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Horizon Zero Dawn – Willkommen in der Neo-Steinzeit

Seit der Ankündigung von Guerrilla Games neuestem Streich Horizon Zero Dawn warteten die Fans gespannt auf die Veröffentlichung. Wird der Titel so gut, wie er aussieht? Worum geht es überhaupt? Und wird es auch möglich sein die Metaldinos zu reiten? Nach einer ausgiebigen Zeit in der Welt von Horizon Zero Dawn haben wir Antworten auf alle diese Fragen und noch mehr.

Das Spiel beginnt mit einer verpönten Taufzeremonie eines ausgestoßenen Kindes. Aloy ist der Name des Mädchens, das in der Obhut des ebenfalls ausgestoßenen Rost lebt. Abgeschottet von den anderen Stammesmitgliedern fristen die beiden ihr eigenes Leben. Als Aloy schließlich Kontakt mit den anderen aufnehmen will, erfährt sie die triste Wahrheit, dass niemand etwas mit ihr zu tun haben will. Frustriert rennt sie weg und stürzt plötzlich kopfüber in eine mysteriöse Ruine. Spätestens ab diesem Moment wird klar, dass Horizon Zero Dawn nicht etwa in der grauen Vergangenheit spielt, sondern in der fernen Zukunft. Überall in der Ruine finden sich nämlich Computer, Schreibtische und andere Überbleibsel aus einer längst vergangenen Zeit.

Knapp zehn Jahre später will sich Aloy einer Prüfung stellen, dessen Bestehen ihr nicht nur erlaubt ein vollwertiges Stammesmitglied zu werden, sondern wenn sie die Beste ihrer Gruppe ist, einen Wunsch gewährt. Leider kommt während der Prüfung alles anders, sodass Aloy verletzt wird. Als sie aufwacht, wird ihr nicht nur ein Teil der Wahrheit über ihre Mutter erzählt, sondern auch die Möglichkeit gewährt als “Suchende” das Dorf zu verlassen, um die Wahrheit hinter all den mysteriösen Dingen zu erklären. Es beginnt eine Odyssee durch eine wunderschöne, aber auch brandgefährliche Welt.

Die Gefahren in der Welt von Morgen

Die Welt von Horizon Zero Dawn wirkt auf den ersten Blick wie eine sehr altertümliche Welt. Die verschiedenen Kulturen leben in Dörfern oder antiken Städten, sind auf die Jagd angewiesen und glauben allem voran an verschiedene Gottheiten. Gleichzeitig wird diese Welt aber von sich selbstversorgenden Maschinen bewohnt, die in tierähnlichen Formen daherkommen. Die Menschen leben neben den Maschinen, jagen diese für ihre kostbaren Teile und behandeln sie auch mit Respekt. Das auch zurecht, denn mit den Maschinen ist nicht zu spaßen. Aus verschiedenen Teilen bestehend, können diese Jäger Feuer spucken, mit Eisangriffen nerven oder sogar Stromschläge verteilen. Ein unbedachter Angriff endet daher meistens in einem frühzeitigen Tod. Zum Glück besitzt Aloy aber ein umfangreiches Arsenal, mit dem sie schnell die Oberhand gewinnen kann. Beispielsweise könnt ihr Gegner festbinden, sie mit Fallen lähmen oder mit bestimmten Pfeilen ihre einzelnen Komponenten herunterschießen. Und wenn das immer noch nicht genügt, dann gibt es immer noch die Flucht und das Verstecken im hohen Gras. Das funktioniert gleichermaßen bei Maschinen, wie auch bei Menschen.

Immerhin sind auch andere Menschen eine Gefahr für Aloy. Egal ob Banditen, irgendwelche Kultanhänger oder feindliche Stämme, Gegner gibt, es wie Sand am Meer. Und je nach Art des Feindes bedienen sich diese auch fiesen Techniken. Beispielsweise benutzen sie Flammenwerfer oder irgendwelche Waffen, die an Maschinengewehre erinnern. Aber selbst das ist noch harmlos im Vergleich zu den korrumpierten Maschinen. Durch eine bestimmte Technik ist es nämlich möglich Maschinen zu überschreiben und sie zu “Sklaven” zu machen. Diese korrumpierten Maschinen sind nicht nur bösartig, sondern auch stärker und sondern eine Art Säure ab, die schädlich ist. Obwohl Aloy auch die Fähigkeit erlernt Maschinen zu überschreiben, ist es nicht möglich, diese bereits feindlichen Maschinen wieder gutartig zu machen. Allerdings ist es dafür möglich einen spektakulären Kampf zwischen zwei Maschinen zu erzeugen. Immerhin könnt ihr euch ebenfalls eine Maschine suchen und diese als Unterstützung in den Kampf schicken.

