Podcasts
3 Kommentare

IKYG-Podcast: Folge 219 – Dark Trailer-Wars

von am 6. Mai 2018
 

Der April ist vorbei und wir hoffen nicht nur, dass das Wetter endlich Mal besser wird, sondern blicken auch mit Freude auf die vergangenen Wochen zurück. Was ist in der Welt der Videospiele passiert und was davon war nennenswert? Chucky, Daniel und yours truly haben sich zusammengesetzt, um im neuesten IKYG-Podcast über das Vergangene zu sinnieren. Dabei haben wir vor allem einen Fokus auf die aktuellen Verkaufszahlen der drei Konsolenhersteller gelegt und eine lange und interessante Diskussion zum Thema “Werden unsere Videospiele immer düsterer?” geführt. Aber natürlich war das noch lange nicht alles!

Ein Hinweis an alle Fans der Serie The Walking Dead: Im Podcast spricht Daniel an zwei Stellen Ereignisse an, die in Staffel 5 vorkommen. Solltet ihr noch nicht so weit sein und euch nicht spoilern lassen wollen überspringt die Passage von Minute 50 bis 60.

Hier einige Links zu den von uns besprochenen Themen:
The Last of Us Part II – Paris Games Week 2017 Trailer
Switch Hackers Say Nintendo Can’t Patch Their New Jailbreak
Some Numbers That Illustrate Nintendo Switch’s Massive Success
Shadow of the Tomb Raider – The End of The Beginning

Habt ihr den Podcast schon auf iTunes abonniert? Dann wird es aber höchste Zeit! Sollte euch der Podcast gefallen haben, dann gebt uns doch eine positive Bewertung! Werdet Fans auf Facebook und folgt uns auf Twitter!

Kommentare
 
Kommentiere »

 
  • MonkeyHead
    7. Mai 2018 at 12:45

    Für mich ist es immer ein Irrglaube, dass Themen für Erwachsene, Ernsthaftigkeit und dergleichen gleichzusetzen ist mit Gewalt, Blut oder generell harten Szenen. Emotionale Schwere kann auch erreicht werden ohne Gewalt und explizite Szenen. Oder indem es nur angeschnitten wird.
    Wenn Gewalt gezeigt wird, ist es immer die Frage des Kontextes. Wer übt gegen wen warum Gewalt aus. Und da haben Trailer oftmals das Problem, dass ihnen dieser Kontext fehlt. Noch ist Darstellung von Gewalt alleine Mittel dazu um ein Spiel zu bewerben und Aufmerksamkeit zu generieren. Um bei den beiden Spielen Last of Us 2 und Detroit zu bleiben, hätte man sicher auch einen Trailer bauen können, der weniger Gewalt oder emotionale Härte beinhaltet hätte. Und bei beiden wäre ich davon ausgegangen, dass es solche Momente auch in den Spielen geben wird. Es wurde sich aber bewusst dazu entschieden das nicht zu tun. Eben deshalb, weil die jetzigen Trailer eine höhere Aufmerksamkeit generieren und ich im Fall von Last of Us 2 auch besser zeigen kann, was auch grafisch und spielerisch möglich ist..
    Gegen Gewalt in Videospielen ist für mich grundsätzlich nichts einzuwenden, solange sie nicht zum Selbstzweck verkommt. Viele haben zum Beispiel God of War 3 wegen seiner überzogenen Gewalt kritisiert. Für mich war das aber die logische Konsequenz dessen, was mit Kratos passiert ist. Dann kann man sich gerne über die Inszenierung der Gewalt streiten, aber dass diese starke Brutalität unvermeidlich ist, ist für mich unbestreitbar.

    Antworten

    • Chucky
      8. Mai 2018 at 12:08

      Zunächst einmal vielen Dank für den Kommentar. 🙂

      Ich weiß nicht. Die Gewalt in den beiden genannten Trailern ist ja schon auf essenzielle Fragen in den jeweiligen Spielen zurückzuführen. In The Last of Us 2 ist es die klassische Zombiefilmfrage: Wer sind die eigentlichen Monster? Und in Detroit wird die Frage aufgeworfen, was es heißt, ein Mensch zu sein. Und ich finde die Gewaltdarstellung in beiden Trailern daher vollkommen gerechtfertigt.

      Schlussendlich bin ich aber auch der Meinung, dass Gewalt nicht immer das Hauptmotiv so vieler Spiele sein muss. In wenigen Spielen kommt man ohne Kampf aus. Da ist es auch egal, ob man in Doom Dämonen schlachtet oder in Kingdom Hearts mit nem Schlüssel auf Herzlose eindrischt.

      Das macht Spiele wie Monkey Island, To the Moon und Layers of Fear so interessant. Dann wiederum gibt es Spiele wie Outlast, in denen zwar Gewalt eine große Rolle spielt, man selbst aber nie wirklich kämpft. Deshalb finde ich es auch so beeindruckend, dass man jedes Metal Gear Solid durchspielen kann, ohne zu töten. Es gibt hier und da storybedingt einige Opfer, aber gerade in Metal Gear Solid 3, wo man von den Geistern aller getöteten Soldaten attackiert wird, zeigt das Spiel einem die eigenen Taten noch einmal demonstrativ auf.

      Ich denke, es ist weniger wichtig, wie extrem die Gewalt ist, sondern wie reflektiert damit umgegangen wird. Wie du sagtest: Emotionale Schwere kann auch ohne Gewalt erreicht werden. Gewalt ist ein einfaches Mittel dazu, aber es geht auch anders.

      Antworten

      • MonkeyHead
        8. Mai 2018 at 21:22

        Ich stimme dir grundsätzlich bei allem was du sagst zu. Im Falle von Last of Us stellt sich mir aber die Frage, gerade im Bezug auf den ersten Teil, ob da Gewalt nicht oft Mittel zum Zweck ist. Du kannst mir jetzt mit Recht vorhalten, dass es ja auch die Möglichkeit gibt zu stealthen und eben der Gewalt zu großen Teilen aus dem Weg zu gehen. Das ist grundsätzlich richtig, aber die Frage ist ja auch was kommuniziert wird. Und da wird meines Erachtens zu sehr die Gewalt in den Fokus gestellt. Ich erinnere mich noch an einen Trailer zu Teil 1 in denen die beiden in einem Haus auf Gegner treffen und es bestünde die Möglichkeit sich davon zu schleichen und der Gefahr zu entgehen. Joel entscheidet sich aber dafür, die Personen auf brutalste Weise zu töten und gibt so zum einen der Gewalt nach und bringt auch Ellie in Gefahr.
        Hier nochmal der Trailer dazu. https://www.youtube.com/watch?v=8ZYkj0glnqs&t=338s

        Eigentlich möchte ich diese Diskussion ja lieber weg von konkreten Beispielen führen und lieber allgemeiner auf das Thema blicken. Denn schließlich fndet man für alles Beispiele die dafür und die dagegen sprechen. Das bringt aber in der Frage, wie Spiele mit Brutalität umgehen und ob sie sich dessen auch auf einer Ebene von optischer Imposanz abgesehen, über ihr wirken bewusst sind. Ohne dabei die Killerspiel-Debatte lostreten zu wollen. Das ist ein anderes Thema. HIer geht es um die oftmals auftrende Diskrepanz zwischen emotionaler Tiefe durch Gewalt und dem reinen Gameplayaspekt von Gewalt.

        Antworten

Kommentiere