Lesezeit: < 1 MinuteNintendo hat in den letzten Jahren Microsoft und Sony mit Xbox Live und dem PlayStation Network das Feld der Konsolen-Online-Communities komplett überlassen und damit den Einstieg in den Onlinemarkt verpennt. Um hier für den 3DS nachzubessern und für die Wii U vorzusorgen wurden in den letzten Wochen viele Weichen gestellt. Ob für das Nintendo Network oder das “Miiverse” Abogebühren anfallen, war bisher nicht klar. Jetzt hat Satoru Iwata die Katze aus dem Sack gelassen.
Und zwar auf der 72. Jahreshauptversammlung der Aktionäre. Dort sagte der Konzernchef:
“Wir glauben nicht, dass Dienstleistungen, die von unseren Kunden eine bezahlte Mitgliedschaft verlangen, immer das Beste sind. Wir können allerdings nicht versprechen, dass die Online-Services auch künftig dauerhaft kostenfrei nutzbar sein werden.”
Zweifellos ist sich Nintendo darüber im Klaren, dass der Aufbau und die Instandhaltung einer umfangreicheren Serverstruktur, als dies bisher nötig war, mit immensen Kosten verbunden ist. Gerade deshalb äußert sich der derzeitige Marktführer im Bereich Konsolen auch sehr vorsichtig über den Umstand, dass die Services vielleicht nicht immer kostenfrei bleiben. Denn derzeit rechnet Nintendo damit, dass durch Spieleempfehlungen von Freunden und Bekannten via “Miiverse” zu höheren Software-Verkäufen führen. Geht diese Rechnung nicht auf, wird man das Modell “kostenloser Onlinedienst” sicherlich noch einmal überdenken.
Würde sich das Nintendo Network und das Miiverse tatsächlich zu einem echten Konkurrenzprodukt für Xbox Live und PlayStation Network mausern, hätte die Nintendo-Variante mit kostenlosem Zugriff auf alle Features natürlich einen Wettbewerbsvorteil.