Lesezeit: 3 MinutenStellt euch ein Jump’n’Run der alten Schule vor, mit einer Spielwelt, die aussieht wie die Papercut-Sequenzen von Monty Pythons Flying Circus. Und eure Spielfigur ist wie eine Mischung aus Wall-E und Schlupp aus der Augsburger Puppenkiste. Dann habt ihr unser heutiges Download Must-Have für die Wii: Robox.
Robox handelt von einem kleinen Weltraum-Erforschungsroboter, der auf dem Planeten nc85 in der Galaxis Alpha Centauri ziemlich unsanft “landet”. Dort soll er das Verschwinden einiger Sonden untersuchen und Informationen über den eigentümlichen Planeten sammeln. Natürlich schlüpft der Spieler in die Haut des kleinen Blechkameraden, der durch seine etwas ruppige Landung nicht nur ziemlich zerknautscht aussieht, sondern ist auch ordentlich beschädigt und vieler seiner Fähigkeiten beraubt. Denn eigentlich ist der kleine Roboter ziemlich mächtig.
Nach unserem Absturz in der ausserirdischen Fremde, können wir nur leidlich hüpfen, was in einem Jump’n’Run sicherlich nicht besonders ratsam ist. Also ab in den Abenteuer-Modus und nc85 erkunden. Dieser Planet ist irrsinnig schön, bizarr und gefährlich zugleich. Was anfangs wirkt wie ein Sammelsurium von Schnecken, Gräsern, Fluginsekten, Felsen, Plizen, Sporen und gallertartigen Getümen und Ungetümen, entpuppt sich ziemlich bald als sehr gefährliches Terrain.
Stolperfallen, Abstürzen und jede Menge Viehzeug, dass euch recht bald die Batterie aussaugen wird. Dazu kommen unzählige Lösungswege der einzelnen – handgezeichneten – Stages, die auch ziemlich lang sind. Hier und da finden sich Rücksetzpunkte, die dem Spieler kurze Verschnaufpausen verschaffen.
In kleinen Intermezzi können auf der Planeten-Oberfläche gefundene Bernsteine im Innenleben des Roboters neue mikroskopische Wesen hervorbringen. Mithilfe dieser entdecken wir bereits gespeicherte Informationen wieder und können beschädigte Systeme, wie zum Beispiel die Waffensysteme, reaktivieren.
Dadurch wird unser Roboter zwar kräftiger und bekommt immer mehr Fähigkeiten, aber die sind auch bitter nötig. Denn Robox zeichnet sich neben seinem Grafikstil und dem “Innen/Aussen”-Wechsel vor allem durch seinen knackigen Schwierigkeitsgrad aus. Die spanische Spieleschmiede DreamBox Games hat dafür auch jede Menge Prügel eingesteckt. Denn der kleine Roboter steuert sich ziemlich behäbig und unstylisch. Eben wie früher.
Man springt und schwebt wieder zu Boden. Die Höhe des Sprungs lässt sich schwieriger kontrollieren, als man es von anderen Genre-Vertretern gewohnt ist. Es ist kein blitzschnelles Gameplay, wie bei Super Meat Boy oder I Wanna Be The Guy. Hier geht es um hakeliges Timing, langsame Sprünge und langsames herabsinken. Damit verbunden ist ein gewisser Frustfaktor, den ich nicht abstreiten kann. Aber sieht man darüber hinweg, bekommt man ein schönes, schräges, schwieriges und fesselndes Spiel.
Warum ihr euch Robox herunter laden solltet:
Weil gute Jump’n’Run-Kost selbst auf der Wii eher die Ausnahme ist. Robox ist mit seinem grafischen Stil eine Augenweide und die herrlich unaufgeregte Atmosphäre tut ihr Übriges dazu, dass man auf Planet nc85 wie gefesselt ist. Die Innenleben-Spielesequenzen sind knifflig, puzzelig und witzig gemacht. Für Wii-Besitzer mit einem Hang zu sauschweren Plattformern ist dieses Spiel ein Muss.
| Name des Spiels | Robox |
| Erhältlich für: | Wii via WiiWare |
| Kosten | 1000 Wii-Points |
| Entwickelt von: | DreamBox Games |
Mykel Jay
Daniel "Mykel Jay" Schäfer hatte 2009 nach dem TV-Aus von GIGA mit ehemaligen Kollegen IKYG gegründet. Nun ist er quasi der letzte Mohikaner der Gründer und leitet die Redaktion. Neben der Schlussredaktion, der Organisation, der Video- und Webproduktion verantwortet Daniel auch Marketing und PR. Neben dem Zocken, kocht er wahnsinnig gerne (www.brotebrotebrote.de), macht häufig am Rechner die Nacht zum Tage und träumt von einem kleinen Häuschen auf Lanzarote.Du musst eingeloggt sein zum kommentieren
![Download Must-Have #31 – Robox [Wii]](https://www.iknowyourgame.de/wp-content/uploads/2010/12/robox-logo.jpg)













