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Mortal Kombat – In Köln gibt es auf die Mütze

von am 20. August 2010
 

Lesezeit: 2 MinutenIch bin mit Mortal Kombat aufgewachsen. Mehr oder weniger (je nachdem, ob Mutti in der Nähe war). Dementsprechend war ich sehr erfreut darüber, dass die NetherRealm Studios zu einer kleinen Präsentation in der Buisness Arena hier auf der gamescom eingeladen hatten. Wird der neunte Teil so schön, wie meine Erinnerungen an einstige Fatalities, oder geht die Serie den Bach runter?

Der neunte Teil orientiert sich an den Wurzeln der Serie aus den frühen 90er. Laut den Entwicklern soll es nicht nur eine Hommage der eigentlichen und originalen Trilogie sein, sondern auch eben jene Teile neu erzählen. Aus diesem Grund wird man viele Schauplätze wieder erkennen und auch die Auswahl der Charaktere wird einen bunten Mix der ersten drei Spiele bieten.

Doch nicht nur geschichtlich geht es “back to the roots”, sondern auch optisch. Klar, MK9 verwendet mit der Unreal 3 Engine zeitgemäße Technik, allerdings geht es gameplaytechnisch zurück in die zweite Dimension. Die Entwickler versprechen dadurch einen schnelleren, flüssigeren Kampfablauf.

Trotz der Besinnung auf die eigentlichen Stärke, bietet Mortal Kombat aber auch Neuerungen: Da wäre zum einen das Super Meter-System, das dafür sorgt, dass Kampf ein wenig mehr Tiefe bekommt. Während man auf dem ersten Level der Anzeige, stärkere Attacken ausführen kann und bei Stufe Zwei Kombos und Attacken des Gegners mit einem “Breaker” unterbreechen und sogar kontern kann, kommen bei komplett aufgepowerter Leiste die sogenannten X-Ray-Moves zum Einsatz. Und die haben es in sich.

Führt man so eine Aktion aus (jeder Kämpfer hat natürlich seine eigenen X-Ray Moves), steckt der Gegner harte Attacken ein. Um das zu verdeutlichen, sieht man in den Körper hinein und schaut zu, wie Knochen brechen und Innereien komplett zerstört werden. Autsch!

Aber auch sonst ist das Beat ’em Up nicht zimperlich. Das Blut spritzt nur so durch die Gegend (und wird sogar physikalisch korrekt berechnet!), sondern auch den Kämpfern sieht man eine Auseinandersetzung spätestens in der zweiten Runde deutlich an. Wunden, Verbrennungen und zerissene Klamotten zieren den Körper während der Prügelei.

Fatalities dürfen natürlich auch nicht fehlen. Und dieses Mal sind sie fieser denn je! Jeder Charakter hat zwei individuelle Fatalities zur Auswahl. Darüber hinaus gibt es auch bestimmte Stage-Fatalities: So kann man in “The Pit” seinen Gegner wieder gepflegt von der Brücke schlagen und in die Stacheln befördern…

Premiere feiert der Tag Team-Modus: Ähnlich wie bei Tekken Tag Tournement treten hier Teams bestehend aus zwei Charakteren gegeneinander an. Man hat die Möglichkeit, jederzeit mit dem Partner zu tauschen. Aber das geht nicht nur einfach so, man kann die Einwechslung mit einer Attacke verbinden und so Combos am Leben halten. Außerdem gibt es auch sogenannten “Tag Swap-Assists”: Dann kommt der/die Kollege/in rein, führt eine Attacke aus und verschwindet wieder. Perfekt um noch unberechenbarer zu werden und Combos zu verknüpfen.

Alles in allem macht das neue Mortal Kombat bis dato einen tollen Eindruck. Definitiv nichts für Kinderhände, verspricht das Spiel nicht nur taktisch und actionreich zu werden, sondern auch an die gloreichen Zeiten anknüpfen zu können. Erscheinen wird das Spiel für die PS3 und der Xbox 360 im Frühling 2011. Bleibt nur die Frage offen, ob das auch für Deutschland gilt…

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