Lesezeit: 2 MinutenPerspektive ist alles. Je nachdem, wie ihr gewisse Dinge im Leben betrachtet, erscheinen sie vollkommen unterschiedlich. Ein klassisches Beispiel dafür wäre das halb volle beziehungsweise halb leere Glas. Während Optimisten ein halb volles Glas sehen, sehen Pessimisten eher ein halb Leeres. Doch diese verschiedenen Ansichten erstrecken sich noch viel weiter. In unserem heutigen Flashgame der Woche The Illusory Wall beeinflusst ihr das Spielgeschehen nämlich durch eure aktive Wahrnehmung.
Während euch keine Story in The Illusory Wall erwartet, habt ihr trotzdem eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Ihr müsst alle roten Rechtecke sammeln, die sich in der Welt versteckt halten. Wie ihr an sie gelangt, müsst ihr selbst herausfinden. Während ihr so von A nach B lauft, wird nach und nach das Gefühl stärker, dass es keine wirkliche Welt ist, in der ihr euch bewegt, sondern vielleicht eher ein Labor. Vielleicht seid ihr sogar nur Teil eines unheimlichen Experiments?
Das Besondere an diesem Titel ist das Spielprinzip. Augenscheinlich ein simpler Plattformer lauft und springt ihr durch die verschiedenen Areale. Im Hinterkopf immer euer Ziel: Die roten Rechtecke. Doch diese lassen sich nicht so einfach einfangen. Beispielsweise verschwinden Plattformen vor euren Augen oder Brücken bei Berührung. Der Trick an der ganzen Sache liegt in der Beobachtung. Ähnlich wie beim berühmten Gedankenexperiment von Schrödinger, verändert sich die Welt erst durch einen Beobachter. Im Hinblick auf das Spiel selbst bedeutet das, dass bestimmte Dinge im Spiel nur erscheinen, wenn ihr sie beobachtet oder eben nicht. Um das zu bewerkstelligen, müsst ihr mit eurer Maus ständig eure Perspektive anpassen. Zum Beispiel erreicht ihr ein Rechteck nur, in dem ihr es ständig im Auge behaltet. Verliert ihr es auch nur eine Sekunde aus den Augen, verschwindet es. Oft braucht ihr ein paar Anläufe und müsst etwas ausprobieren, bevor ihr auf die Lösung kommt. Doch eigentlich ist jedes Rätsel mit ein bisschen Köpfchen zu lösen.
Während das Gameplay nicht nur innovativ, sondern auch fordernd ist, ist das Design sehr einfach gehalten. Eure Spielfigur sieht aus wie ein kleines, blaues “i” und die Welt, bis auf ein paar Ausnahmen, aus Schwarz und Weiß. Doch gerade dieser einfache Look passt sehr gut zum Gesamtkonzept. Mit ein bisschen Fantasie fühlt es sich wirklich wie ein Labor an, in dem ihr als Versuchskaninchen umherirrt. The Illusory Wall kommt ohne jegliche Hintergrundmusik aus und funktioniert trotzdem perfekt.
Am Ende von The Illusory Wall war ich wirklich überrascht, wie ein so simples Spielprinzip so ein interessantes Spiel ergeben kann. Der Einfluss des Spielers und seiner Perspektive beeinflusst das komplette Spiel und sorgt für einige, spannende Knobelmomente. Wer Lust auf etwas Neues hat, wird hier sicherlich gut unterhalten. Beachtet nur, dass ihr vielleicht bei einigen Rätseln ein paar Anläufe braucht.
Falls ihr Lust bekommen habt die Perspektive auf die Dinge zu verändern, klickt auf den folgenden Link.















Erinnert mich ein wenig an diesen Sketch von College Humor.
https://www.youtube.com/watch?v=jHEwh4iBBFE
Nur ohne das Benzin und den Rasenmäherbootup:D
Aber auch nur wegen des Pixel-Looks 😀