz. Danach befindet man sich (meistens) auf der Hyperion wieder. Eine Mission besteht zum Beispiel darin, dass die Stellung für eine bestimmte Zeit gehalten werden muss, bevor der Abtransport erfolgt. Hat man die Stellung ausreichend lange gehalten, kommt direkt danach die Sicht auf die Basis, so, als wäre man noch immer im Spiel, man sieht, wie die letzten Einheiten in die Transporter flüchten und im Anschluss die verlassene Basis von Zerg-Horden überrannt wird. Erst im Anschluss kommen die üblichen normalen Video-Sequenzen.

Fazit:

Auch wenn ich den Multiplayer-Modus nicht in den Test miteinbezogen habe, so kann ich dieses Spiel nur jedem wärmstens empfehlen, der Spaß an Strategie-Spielen mit einer guten Story hat. Die Kampagne zog mich in ihren Bann und ich spielte sie recht schnell durch, ohne große Pausen zwischen den Missionen zuzulassen. An manchen Tagen spielte ich auch mehrere Missionen durch. Und auch die Einzel-Spiele in den mitgelieferten Szenarien machen viel Spaß. Ich bin überzeugt, dass das Interesse am Spiel nicht schnell erlischt.

Zum Glück muss der Starcraft-Fan nun auch keine weiteren 12 Jahre mehr auf eine Fortsetzung warten. Die Kampagnen der Protoss und der Zerg folgen nun im Abstand von jeweils 18 Monaten. Ich freue mich bereits darauf!

Kommentare
 
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    seppo
    29. Oktober 2010 at 18:37

    ich hab den single player modus komplett durchgespielt …………….. und ich muss sagen , das spiel is schon in diesem modus absolute klasse !! so einen abwechslungsreichen singleplayer modus habe ich bei einem strategie spiel noch nie gesehen. jedes einzelene level is unterschiedlich , und man hat immer was neues zu tun !!!
    ich hab star craft 1 nur einmal ganz kurz gespielt , und das auch erst jahre nachdem es erschienen war , und hab deswegen nie den hype um das spiel verstanden, aber nachdem ich jetzt star craft 2 gespielt hat , kann ich es voll und ganz verstehen , warum es von allen als das beste strategie spiel aller zeiten bezeichnet wird .

    hab auch ein paar multiplayer spiele gemacht , und da is die balance zwischen den rasen auch astrein gelungen !!!


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