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Zone of the Enders: HD Collection – Mecha-Mania von Kojima

von am 18. Januar 2013
Pluspunkte

+ einfache Steuerung
+ schnelle Sci-Fi-Mecha-Action
+ mehrere Erzählschichten
+ sehr gute Anime-Sequenzen

Minuspunkte

- Einbrüche der Framerate
- kein Online-Modus
- kein zusätzlicher Content
- nur manuelles Speichern

Editor Rating
 
GAMEPLAY
9.0

 
GRAFIK
8.0

 
SINGLEPLAYER
8.0

 
MULTIPLAYER
0.0

 
SOUND
8.0

Gesamt-Wertung
8.0

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Lesezeit: 4 MinutenLeo dachte sich noch, wie einfach es wäre, wenn sie weg wären, einfach sterben würden. Doch was dann passierte, damit hätte er nie gerechnet. Explosionen, Schreie, ein riesiger Mecha und im nächsten Moment ein lautes Krachen gefolgt von Stille. So beginnt der erste Teil von Zone of the Enders. Ein Spiele-Duo, das vor allem mit einem Aspekt zu trumpfen weiß: schnelle Roboter-Action. Unsere Meinung zur HD-Collection findet ihr hier.

Zehn, beziehungsweise, zwölf Jahre sind vergangen, seit die beiden Zone of the Enders-Spiele herauskamen. Die Zeit mag an einigem genagt haben, doch nicht an den Storylines. Diese sind nämlich wie gehabt. Im ersten Teil schlüpft ihr in die Rolle von Leo, einem Teenager, der eher versehentlich in den riesigen Mecha, auch Orbital Frame genannt, namens Jehuty gefallen ist. Ohne zu wissen, wie ihm geschieht, befindet sich Leo inmitten einer Schlacht zweier Mächte. Und ihm obliegt eine riesige Verantwortung in diesem Kampf. Und dann wäre da auch noch die herzlose Künstliche Intelligenz ADA, die ständig versucht ihn zum Morden zu bringen. Kann er das Schicksal verändern und sogar eine KI dazu bringen Emotionen zu zeigen? Ich werde es nicht verraten. Doch was ich verraten kann ist, dass auch im zweiten Teil der Serie der Orbital Runner Jehuty die Hauptrolle spielen wird. Doch dieses Mal wird er nicht von einem Teenager gesteuert. In der Rolle des Helden befindet sich im zweiten Teil nämlich ein ehemaliger BAHRAM-Pilot und auch dieser hat seine guten Gründe die feindliche Seite zu hassen, wo doch sein ehemaliger Vorgesetzter nun sein Feind geworden ist.

Schnell, schneller, Mecha

Im Hinblick auf das Gameplay und die Steuerung hat sich nichts geändert. Ihr befehligt immer noch einen Orbital Frame, einen Kampfroboter. Mit diesem könnt ihr euch sehr einfach in jede beliebige Richtung bewegen. Ganz gleich ob auf der X-, Y-Achse oder sogar auf der Z-Achse, euch sind keine Grenzen gesetzt. Auch das Kämpfen verläuft so einfach wie immer. Ihr habt zwei Knöpfe, von denen der eine für den Primär- und der andere für den Sekundärangriff ist. Doch ein Mecha-Spiel wäre nichts ohne den gewissen Speed. Deswegen gilt es nach wie vor, in jedem Kampf die hintere, rechte Schultertaste zu drücken, damit ihr um eure Gegner herumfliegt. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ihr den Angriffen besser ausweichen könnt, sondern der Kampf wird so schnell, dass er noch mehr Spaß macht. Erst rast man auf seinen Gegner zu, verpasst ihm einen Angriff mit dem Schwert, saust um ihn herum und schlägt wieder zu, dann weicht man aus, fliegt hoch und Zack der Nächste. Das geht dann immer so weiter, bis ihr euren Gegner spielend leicht besiegt habt. Abseits von stupiden Kämpfen gilt es auch Waffen zu sammeln, um euren Orbital Frame stärker werden zu lassen. Das könnt ihr, indem ihr mit vielen Gegnern kämpft. Denn euer eigener Mecha erhält mit jedem besiegten Gegner Erfahrungspunkte, die ihn am Ende eine Stufe aufsteigen und stärker werden lassen. Solltet ihr gerade keine Gegner mehr zum Kämpfen haben oder sowieso den Ort wechseln wollen, so könnt ihr jederzeit auf die Oberkarte zurückkehren und dort zum nächsten Punkt fliegen, der euch interessiert.

