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Nintendo – Standort Großostheim wird dicht gemacht

von am 7. Juni 2014
 

Lesezeit: 2 MinutenDie Electronic Entertainment Expo 2014 hat noch nicht einmal begonnen und doch weiß Nintendo schon zu überraschen. Jedoch nicht im positiven Sinne, denn wie das Unternehmen bekannt gab, wird der deutsche Standort im bayerischen Großostheim mit dem in Frankfurt am Main zusammengelegt. Im Zuge dieses Schrittes wird die Zweigstelle in Großostheim geschlossen und 130 Posten abgebaut. Nintendo verspricht, diese Maßnahme sozialverträglich umzusetzen.

Der Standort in Großostheim, der bis zuletzt die Europazentrale von Nintendo war, wird diese Rolle an den Standort in Frankfurt am Main abtreten. Die Büros und Lager in werden, in Zuge der Zusammenlegung der beiden Standorte, geschlossen und 130 Posten abgebaut. Nintendo verspricht den Betroffenen eine sozialverträgliche Umsetzung dieser Maßnahmen. Auch die bayerische Politik sieht die Wichtigkeit in einer Umsetzung, die für alle Parteien zufriedenstellend ist.

In einem Interview mit der Primavera24 äußerte sich der bayerische Landtagsabgeordnete und Staatsminister Prof. Dr. Winfried Bausback bestürzt: “Die angekündigte Schließung der Nintendo-Niederlassung ist ein Schock für Großostheim und die gesamte Region! Sie trifft uns völlig unvorbereitet. Ich habe deshalb umgehend Kontakt mit dem Geschäftsführer von Nintendo Deutschland aufgenommen und unseren Ministerpräsidenten Horst Seehofer sowie meine Kollegin Ilse Aigner um Unterstützung gebeten. Mit dem Großostheimer Bürgermeister Herbert Jakob und Landrat Dr. Ulrich Reuter stehe ich ebenfalls in engem Austausch.”

Bausbeck plant sich mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen, um eine Lösung zu finden, die allen Betroffenen zusagt. Auch Nintendo hat sich zur Schließung in einer offiziellen Pressemitteilung geäußert und sieht die Unterstützung als wichtig an.

“Nintendo of Europe hat einen Konsultationsprozess bezüglich mehrerer Änderungen seiner Organisationsstruktur begonnen. Langfristiges Ziel dieser Änderungen ist, dass sie dem Unternehmen ermöglichen sollen, sich besser an einen sich sehr schnell wandelnden Markt anzupassen. Zu diesen Änderungen zählen die Zusammenlegung der beiden Standorte Frankfurt am Main und Großostheim – Frankfurt würde dann die neue Europazentrale des Unternehmens werden -, die Schließung des Lagers und des Bürostandortes Großostheim, sowie das Outsourcing und die Neuorganisation weiterer Funktionsbereiche.

Die Entscheidung, diese Änderungsmaßnahmen in den Konsultationsprozess zu geben, wurde nicht leichtfertig getroffen. Vielmehr liegen ihr umfassende Analysen und gewissenhafte Abwägungen zu Grunde. Leider hätten diese Maßnahmen für einige der Mitarbeiter in Großostheim direkte Konsequenzen, da rund 130 festangestellte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Um die Umsetzung der Maßnahmen sozialverträglich gestalten zu können, werden sich die Unternehmensleitung und der Betriebsrat eng abstimmen. Wichtigstes Ziel der Verhandlungen ist, bei den betroffenen Mitarbeitern so schnell wie möglich für Klarheit zu sorgen und ihnen größtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.”

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