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PIXELFRAUEN Folge 7: Level Up

von am 11. Juni 2017
 

Ein neuer Monat, eine neue Folge der Pixelfrauen! Leider musste die Internetlose Laura diesen Monat aussetzen, zu hören bekommt ihr sie allerdings trotzdem, da sie uns freundlicherweise einen Einspieler zugesandt hat! Zusammengesetzt haben sich allerdings diesen Monat nur Phi, Miene und Caro und haben sich das Thema “Gaming-Selbstbewusstsein” vorgeknöpft. Die Idee dazu kam uns übrigens durch ein sehr empfehlenswertes Video von Video Game Close Up. Wir stellen uns der Frage: sind wir selbstbewusste Gamerinnen? Und sind wir selbstbewusst beim Spielen? Dabei driften wir ein wenig ins persönliche ab, und erzählen auch von unserem Werdegang bis hin zu den Pixelfrauen.

Wir freuen uns wie immer über Kritik jeglicher Art und viele viele Kommentare! Sei es über eine iTunes-Rezension, einen Tweet oder sogar eine eMail, die Möglichkeiten sind endlos. Ach, und Instagram haben wir auch!

Kommentare
 
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  • MonkeyHead
    11. Juni 2017 at 15:37

    So. Frisch die Folge zu Ende gehört und damit ich meine Gedanken nicht vergesse, schreibe ich sie nun schnell nieder. 😀

    Ich bin in einem Umfeld groß geworden in der Gaming keine große Rolle gespielt hat. In der Familie hat keiner Videospiele gespielt und sich auch nicht wirklich dafür interessiert. Ich habe zwar mit meinem Vater früher oft den Star Wars Episode 1-Racer gespielt, aber über mehr als das ging es auch nur selten hinaus.
    Anders war es da schon an der Realschule, wo ich mich erinnere das ich angeregte Gespräche zu Ocarina of Time, Black and White und, dem damals, bald erscheinenden Gothic 3 geführt habe. Trotzdem war auch da eine Grenze, in der Hinsicht, dass es zwar Leute gab die gezockt haben, aber das war es dann auch. Aber es war halt nicht dieser Schritt mehr, den ich vielleicht damals mit 13/14 Jahren noch nicht adäquat ausdrücken konnte. So kam es dann auch das ich Spielen immer mehr als ein Hobby begriffen hatte, an dem keine emotionale Bindung hängt. Und im Prinzip ist es tendenziell heute auch noch so, wenn ich Spiele mit Filmen Serien vergleiche. Aus eigner Sicht würde ich mich wohl eher als die Art von Gamer bezeichnen, der nicht unbedinngt viel zockt und die aktuellsten Konsolen/PCs braucht, sondern der eher an dem kulturellen Aspekt hinter Games interessiert ist.
    Dies hat sich dann vor allem durch GIGA entwickelt. Als ich Ende 2006 durch Zufall diesen Sender entdeckte, fiel mir auf, dass es ja noch andere Menschen gibt, die ähnlich ticken wie ich, die die gleichen Hobbys haben wie ich usw. Nachdem es dann 2009 mit GIGA zu Ende ging und sich die alten GIGA-Leute in alle Himmelsrichtungen verstreuten, musste ich micht entscheiden, wem bfolge ich und so bin ich dann hier gelandet.

    Nun noch zum eigentlichen Thema. Mir ist bewusst das ich dies hier aus einer männlichen Sicht schreibe, aber wie oben schon ausgeführt, war der Weg zum Gaming ja stellenweise ein ähnlicher und vielleicht ist zocken unter Männern immr noch akzeptierter, aber wenn man den Kosmos der Nicht-Gamer nimmt, wird man dort schief angeguckt weil man spielt. Nicht weil man eine Frau oder ein Mann ist.
    Meines Erachtens liegt das Problem eher in der Gamergemeinde selber. Die stellenweise ein richtig unangenehmer inzestuöser Haufen ist (ich übertreibe hier mit Absicht. Denn schließlich weiß ich das nicht alle so sind und wahrscheinlich nur ein kleiner lauter Teil meiner Kritik entspricht. Meine Filterbubble zeigt mir dies ja klar und deutlich und darüber bin ich auch sehr froh.). Wie oft habe ich schon den Satz gehört, Oh du bist aber kein echter Gamer, du Casual-Spieler, du Fake-Gamer-Girl und so weiter.Und da denke ich mir einfach nur, ja dann lasst sie doch ihre Handyspiele spielen, mich stört das nicht. Wenn es Personen gibt die nur so tun als ob, dann ignoriere ich die. So wie ich das auch bei anderen Dingen mache. Meine Zeit ist mir da zu kostbar um mich damit zu beschäftigen, wer in meinen “erlauchten” Kreis der Gamer gehört und wer nicht. Bevor es also in Sachen Gamer/Gaming- Selbstbewusstsein weitergeht, sollten sich Teile der Gamerlandschaft (sowohl Spieler als auch die Macher von Spielen) selbst hinterfragen ob sie überhaupt offen genug sind. Lassen wir Casualgamer zu und nehmen deren Art zu spielen ernst, auch wenn es “nur” Handyspiele sind und nehmen Publisher uns als Gamer ernst.