Aufpoliert, wo es nur ging

Da es sich hier um die Zone of the Enders: HD Collection handelt, muss es natürlich auch einige grafische Verbesserungen geben. Diese lassen sich bereits im umwerfenden Anime-Opening sehen. Eines, das nicht nur den ersten, sondern auch den zweiten Teil beinhaltet und dazu noch brillant umgesetzt wurde. Aber nicht hier wurde gewerkelt. Auch die Spiele selbst haben ihre Schönheitskur bekommen. An jeder Ecke und Kante wurde aufpoliert. So sind die Mecha-Texturen weitestgehend schöner geworden, was die Mechas dadurch in einem nie da gewesenen Glanz erstrahlen lässt. Doch der Zahn der Zeit war nicht ganz untätig. So konnte der HD-Port eines nicht in die heutige Zeit holen: die Rendersequenzen. Die Figuren sehen immer noch sehr unbeholfen aus und die Texturen wirken eher altbacken. Und auch die jeweiligen Levelabschnitte sind teilweise recht eintönig. Zwar ist es möglich die Umgebung bis zu einem gewissen Grad zu zerstören, aber trotzdem sieht das Level immer noch leer aus, es fehlt das gewisse Etwas.

Der Sohn schafft das, was der Vater nie konnte

Teil Eins mag zwar an einigen Ecken immer noch scheitern, doch bei Teil Zwei haben die Entwickler von High Voltage ganze Arbeit geleistet. Die Zwischensequenzen bestehen allesamt aus kurzen Anime-Sequenzen oder Manga-Gesprächen. Und auch die Texturen und Effekte orientieren sich mittel bis stark an dem Manga-/Anime-Stil. So wurden spezielle Shader- und Partikeleffekte eingesetzt, um dem Ganzen das Etwas zu geben, was im ersten Teil zu fehlen schien. Leider gibt es auch einige Probleme mit dem zweiten Teil. Zwar waren diese auch bei meinen Stunden mit dem Ersten zu bemerken, aber erst im Zweiten hab ich sie so richtig wahrgenommen. Die Rede ist von Einbrüchen der Framerate. Vor allem, wenn auf dem Bildschirm viele Gegner waren und der Kampf etwas effektreicher wurde, kam es oft vor, dass das Spiel ruckelte. Zwar nicht so stark, dass ich beeinträchtig wurde, aber schon so sehr, dass es einem auffiel. Makaber an der Sache ist, dass es diese Fehler bei den Original-Versionen auf der PlayStation 2 nicht gab, sondern sie erst in dieser HD-Collection auftraten.

Multiplayer-Spaß und Gimmicks, wie in den alten Tagen

Natürlich gibt es auch, wie in den alten Tagen, einen Multiplayer-Modus, der freigeschaltet wird, sobald ihr das Spiel einmal durchgespielt habt. In diesem Modus könnt ihr dann eure Fähigkeiten in der Arena unter Beweis stellen. Entweder tretet ihr gegen eine KI oder aber gegen einen echten Gegner an. Der echte Gegner muss allerdings lokal sein, da 2001/2003 noch kein Online-Modus für dieses Spiel existierte. Auch interessant zu wissen ist, dass der HD-Collection eine Demo beiliegt. Und zwar für Metal Gear Rising: Revengeance, weswegen das Spiel dieses Mal eine USK 18 bekommen hat, obwohl es damals eine ab 12 Jahren Wertung bekam. Des Weiteren enthielt der erste Teil damals die Demo zu Metal Gear Solid 2. Hideo Kojima hat also auch dieses Mal absichtlich die Demo eines seiner Spiele beigelegt, auch wenn er bei Metal Gear Rising nur Produzent ist.

Blitzschnelles Mecha-Fazit

Die Zone of the Enders: HD Collection hat eingeschlagen, wie ein wütender Mecha. Doch hat sie gut getroffen? Ja, das hat sie. Die Zone of the Enders-Spiele sind zwar mittlerweile mindestens zehn Jahre alt, dennoch halten sie sich gut. Das liegt zum einen am genialen Story-Telling seitens Hideo Kojima, der es einfach schafft, die ernsten Themen der Spiele mit geballter Sci-Fi-Mecha-Action und einem Hauch ägyptischer Mythologie zu paaren. Und zum anderen an der guten Arbeit seitens High Voltage. Während der erste Teil zwar noch einige Schwächen hat, weiß vor allem der zweite Teil der HD-Collection zu überzeugen. Schade sind nur die Einbrüche der Framerate und das Fehlen eines Online-Modus. Doch man sollte sich nicht beschweren, denn jeder, der die Spiele immer einmal spielen wollte, sollte diese Gelegenheit jetzt nutzen, denn sie lohnen sich auf jeden Fall. Vor allem deswegen, weil Kojima erst vor kurzer Zeit bekannt gab, dass der dritte Teil endlich in Arbeit ist.

Kommentare
 
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  • Avatar
    totoro
    19. Januar 2013 at 18:06

    Hach, Zone of the Enders. Das waren echt tolle Spiele! Allerdings war speziell Teil 1 wirklich sehr, sehr kurz. Wenn man alle Sequenzen geskippt hat, konnte man das Spiel unter 2 Stunden durchspielen. Aber im Rahmen dieser Collection fällt das wohl nicht so schwer ins Gewicht… Und Teil 2 hatte wirklich sehr schicke Anime-Sequenzen!


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