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Das erste Mal – Teil 2 – Konsolen-Gaming

von am 24. Dezember 2018
 

Lesezeit: 8 Minuten

Vor Kurzem haben wir die Artikelreihe “Das erste Mal” ins Leben gerufen, um euch davon zu erzählen, wie wir zu Videospielen kamen. Im ersten Teil ging es um die ersten Schritte in Sachen PC-Gaming. Heute geht es im zweiten Teil um das Konsolen-Gaming. Wo sind wir das erste Mal mit einer Spiel-Konsole in Berührung gekommen? Was war das für eine Konsole und was haben wir gespielt? Und schließlich klären wir auch die Fragen auf, welche Konsole wir guten Gewissens als “unsere” betiteln durften und welches das erste Spiel war, das wir von unserem Geld kauften. Gespannt auf die Antworten? Dann legen wir direkt los!

Bist du zu Hause oder außerhalb zum ersten Mal mit Konsolen in Berührung gekommen?

Chucky:
Meine allererste Konsolenerfahrung war zu Hause. Ich weiß noch, dass ich unbedingt einen Game Boy besitzen wollte. Vermutlich hatte die TV-Werbung mich schon mit all ihren bunten, flackernden Bildern eingelullt. Jedenfalls bettelte ich solange, bis meine Eltern irgendwann einknickten und einen SEGA Mega Drive II kauften. Wie die verwöhnte Göre, die ich war, beschwerte ich mich natürlich, dass das kein Game Boy war! Und nein, Mama, ein SEGA ist kein GameBoy. Ein SEGA ist sehr viel besser als ein Game Boy!

Sophia:
Das war Zuhause, auf der PlayStation meines Vaters. Generell habe ich alte und neue Konsolen immer durch meinen Vater mitbekommen und hab seine alten Konsolen quasi geerbt, bis ich meine erste eigene Konsole gekauft habe. Aber jahrelang war es Tradition, dass wir am Freitag-Abend noch schnell in die Videothek gingen, uns ein Spiel für die PlayStation ausliehen, das Wochenende vor der Konsole verbrachten und Sonntag-Abend wieder zurückgaben.

André:
Das erste Mal kam ich Zuhause in den Kontakt mit einer Spielekonsole. Meine Mutter besaß ein Nintendo Entertainment System mit Super Mario Bros., Tetris und Castlevania – an die ich mich zumindest erinnern kann. So kam es irgendwann, wie es unweigerlich kommen musste und Klein-André schaute mit Faszination dabei zu, wie sich die bunten Pixel auf dem Fernseher bewegten und meine Mutter einen Heidenspaß zu haben schien. Nach einer unbestimmten Zeit durfte ich dann auch selbst Hand an das Pad legen und der Rest ist Geschichte, wie es so schön heißt.

Henne:
Mein erstes Mal Konsole hat mich, sofern ich mich recht erinnere, noch vor der ersten Klasse vor den Fernsehr gebannt und zum Gamer gemacht. Meine große Schwester aus Berlin hatte damals das NES mit einer angenehm kleinen, aber dennoch gut aufgefächerten Auswahl an Spielen. Immer, wenn man die Familie in der Hauptstadt besucht hat, ging’s ab ins Schlafzimmer und ab dafür! Ich glaube, am meisten Zeit ist in Nintendo World Cup mit seinen abgespaceten Superschüssen oder Darkwing Duck versunken. Allerdings hat mich meine erste Konsolenerfahrung auch zum musikalischen Liebhaber der Chiptunes gemacht. Mein Gott, ist 8-bit funky! Mittlerweile steht das gute Stück mit neuer Hardware geputzt bei mir.

Daniel: Meine allererste Gaming-Erfahrung war tatsächlich bei den besten Freunden meiner Eltern. Das muss 1986 gewesen sein, da da mein Vater noch lebte. Die Freunde meiner Eltern hatten in einer Ecke des Wohnzimmers auf einem umfunktionierten, sehr wackeligen Servierwagen mit Spitzendeckchen diesen wundervollen Zauberkasten samt winzig kleinem Röhrenfernseher stehen. Ich weiß gar nicht mehr, was die Erwachsenen in der Zeit gemacht haben, die mein Bruder und ich da an der Konsole verbrachten.