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  • AlmightyPhi
    11. Juni 2017 at 19:51

    Ich finde es generell auch schon nervig, wie viele Mobile Games usw. “verachten”, obwohl sie mittlerweile doch jeder irgendwie spielt. Es mag sein, dass es früher vielleicht nicht das Gelbe vom Ei war, aber es gibt mittlerweile so viele großartige Spiele und fast jede größere Reihe hat mittlerweile einen Mobile-Ableger.

    Generell und in allem sollten wir einfach offener und toleranter sein. Andere versuchen zu verstehen, ausprobieren, bevor wir darüber urteilen. Sodass wir uns alle wohler und gelassener fühlen können.

    Antworten

  • Meg
    14. Juni 2017 at 13:06

    Zu hören, dass ihr euch über Kommentare und Diskussionen freut, animiert mich dazu auch mal zu schreiben.

    Vorweg: Es macht jedes Mal Spaß euch zuzuhören, vielen lieben Dank dafür! 🙂 Und nur eine kleine Anmerkung: Phi, dein Mikro hört manchmal etwas zu früh mit der Aufnahme auf, sodass du manchmal etwas abgehackt klingst.

    Videospiele haben mich bereits als kleines Mädchen fasziniert und begeistert. Beim Zuhören ist mir wieder eingefallen, wann ich das erste Mal von dieser Begeisterung gepackt wurde. Ich war 6 oder 7 und war bei Verwandten zu Besuch. Meine Cousins (der jüngste war ein Jahr älter als ich) hatten sich den SNES ganz frisch gekauft, zusammen mit Street Fighter. Und ich wollte unbedingt mitspielen und war total fasziniert davon, doch ich durfte nicht! “Du bist ein Mädchen, die spielen sowas nicht.” Ich war damals so geschockt und traurig! Was hatte mein Geschlecht damit zu tun ob ich etwas mag oder nicht?! Zum Glück hatte ich kurze Zeit später genug Geburtstagsgeld angespart, sodass mir meine Mum einen SNES mit Super Mario World geholt hat <3 Als diese jedoch gemerkt hatte, wie oft und lange ich vor dem SNES saß, gab es leider vorerst keine weiteren Spiele :c So kam ich nur sporadisch mit weiteren Videospielen in Kontakt, dank Nachbarskind und anderer Cousins.
    In meinem Umfeld war ich immer das einzige Mädchen, welches Interesse für dieses Genre gehegt hat. Es änderte sich erst später als Teenager ein wenig. Mein Dad hat mir seinen alten Rechner überlassen und eine PS2 mit Kingdom Hearts geschenkt und endlich konnte ich alles nachholen :3 Ein Mädchen aus meiner Klasse mochte Videospiele ebenfalls und wir waren dann die "Nerds", die in der Pause Pokémon Blau & Rot auf dem GameBoy gezockt haben. Ich weiß gar nicht mehr, wie die Mädels in unserer Klasse darauf reagiert haben. Von den Jungs kam teils neugieriges Interesse und man hat sich auch ein wenig ausgetauscht.

    Und dann kam WoW.
    Ich hab mich als Mädchen noch nie so attraktiv gefunden wie zu meiner WoW-Zeit. Ich hab drei Jahre lang sehr intensiv gespielt, war auch im High-End-Content am Raiden und echt nicht so schlecht. Und war auch stolz darauf, dass ich als Hunter nicht nur am Makro-Spamen war! ;D
    Diese Zeit hat verdammt viel Spaß gemacht und ich hab auch noch 2 gute Freunde gewonnen, aber nie wurde ich auch nur ansatzweise so sexualisiert wie in diesen drei Jahren. "Woaah! Ein Mädchen!" "Wie, du bist weiblich?" "Ugh… Mal weider eine Schlampe, die Typen nur ausnutzt." Ich bekam Sachen ingame einfach so geschenkt und wurde extrem bevorzugt behandelt. Anfangs hab ich mich dagegen gesperrt, weil ich nichts haben wollte, nur weil ich genetisch bedingt zwei Brüste hatte. Wie man aber so als heranreifendes Mädchen dann ist, hab ich diese Sexualisierung dann auch zu meinen Gunsten ausgenutzt. Trotz dessen wollte ich gut spielen. Mein Platz im Raid sollte nicht darauf basieren, dass ich weiblich bin, sondern dass ich meine Klasse spielen kann. Ich wollte stolz auf meine Leistung sein. Später habe ich in fremden Gruppen und Raids den TeamSpeak komplett gemieden um nicht zu verraten, dass ich weiblich bin.

