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52 Games #20: Grenzen

von am 30. Oktober 2016
 

Lesezeit: 3 MinutenAuch in dieser Woche haben wir einen Beitrag zu den “52 Games”! Das Thema der Woche ist… Achtung schlechter Wortwitz incoming: einengend! Denn es geht um Grenzen. Interpretiert haben dieses Thema Chucky und der liebe Tony.

Tony – Pokémon

Kennt ihr das? Riesige Welt? Offene Entscheidungen? Ihr entscheidet, wohin ihr wann gehen wollt? Das einzige was euch abbremsen könnte, wäre die Unlust, unzählige unreale, weil digitale, Kilometer zu Fuß zurückzulegen. Doch was ist das? Ihr streift durch das Ödland der Hauptstadt, seht einen Berg hinter einer abgestorbenen Wiese in in weiter Ferne, wollt euch auf machen ins unbekannte Gefilde und plötzlich — PENG! Ein Text poppt auf: “Du kannst hier nicht weiter gehen. Die Programmierer dieses epischen Open-World-Endzeit-RPGs waren leider zu faul, sich etwas besseres für ein Hindernis einfallen zu lassen, als eine dämliche, unsichtbare Wand und eine noch dämlichere Textbox. Tja, Blöd gelaufen — Trottel!”

So ähnlich kann man sich fühlen, wenn man heutzutage in bestimmten Spielen auf bestimmte Grenzen trifft. Aber warum tun sich Entwickler so schwer damit, eine klare… Mauer zu ziehen? Da lobe ich mir doch Nintendo und seine Pokémon Spiele. Diese vorgetäuschte Freiheit, in dem zwar alles erkundbar ist, aber nur in einem vorgegebenen Rahmen, und alles, was nicht erreichbar sein soll, wird brav angesteckt, nimmt einem sehr schön den Frust, sich mit solchen un-immersiven Dingen, wie etwa unischtibare Mauern, auseinandersetzen zu müssen. Jedoch, dafür haben diese isometrischen Schlawiner eine ganz andere Art, die Geduld des Spielers auf die Probe zu stellen. Den Feind des Fortschritts. Die Geißel der Zivilisation. Naturs letzes Bollwerk gegen den menschlichen Entdeckungsrang. Ich spreche natürlich von — STRÄUCHERN! Diese hüfthohen Wegelagerer sind härter als der Panzer eines Stahlos und nur durch eine einzige Sache zu Fall zu bringen. Der VM 01 – Zerschneider. Dass ich einen feuerspeienden Drachen an meiner Seite habe, der die komplette Umgebung, plus die Dörfer meiner Feinde in Schutt und Asche legen könnte. Pff. Kinderkram. Dass ich über über ein Insektenmonster verfüge, dessen Armklingen den dicksten Panzer zu Schaschlik verarbeiten würden. Ach, bitte. Nein, diese Abnormität der Natur, diese… Sträucher, die wahrscheinlich von Giratina selbst erschaffen wurden, dagegen ist kein Kraut gewachsen. Nur die heiligen Kräfte, der von Arceus’ wahrscheinlich selbst erschaffenden VM 01 sind in der Lage, einem Pokémon die Attacke beizubringen, die von Nöten ist, dieses Bollwerk der Natur aus dem Weg zu räumen, damit ihr euer Abenteuer für Ruhm und Ehre in der Hahnenka… Pokémon Welt fortsetzen zu können.

pokemon vm 01 meme 2

Chucky – Grand Theft Auto

Beim Thema “Grenzen” habe ich mich sehr schwer getan. Ich habe aber auch nie sonderlich darauf geachtet, ob die Spiele, die ich spiele nun natürliche Levelbegrenzungen oder die allseits bekannten “invisible walls” nutzen, um den Spieler bzw. die Spielerin nun da zu halten, wo das Game stattfinden sollte. Beispielhaft hat das meiner Meinung nach Grand Theft Auto gelöst. Die Maps in den GTA Spielen waren immer gigantisch. Einem wurde eine ganze Stadt zur Verfügung gestellt, an der man den Alltagsfrust mit einem ordentlichen Arsenal herauslassen konnte. Allerdings bestand die Map der Spiele stets aus mehreren Stadtteilen, von denen einige zunächst nicht begehbar waren. Um Zutritt zu den noch gesperrten Gebieten zu erhalten musste man so weit spielen, bis einen die Storyline von allein in besagte Gebiete führte. Meist musste man über einen Highway, durch einen Tunnel oder über eine Brücke, um von Stadtteil zu Stadtteil zu reisen. War das Gebiet jedoch noch nicht freigespielt, waren die Wege aufgrund von Bauarbeiten oder ähnlichen Gründen gesperrt. Das bedeutete jedoch nicht, dass man die Gebiete nicht betreten konnte. Man kam problemlos an den Absperrungen vorbei, jedoch führte das unweigerlich dazu, dass man ein Schwadron an Polizisten oder gar das Militär am Arsch kleben hatte und in dem gesperrten Gebiet auch nicht abwimmeln konnte. Anstatt dem Spieler oder der Spielerin also einfach nur eine unsichtbare Wand ins Gesicht zu drücken, sagt einem GTA im Prinzip “Komm doch, wenn du dich traust” und selten hatte ich bessere Verfolgungsjagden, als auf meinen gelegentlichen Touren durch die verbotenen Zonen.

GTA V Roadblock

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