An welcher Konsole hast du das erste Mal gespielt?

Chucky:
Das dürfte dann besagter SEGA Mega Drive II gewesen sein, mit seinen eleganten, schwarzen Gamepads, die aussahen, als hätten sie genauso gut aus Batmans Utility-Belt kommen können. Und diese Konsole änderte alles! Ich habe so viele Stunden vor diesem 16-Bit starken Zeitfresser verbracht. Entweder mit Amor im Coop oder auch genauso gut allein. Der Amiga 500 von dem ich schon im ersten Teil dieser Artikelreihe erzählt habe, kam allerdings noch vor dem SEGA, allerdings löste dieser das veraltete Floppy-Diskettenmonster sehr schnell ab.

Sophia:
Das wird höchstwahrscheinlich die PlayStation gewesen sein. Zumindest soweit meine Erinnerungen reichen. Handheld hatte ich wahrscheinlich noch früher in den Händen, aber darum geht es hier ja nun gar nicht!

André:
Wie oben bereits geschrieben, wird das sehr wahrscheinlich die NES meiner Mutter gewesen sein. Zwar hatten wir auch einen alten Game Boy, aber meine ersten Erinnerungen waren mit dem NES.

Henne:
Ich halt mich ebenso knapp wie André. NES all the way, im elften Stock einer Wohnung im Berliner Bezirk Friedrichsfelde.

Daniel: Ein Atari VCS 2600 (the real shit mit Holz-Zierleiste)! Das war eine vollkommen neue Welt. Ich weiß nicht genau, wie viel Zeit mein Bruder und ich dort verbrachten, aber ich erinnere mich daran, dass das der Anfang meiner Begeisterung für Videospiele war. Im nächsten Osterkörbchen hatten mein Bruder und ich dann – weil wir so begeistert von dem VCS waren – jeder ein eigenes Telespiel. Quasi mein erster Handheld. Aber das ist ein Thema für einen anderen Artikel.

Und welches Spiel war es?

Chucky:
Sonic The Hedgehog natürlich! Genau genommen Sonic The Hedgehog 2, da ich mich erinnere, dass wir die Konsole zunächst mit einem Spiel für zwei Personen ausprobieren wollten, weil Amor zu Besuch war. Und das Spiel war großartig! Nicht zwingend besser als Super Mario World, aber auch nicht zwingend schlechter. Natürlich waren die Mario-Games intuitiver und fühlten sich flüssiger an. Aber was mich damals an Sonic so reizte war die Geschwindigkeit. Man konnte mit ein wenig Übung so schnell durch die Level brausen, dass man sich als naives Kind oft fragte, ob man da eventuell einen Rekord gebrochen haben könnte. Und am Ende jedes Levels erwartete einen ein würdiger Bosskampf gegen Dr. Robotnik in einer seiner Erfindungen. Cooles Spiel. Und sehr gut gealtert, wie ich finde.

Sophia:
Daran kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber ich erinnere mich noch heute immer gerne an all’ die Spiele, die ich damals auf der PlayStation zusammen mit meinen Eltern gespielt habe. Und zu den ersten gehört definitiv Final Fantasy VII, das erste Crash Bandicoot, Kula World oder Kurushi Final. (Btw. habe ich meine PlayStation Vita nur als reine Nostalgie-Maschine für die eben genannten Titel genutzt… Es war gut, dass ich von ihr los lies und mich stattdessen für den Nintendo 3DS entschied.)

André:
Wenn ich aus den drei oben genannten Spielen wählen müsste, würde ich tatsächlich zu Super Mario Bros. tendieren. Tetris habe ich lange Zeit nicht verstanden und Castlevania war dann doch noch etwas zu unheimlich und schwierig für mich. Nicht, dass ich in Super Mario Bros. jemals weiter als in die zweite Welt gekommen wäre, aber trotzdem erinnere ich mich noch an den ganzen Spaß, den ich damit hatte.