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Ablenkung, Sammelwahn und Training

Wie jedes gute Open-World-Spiel gibt es auch in Horizon Zero Dawn so vieles abseits der Hauptgeschichte zu machen, das ihr schnell die Zeit vergessen werdet. Ich hab beispielsweise einen Großteil der Spielzeit damit verbracht, die Weltkarte aufzudecken, Collectibles zu sammeln oder irgendwelche Nebenquests zu machen. Besonders die Sidestorys geben euch einen tieferen Einblick in die Welt und wie sie aufgebaut ist. Die sammelbaren Objekte hingegen geben euch einen Eindruck, wie die Welt früher war. So könnt ihr euch nach und nach ein Bild zusammenpuzzeln, das erklärt wie die aktuelle Situation zustande kam. Aber natürlich ist das noch nicht alles.

Aloy kann eine große Bandbreite an verschiedenen Skills erlernen, die sie für jede Situation wappnen. Doch bevor sie neue Fähigkeiten erlernen kann, muss sie natürlich zunächst im Level aufsteigen. Die nötigen Erfahrungspunkte lassen sich am Schnellsten durch die genannten Nebenmissionen erlangen, aber auch durch den Kampf gegen Mensch oder Maschine. Aber nicht nur Aloy selbst, sondern auch ihre Ausrüstung lässt sich verbessern. Bei verschiedenen Händlern im Land könnt ihr neue Rüstungen oder Waffen kaufen, die euch beispielsweise eine höhere Tarnung ermöglichen oder Schutz gegen Elementarangriffe. Zusätzlich könnt ihr eure Ausrüstung mit gefundenen Modifikationen aufrüsten, um diese noch weiter zu verbessern. So werdet ihr nach und nach zu einer immer größeren Gefahr für die Maschinen.

Die makellose Schönheit der Neu-Vergangenheit

Etwas, das mich bei Horizon Zero Dawn schnell umgehauen hat, war die Schönheit des Spiels. Die Welt ist so detailliert gestaltet und die Charaktere sehen so unglaublich gut aus, dass ich stellenweise einfach nur den Controller weggelegt hab. Durch den zusätzlichen Fotomodus konnte ich noch mehr aus den ohnehin schon schönen Szenerien herausholen, wie ihr auch bei den Screenshots sehen könnt, die alle aus meinem Spiel stammen. Aber auch eine makellos anmutende Schönheit hat auf dem zweiten Blick ein paar Mankos. So fällt besonders in Gesprächen mit Charakteren auf, wie sich die Haare manchmal unnatürlich bewegen oder die Gesichtsanimationen etwas komisch sind. Doch abseits davon sieht das Spiel umwerfend aus. Mit meiner PS4 Pro konnte ich noch etwas mehr aus dem Spiel rausholen, auch wenn ich nicht im Besitz eines entsprechenden Fernsehers bin. Dazu kommt dann noch der umwerfende Soundtrack, von dem ich gar nicht genug bekommen kann. Mit dem Wissen, dass Death Stranding von Kojima Productions ebenfalls auf dieser Engine laufen wird, kann ich es jetzt schon kaum erwarten den Titel zu spielen.

Aber nicht nur grafisch macht die Welt von Horizon Zero Dawn viel her, auch von ihrem Gefühl her. Während ihr durch die Natur streift, stoßt ihr immer wieder auf Überbleibsel aus der Vergangenheit. Egal, ob Häuser, Fahrzeuge oder andere Dinge. Es weckt das Interesse und ihr wollt unweigerlich wissen, was passiert ist. Dazu erinnert genau das an andere postapokalyptische Titel, wie The Last of Us oder Enslaved: Odyssey to the West. Zwei Titel, die ich gerade auch wegen ihrer interessanten Welt verschlungen habe.

Horizon Zero Dawn – Das neue must-play für PS4-Besitzer

Obwohl meine Spielzeit schon weit mehr als zehn Stunden beträgt, bin ich noch weit vom Ende der rund 20-stündigen Story entfernt. Und darüber bin ich froh, denn ich will Aloy und die Welt nicht verlassen. Horizon Zero Dawn ist ein Spiel, das fesselt und das Spaß macht. Ihr fiebert mit der Geschichte rund um Aloy und der Welt mit und wollt selber wissen, was hinter den ganzen Dingen steckt. Gleichzeitig wollt ihr aber auch einfach nur auf einer Maschine durch die Natur reiten und sie in euch aufnehmen. Aber bevor ihr euch verseht, steckt ihr schon im Kampf mit Banditen, um ihr Camp einzunehmen. Es ist ein ewiger Spielplatz, der mehr zu bieten hat, als so mancher Titel der letzten Zeit. Ich bin begeistert und kann das Spiel nur allen PS4-Besitzern ans Herz legen, denn wer Horizon Zero Dawn verpasst, verpasst einen der besten Titel des Jahres 2017.

Horizon Zero Dawn-Fazit

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Über Roxasu

André "Roxasu" Nobielski ist seit 2011 fester Bestandteil des IKYG-Inventars. Zu seinen Aufgaben zählen zig Dinge, wie der Mobbing-, Doodle- oder Beauftragten-Beauftragter zu sein oder als Stellvertretender Chefredakteur den Cheffe zu unterstützen. Außerdem ist er für die Comics der Woche und Flashgames der Woche verantwortlich. In seiner Freizeit versucht er meistens japanische Dinge zu verstehen oder sein Schlafkonto aufzufüllen.

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