    Auch jetzt noch werde ich teilweise verwundert angesehen, wenn ich sage, dass ich gerne Videospiele spiele. Das Feedback ist aber bisher immer recht positiv. Und mittlerweile habe ich einen gemischten Freundeskreis in dem wir uns Spiele gegenseitig ausleihen und austauschen können 🙂 Beim finalen Bosskampf von Horizon Zero Dawn saßen zwei meiner besten Freundinnen dabei und haben mich angefeuert 😀 Es ist ein sehr schönes Gefühl, wenn die eigene Leidenschaft von anderen geteilt wird und keine Geschlechterrollen aufgezwungen werden.
    Ein Freund hat sich letztens ebenfalls Horizon geholt und kam so gar nicht mit dem Kampfsystem klar. Für mich war es erst das zweite Mal, dass der normale Schwierigkeitsgrad fast zu einfach wurde. So "verkehrt" herum kann es sein.

    Das fehlende Gamingselbstbewusstsein bei Frauen liegt, so glaube ich, nicht (nur) an den Möglichkeiten für den Skillaufbau oder weil es in dieser Branche nicht so viele gibt, sondern ist viel tiefer verankert. Wieso erhalten Männer meist ein höheres Gehalt als Frauen? Wieso höre ich fast nur von meinen Freundinnen "Oh.. ist diese Gehaltsvorstellung nicht zu hoch?". In mehreren Artikeln habe ich bereits gelesen, dass Männer weniger über ihre Defizite nachdenken und einfach Handeln und Frauen in dieser Hinsicht mehr zum Grübeln neigen. Erst wenn dieses Verhalten aufbricht und Frauen von Grund auf selbstbewusster werden, kann auch "unser" Gamingselbstbewusstein aufleveln 😉

    Zum teilweise sehr hässlichen Verhalten in der Gamingszene kann ich den Kommentaren von Phi und Monkey nur zustimmen.

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  • Domi
    22. Juni 2017 at 15:07

    Da ich jetzt auch dazu gekommen bin den aktuellen Cast zu hören. Wie soll ich sagen, mein Gaming Lebenslauf fängt damit an das ich bis zum 10. Lebensjahr mit den auf den C64 und am liebsten Atari 7800 unterwegs war. Dann hab es mit den N64 und den GameBoy angefangen und das war auch die Konsole für die ich mich mich selbst entschieden hatte, nachdem ich immer parallel bei nen Kumpel PS1 mitgespielt habe.
    Größtenteils hab ich immer allein zuhause gespielt, hatte oft nie das Bedürfnis das jemand dabei sein soll.
    Es folgte nach die N64 die großartige Existenz der MS Konsolen, die XBOX <3 war geboren und ich hab sie gleich zu beginnt geholt.
    In der Schule hatte ich einen Kumpel der auch gern GB und sich spät eine Xbox geholt hat. Wenn ich bei ihm zu Besuch war gab es Pokemon Tauschaktion und Halo MP-Battle. Im laufe der XBOX Periode hat sich auch noch das PC-Gaming bei mir eingeschlichen was dann den zufolge hatte das sich ein Gaming-Freundeskreis mit 10 Personen bildete. Das hat dann auch eine MP-Periode eingeläutet mit LAN-Party erst aller 3 Wochen dann Wöchentlich. Wo sich jedoch der Freundeskreis auf einen harten Kern der jedes mal dabei war (man muss aber auch anmerken das während der LAN Party Pause gemacht wurde um einen trinken zu gehen :D). Die Games Convention in Leipzig war jährliches Pflichtprogramm. In meiner Familie wurde das spielen neutral betrachtet und mir wurde keine Beschränkungen aufgelegt. Hab mich dann hauptsächlich auf die Xbox-Konsolen festgelegt neben den anderen und der Gaming Rechner wisch einen Laptop.

    Mit meinen "Gaming-Selbstbewusstsein" steh ich in bester Beziehung. Stehe seit eh und jeh zu meinen Hobby. Wenn man mich fragt was ich so in meiner Freizeit mache ist meine erste Antwort das ist Videospiele spiele und das ich auch mal nicht zu Veranstaltungen gehe wenn ich einen bestimmten Titel spielen möchte, ein bestimmter Stream läuft oder eine Spiele bezogene Veranstaltung ist. Bin zwar nicht so der Fan von Spielshirts tragen (Standart PR Goodies), aber das ist jeden seine eigene Sache. Außerdem ist mir das Prinzip Casual und Hardcore Gamer völlig schleierhaft.

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