Henne:
Puuuuh, das ist jetzt eine Frage… Der Fußballfan in mir sagt, dass es auf jeden Fall Nintendo World Cup gewesen sein muss. Das Kind in mir sagt, dass es entweder Ducktales oder Darkwing Duck gewesen sein muss. Aber der wachsende Fantasyheld in mir sagt, dass es The Battle of Olympus war. So werden wir zwar nie eine Antwort finden, aber es sind definitiv alles Titel, die einen weiter in den Bann des Gaming ziehen.

Daniel: Tja… Was haben mein Bruder und ich da auf dem VCS 2600 gespielt? Natürlich Pac-Man! Natürlich war mein Bruder viel viel besser als ich, aber so habe ich viel über die Spielmechanik gelernt. Und über die Flucht vor Gespenstern. Und über Obst.

Das erste selbst gekaufte Konsolen-Spiel war?

Chucky:
Zu meinen SEGA-Zeiten besaß ich noch kein Geld, bzw. nur sehr wenig. Spiele kaufen war da nicht drin, aber ab und zu ging ich in die Videothek und lieh mir einige Spiele. Wenn sie mir wirklich gut gefielen, kam es sogar vor, dass meine Mutter dann zur Videothek ging und mir das Spiel kaufte. Aber mein erstes selbst gekauftes Spiel war Croc für die PlayStation. Reden wir nicht drüber. In einer Zeit, in der es plötzlich voll im Trend war, Plattformer mit witzigen, bunten (Fabel-)Tieren zu entwickeln (Croc, Gex, Crash Bandicoot, Conker’s Bad Fur Day, Spyro uvm.) kam auch ich nicht drum herum, mich für eines zu entscheiden. Ich konnte ja nicht ahnen, dass Croc einem verdammten Nasenbeutler (eng. Bandicoot) so unterlegen sein würde.

Sophia:
Selbst ausgesucht habe ich mir schon früh Spiele, dadurch dass wir früher immer in die Videothek gegangen sind und ich mir dort ein Spiel eben aussuchen durfte. Außerdem bekam ich, wie die Konsolen, auch die Spiele meist von meinem Vater weitergereicht. Daher ist mein erstes selbstgekauftes Konsolenspiel auch etwas „jünger”, denn das muss Tony Hawk’s Underground 2 für die PS2 gewesen sein. Zumindest erinnere ich mich noch an den Ärger und den Hausarrest, den ich dafür bekommen habe, dass ich mit dem Spiel statt mit der neuen Hose, für die ich das Klamottengeld bekam, heimgekommen bin…

André:
Puhh, das ist eine schwierige Frage. Wenn ich jetzt mal den Game Boy außenvor lasse, würde ich tatsächlich sagen, dass es ein Spiel für die Nintendo 64 war. Aber ehrlich gesagt weiß ich es nicht mehr. Da ich viele der Pokémon-Spiele immer geschenkt bekam, könnte es gut möglich sein, dass es Mario Kart 64 war. Oder Banjo-Tooie. Aber das ist wohl eine Frage, die für immer ungeklärt bleibt.

Daniel:
Das ist eine sauschwere Frage. Zunächst war das NES ja quasi “Familien-Eigentum”, wie es vorher vor allem Brettspiele waren. Gefühlt wuchs die Spielepalette da alleine dadurch, dass der Mann meiner Mutter immer wieder neue Spiele kaufte. Das erste eigene Spiel, dass ich von meinem eigenen Geld gekauft habe… Puh… Durchaus möglich, dass das Batman Returns für das SNES war…

Was war deine erste eigene Konsole?

