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Thronebreaker: The Witcher Tales – Im Krieg mit einer Armee aus Karten

von am 31. Oktober 2018
DETAILS
 
Spieldauer

30 Stunden

Für Fans von:

The Witcher, GWENT, Kartenspielen, Puzzles

Pluspunkte

- überspringbare Kämpfe auf leichter Schwierigkeit
- Controller / Maus Steuerung super optimiert
- Entscheidungen haben Konsequenzen - selbst die "guten"

Minuspunkte

- keine zusätzlichen Tipps für Puzzle, falls man mal nicht weiterkommt
- gerade 'nervige/eintönige' Kämpfe wiederholen sich

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Zusammenfassung
 

Thronebreaker: The Witcher Tales, welches ursprünglich als Einzelspieler-Kampagne für GWENT: The Witcher Card geplant war ist nun als vollwertiges Rollenspiel erschienen. Das Spiel schickt euch auf das Abenteuer von Königin Meve von Lyrien und Rivien und ihren Krieg gegen das Nilfgaardische Imperium. Ihr bestreitet Kämpfe im GWENT-Stil und haut taktisch eure Karten raus um den Feind niederzuschmettern. Mit 75 Nebenquests gibt es viel zu entdecken und eure Entscheidungen beeinflussen den Werdegang sowie das Ende des Spiels. CD Projekt Red spricht von ganzen 20 Ausgängen, die das Spiel nehmen kann.

 

Das Witcher-Universum ist um ein weiteres Spiel reicher: Thronebreaker: The Witcher Tales. Im Krieg gegen das Nilfgaardische Imperium entscheidet ihr über das Schicksal eurer Armee, eurer Feinde und auch das anderer Völker. Dabei kämpft ihr euch mit eurem Karten-Deck durch verschiedene Regionen, löst knifflige Rätsel und bezwingt epische Ungeheuer. Das Spiel stellt euch hierfür drei verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. Kämpfe, die ihr im leichtesten Schwierigkeitsgrad nicht schafft, könnt ihr so dann einfach überspringen und euch der Story voll und ganz hingeben.


Das Kampfsystem

Auf dem Weg euer Königreich zurückzuerobern werdet ihr euch einigen Kämpfen stellen müssen. Diese werden in Form eines Kartenspiels ausgetragen und Kenner dürften bereits wissen, um welches es sich hierbei handelt: GWENT, das Kartenspiel, welches man bereits in The Witcher 3 spielen konnte und welches sein eigenes Standalone-Spiel in Form von GWENT: The Witcher Card Game bekam. CD Projekt Red macht es auch absoluten Neueinsteigern – wie ich es einer bin – leichter und gewöhnt euch mit Tutorials an die Regeln und das Gameplay. Kartenspiele sind nichts neues für mich und so fiel es mir relativ leicht, mich einzuspielen. Nichtsdestotrotz muss ich aber auch zugeben, dass es mich einige Kämpfe gekostet hat, bis ich wirklich wusste, was ich da überhaupt anstelle und tatsächlich die verschiedenen Effekte der Karten vollständig begriffen habe. Glücklicherweise findet das Spiel hierfür einen guten Weg, um einem das Spiel und seine Taktiken näher zu bringen: Puzzles.

Thronebreaker Kampf

So viel zu tun!

In der Welt von Thronebreaker stößt ihr häufiger auf Puzzles, in welchen ihr auf eine bestimmte Art und Weise verschiedene Biester niederringen müsst. Hier müsst ihr strategisch vorgehen und manchmal auch etwas länger nachdenken, um mit einem bestimmten Satz Karten und auf einem bestimmten Weg ans Ziel zu gelangen. Hier werden einem verschiedene Taktiken näher gebracht, mit denen man selbst einen hoffnungslosen Kampf noch zu seinen Gunsten wenden kann. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich es doch etwas schade finde, dass man keine Tipps für diese Puzzles erfragen kann. Oder nach der 10. Niederlage automatisch einen Tipp bekommt. Manchmal hat man Glück und das Spiel schreibt einen Tipp zum Puzzle dazu. Andere Male muss man dann aber das Puzzle auslassen oder überspringen, weil man auf Biegen und Brechen nicht auf die Lösung kommt. Das finde ich gerade deshalb ärgerlich, da ich oftmals doch noch auf die richtige Lösung käme, würde man mir nur einen Stoß in die richtige Richtung geben.

Von Puzzles abgesehen kommen unzählige Nebenquests (na gut, nicht ganz unzählig: CD Projekt Red spricht von 75 Nebenquests) hinzu, in welchen ihr Gold und Holz, Rekruten und weitere Karten für euer Deck sammeln könnt. Die Landkarte ist gerade zu überfüllt mit Ressourcen, “Points of Interests” und zusätzlichen Kämpfen! Auch ist es empfehlenswert, sich gut umzusehen und sich ausgiebig mit Bewohnern zu unterhalten. So erhält man noch die ein oder andere Schatzkarte, mit welcher man “Goldene Truhen” ausgraben oder öffnen kann. Diese Truhen enthalten Spielkarten, Avatare und prachtvolle Rahmen, welche in GWENT: The Witcher Card Game benutzt werden können.

 

Ein paar Upgrades gefällig?

Wie bereits erwähnt, gibt es in Thronebreaker Ressourcen zu ergattern, mit welchen ihr Karten herstellen oder auch Upgrades in eurem Camp durchführen könnt. Verbessert die Werte eurer Karten, erhöht die Laufgeschwindigkeit von Königin Meve oder erhaltet höhere Belohnungen nach erfolgreichen Schlachten. Auch bietet euch euer Camp einen Trainingsbereich, in welchem ihr eure Fähigkeiten oder auch neue Karten austesten könnt. Für Fans der Story gibt es ein Bierzelt, in welchem ihr euch mit Mitgliedern eurer Armee unterhalten könnt.

Thronebreaker Camp

 

Königin Meve’s Geschichte

Dass eure Entscheidungen den Verlauf der Geschichte beeinflussen können, ist keine Neuheit mehr. Allerdings muss ich sagen, dass CD Projekt Red hier in meinen Augen besonders tolle Arbeit geleistet hat. Während manche Entscheidungen direkten Einfluss auf eure Geschichte nehmen, gibt es wiederum andere, deren Konsequenz erst viel später aufgedeckt werden. Ihr könnt die erbarmungslose Königin spielen und Ansehen sowie potentielle Mitstreiter verlieren. Doch auch als gnädige Königin könnt ihr das Vertrauen eurer Armee verlieren oder gar ein Dorf in’s Verderben stürzen. Gerade das macht das Spiel besonders spannend: Ich liebe es, meine Charaktere gutherzig zu spielen. Dies ist nun jedoch das erste Mal, dass diese Spielweise äußerst unangenehme Konsequenzen mit sich bringen kann. Zum ersten Mal sehe ich mich dazu gezwungen, Situationen anders zu betrachten und auch mal egoistisch zu handeln.

 

Fazit

Thronebreaker: The Witcher Tales ist ein fantastisches Spiel, bei dem man einfach mal entspannen und doch sein Hirn einschalten kann. Ob mit Controller oder Maus, das Spiel lässt sich prima mit beidem spielen. Wo sich so manche Kämpfe wiederholen, gerade besonders anstrengend eintönige, bietet das Spiel aber auch genügend Abwechslung sodass einem nicht so schnell langweilig wird.

Für Fans von GWENT ein absolutes Muss, für Fans der Witcher-Reihe eine spannende Geschichte und für absolute Neulinge wie mich ein cooler Einstiegstitel!

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