Nintendo vs. R4-Modul – Klage in den USA eingereicht
Lesezeit: < 1 MinuteDie Umsätze mit Spielesoftware für den Handheld DS brechen nicht nur dem japanischen Konzern Nintendo, sondern auch allen anderen Publishern weg. Ein Schuldiger ist schnell ausgemacht: es handelt sich um die R4-Kopiermodule. In allen drei Hauptmärkten (Europa, Japan, USA) werden die Cartridges mit austauschbaren Micro-SD-Karten frei gehandelt. Nach den Klagen gegen Händler in Japan, droht nun der Firma NXPGame in den USA gehöriges Unheil.
Denn Nintendo will das Übel an der Wurzel packen und hat in New York Klage gegen NXPGame eingereicht. Das US-Unternehmen hatte das R4-Modul in den USA über verschiedene Online-Shops unter das Volk gebracht. Mehrfach habe Nintendo in den vergangenen Monaten NXPGame angeschrieben und darauf hingewiesen, dass der Verkauf der Cartridges, die die Verwendung von illegal heruntergeladenen DS-Spiele ermöglichen, gegen den “Digital Millenium Copyright Act” verstoße.
Zunächst hatten diese Warnungen, genau wie in Japan, Wirkung gezeigt: die R4’s verschwanden kurzzeitig von der Bildfläche. Allerdings war wohl der Lockruf des Geldes zu verführerisch, denn bereits kurze Zeit später verkaufte NXPGame die Kopiermodule wieder.
Jetzt könnte es finster werden für NXPGame. In einem ähnlichen Fall hatte Nintendo vor dem US-District Court in Los Angeles im Jahr 2009 Recht bekommen. Sollte “Big N” den Rechtstreit tatsächlich für sich entscheiden können, könnte NXPGame zu einer empfindlichen Schadensersatz-Zahlung verdonnert werden.