Chucky:
Ich besaß einige Konsolen als Teenager, allerdings waren die meisten davon Weihnachtsgeschenke, die meine Mutter von ihrem hart erarbeiteten Geld gekauft hat, um mir eine Freude zu machen. Wir hatten damals nicht viel Geld, aber diese Frau hat jeden Cent zusammengekratzt, damit ich am Weihnachtsabend freudestrahlend vor der Glotze hängen konnte. Meine Großeltern haben ihr da oft unter die Arme gegriffen, aber rückblickend rührt es mich, dass sie es immer wieder geschafft hat, mir Dinge zu ermöglichen, die wir uns eigentlich niemals hätten leisten können. Irgendwann ging es dann zum Glück besser und ich arbeitete in den Sommerferien in der Firma meiner Mutter. Ich war 19 Jahre alt und wollte meinen Führerschein machen. Also putzte ich Maschinen und fegte Metallspäne auf und jätete Unkraut. Die gesamten Sommerferien über. Am Ende hatte ich etwas mehr als 1000€ zusammen. Und anstatt meinen Führerschein zu machen (den machte ich ein Jahr später), kaufte ich mir eine PlayStation 3. Und das war der beste Kauf meines gesamten Lebens. Bis heute ist die PlayStation 3 meine absolute Lieblingskonsole. Die Möglichkeit, sowohl neue (z.B. The Last of Us), als auch alte (z.B. Final Fantasy VI-IX) Spiele digital kaufen und herunterladen zu können. Das eröffnete mir ganz neue Welten! Und ist vermutlich der Grund, warum ich heute PC-Gamer bin.

Sophia:
Die erste selbstgekaufte Konsole war eine Xbox 360, die ich damals noch von meinem allerersten Gehalt meines allerersten Nebenjobs bezahlt habe. Vorbei war die Zeit, in der sich mein Vater jede neue Konsole direkt ins Haus holte, also musste ich mir erstmals eine eigene Konsole kaufen, wollte ich das damals ebenfalls neue Final Fantasy XIII spielen.

André:
Meine erste eigene Konsole war nach dem Game Boy Color mein N64. Ähnlich wie das bekannte Nintendo-64-Kind, habe ich meine Konsole auch zu Weihnachten bekommen – wobei ich mir auch hier nicht ganz sicher bin. Mit dazu bekam ich direkt Pokémon Stadium, damit der Pokémon-Wahnsinn auch ja kein Ende nimmt. Wenn wir nun von einer selbst ersparten Konsole reden und wieder Handhelds außenvor lassen, würde ich “PlayStation 2” sagen.

Henne:
Zählen wir handheld dazu? Wenn ja, wars der Game Boy, der alte, graue, klobige Koloss für unterwegs. Die richtige Konsole kam erst viel später. Zwar hat der NES meiner Schwester irgendwann den Weg zu uns gefunden, aber die richtige, eigene Konsole kam mit der Playstation 2 ins Haus. Ohhh was war das für ein Abenteuer, als wir die silberne PS2 Slim aus der Packung holten. Zwar ist man heute eher mit der doppelten PS beschäftigt, aber das gute Stück steht dennoch, angeschlossen und bereit dort, wo es hingehört.

Daniel: Diese Frage ist nicht wirklich einfach zu beantworten. Das NES gehörte der Familie. Das SNES gehörte meinem Bruder und mir. Den GameCube habe ich mir damals zusammen mit meinem besten Freund gekauft. Wenn man das also ganz streng auslegt, wäre die Wii meine erste eigene Konsole. Die hatte ich mir zum Start der Konsole im Bonner Spielwaren-Geschäft Puppenkönig zurücklegen lassen. Überall sonst konnte man schon nicht mehr reservieren. Ich erinnere mich noch an den Verkäufer im obersten Stockwerk, wo es neben Spielkonsolen auch Modell-Eisenbahnen und ferngesteuerte Modell-Autos und dergleichen gab. Er war ziemlich überrascht, dass sich jemand so etwas zurücklegen ließ. Ich sagte ihm daraufhin, dass die Konsole sonst überall schon vergriffen wäre. Das war glaube ich schwer für ihn zu glauben, aber so war es.

In der nächsten Ausgabe von Das erste Mal erfahrt ihr mehr über unsere Anfänge im Bereich “kompetetives Gaming”.
Solltet ihr selbst Vorschläge oder Fragen zu diesem Format haben: immer raus damit. Wir freuen uns natürlich auch, wenn ihr die aktuellen Fragen selbst in den Kommentaren beantwortet. Schließlich interessiert uns auch, wie euer Erstes Mal war 😉

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