Lesezeit: < 1 MinuteAls letzte Woche der Internet-Händler Amazon.de seinen Vorbesteller-Preis für die Wii U nannte, geriet die Gaming-Szene in helle Aufregung. 399 Euro für eine Nintendo-Konsole? Das hatte es ja noch nie gegeben! Klar war, dass dies nicht der endgültige Preis der Konsole sein würde, doch auch Wochen nach der E3 ist die Branche keinen Schritt weiter gekommen in der wichtigen Frage, was die Wii U letztlich kosten wird. Nun meldet sich Nintendo-Firmenchef Satoru Iwata zu Wort!
Nachdem bereits Reggie Fils-Aime beschwichtigende Worte zum Wii U-Preis gefunden hatte ist nun Nintendo-Ober-Guru Iwata höchstpersönlich zu einem Statement bereit. In der japanischen Tagespresse versprach er “einen vernünftigen Preis” für die neue Heimkonsole.
Das war eigentlich auch schon die ganze Meldung. Allerdings ist wie immer das wichtig, was zwischen den Zeilen steht.
Mit einem “vernünftigen Preis” dürfte wohl vor allem “vernünftig für die Kunden” gemeint sein. Analysten haben jüngst die Produktionskosten einer Wii U zusammenaddiert und errechnet, dass wenn Nintendo die Wii U zu einem Preis von 30.000 Yen (derzeit rund knapp 300 Euro) anbieten würde, die Konsole zumindest kostendeckend verkauft werden würde.
Ein Absatzfiasko wie beim Start des 3DS wird Nintendo in jedem Fall versuchen zu verhindern. Nintendos 3D-Handheld war schwer in die Gänge gekommen, weil die Kunden das Gerät als “zu teuer” links liegen ließen. Einen Wii U-Preis oberhalb der psychologisch so wichtigen 300 Euro-Grenze würde wohl die Kundschaft zumindest in Europa erneut verprellen.
Allerdings gehen Analysten auch davon aus, dass Nintendo zu seiner Nicht-Subventions-Politik kehren wird, bei der Konsolen nicht mit Verlust in den Markt gedrückt werden. Die Zeichen, dass Wii U bei einem Kostenpunkt von rund 300 Euro starten wird, verdichten sich.