In welche Rollen sind wir als Videospieler nicht schon alles hineingeschlüpft? Zauberer, Muskelprotze, Meuchelmörder, Rennfahrer, Agenten, Geisterjäger, kugelnde Bälle, Schleimklumpen… Aber war schon mal jemand eine schwappende Wasserpfütze? Ist eigentlich auch egal, denn ihr solltet, sofern ihr eine Wii besitzt, unserem heutigen Download Must-Have Hydroventure auf jeden Fall Mal ein paar Minuten eurer Zeit widmen.
Denn, wie schon gesagt, schlüpft ihr in Hydroventure in die Rolle einer Wasserpfütze. Das magische Buch “Aquaticus”, einer der letzten mit Zauberkräften ausgestatteten Wälzer der Welt, wird von fiesem Schleim heimgesucht. Dieser schwarze Glibber, auch “die Bedrängnis” genannt, verklebt die Seiten des Buches und beraubt es seiner magischen Fähigkeiten. Nur noch ein einziges von vier Kapiteln lässt sich überhaupt noch lesen. Alle anderen sind zu sehr beschmiert.
Die magische Macht von Aquaticus ist in Regenbogen-Wassertropfen gebündelt, die sicherheitshalber in den Kapiteln und Seiten versteckt und versiegelt wurden. Sie gilt es aufzufinden und freizusetzen. Doch wie stellt man das, als Wasserlache? Zunächst mal sei gesagt, dass wir nicht das Wasser selbst steuern, sondern mit Hilfe der Wii-Remote die Welt um uns herum kippen. Entweder nach links oder eben nach rechts. Dabei fließen und schwappen wir durch Tunnel- und Röhrensysteme, werden von Pumpen oder Wasserrädern durch die Gegend befördert und verändern auch gerne mal unseren Aggregatzustand.
So pladdern wir nicht einfach nur durch die Landschaft, sondern können uns auch “verdichten”, sodass wir mehr als gelartige Substanz herumflutschen oder wir gefrieren, um fortan als Eisblock durch die Gegend zu rutschen. Gerne auch mal als Wasserdampf. Dank einer hervorragenden Physikengine werden alle Hindernisse – und derer gibt es enorm viele – und Feinde aus dem Weg spülen. In Eisform kann man sich zum Beispiel an Oberflächen und Plattformen festhalten, als Dampf zu höheren Ebenen fliegen, nur um im richtigen Augenblick herunter zu regnen und wieder als pures Wasser in Aktion zu treten. Oder wie wäre es mal mit einer kleinen Nebenrolle als Mini-Gewitter? Einfach im gasförmigen Zustand in eine Wolke verwandeln und Gegner oder elektrische Geräte unter Strom setzen.
Gegner können unter anderem der fiese Feuerschleim oder flatternde Teerbrocken sein. Hindernisse sind da vielfältiger. Es gibt Sammelbecken mit Wasserpumpen, die unseren Fortschritt sabotieren, in dem sie uns einfach wieder ein Stück des Weges zurück pumpen. Oder es gibt Säurebecken, die natürlich auch auf Wasser eine verheerende Wirkung haben. Oder Klappen, Kippschalter, Wasserräder und ähnliches, die es zu überwinden, umzulegen oder aktivieren gilt.
Ihr spürt schon wohin die Reise geht: Hydroventure ist ein Geschicklichkeitsspiel, das seinen Namen verdient. Dabei gibt es unzählige Aufgaben zu erledigen und Rätsel zu lösen, um die weggesperrten Regenbogenwassertropfen zu sammeln. Neben denen – die euch übrigens immer neue Bereiche entdecken lassen – gibt es auch noch Regenbogenpflanzen, die an unwegsamen Stellen der 2D-Labyrinthe auf rettendes kühles Nass warten. Entdeckt man innerhalb eines Kapitels sämtliche zu rettenden Pflänzchen und wässert sie ausreichend, bekommt man einen versteckten Bonus Regenbogentropfen.
Darüber hinaus können abenteuerlustige und neugierige Schatzsucher auch noch goldene Puzzleteile suchen und finden. Wer sie schlussendlich alle (in dem Fall bitte nicht wörtlich nehmen) beisammen hat, bekommt ein Bonusspiel serviert, indem der Spieler die besonderen Fähigkeiten des Wassers trainieren und ausüben kann.
Da das erste Kapitel bereits aus 29 Bereichen besteht, die es zu erforschen gilt und der Logik-Schwierigkeitsgrad langsam, aber stetig steigt ist für jede Menge Langzeitmotivation gesorgt. Ich verrate an dieser Stelle einfach mal, dass es mehr als 80 Regenbogentropfen gibt. Die vier Kapitel unterteilen sich in Berg, Stadt, Tempel und Meer, wodurch sie natürlich auch immer neue Umgebungen und neue Schwierigkeiten mit sich bringen.
Warum ihr euch Hydroventure herunterladen solltet?
Weil dieses Spiel richtig viel Spaß macht. Die ersten Regenbogentropfen erobert man noch recht einfach. Dann aber zieht das Spiel an und bietet für einen Download-Titel ein erstaunliches Arsenal auf, um den Spieler möglichst lange, aber dennoch kurzweilig, zu beschäftigen. Hat man den Bogen einmal raus, läuft das Spiel wie geschmiert und die Spielstunden fließen nur so dahin. Der Rätsel- und Knobelfaktor triumphiert hier über simples Rumgezappel und Non-Stop-Action. Ohne die nötige Portion Hirnschmalz, wird man schnell an seine Grenzen stoßen, unfair wird das Spiel aber nie. Und sollte man doch mal das digitale Zeitliche gesegnet haben, lässt sich auch ganz bequem der Teleporter benutzen, um schnell wieder “on the road” zu sein. Und ganz nebenbei bemerkt… So viel Spiel, bekommt man selten für so wenig Geld. Man muss allerdings ein Freund von Geschicklichkeitsspielen sein.
| Name des Spiels | Hydroventure |
| Erhältlich für: | Wii via WiiWare |
| Kosten | 1.200 Nintendo Points (ca. 12 Euro) |
| Entwickelt von: | Curve Studios |
Und hier noch ein Trailer für alle, die sich nichts unter Hydroventure (in den USA heisst das Spiel Fluidity) vorstellen können oder die Blut geleckt haben:















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In der Tat. Naja, dass nicht alles bekannt gegeben wird, war klar. Aber ein paar mehr der angeblich über 15 exklusiven Titel hätten sie schon zeigen können…
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das ging ja aml abrupt zu ende…
Ghosts… es geht weiter in 19 tagen..
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Falls euer Stream ruckelt: http://www.gametrailers.com/netstorage/xboxcountdown/live.html
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