Lesezeit: 2 MinutenNeil Druckmann sollte vielen in der Videospielbranche ein Begriff sein. Als Creative Director wurde er mit der Uncharted-Reihe weltberühmt. Weniger bekannt ist er für seine Comics. Doch dies könnte sich mit dem Prequel zum erfolgreichen Adventure-Game The Last of Us nun ändern. Erzählt wird darin die Geschichte der 13-jährigen Ellie und ihrem Überlebenskampf in einer Welt voller zombieartiger Kreaturen.
Zusammen mit Faith Erin Hicks (Comiczeichnerin und berühmt für die Reihe Demonology 101) und Rachelle Rosenberg (Illustratorin und Comiczeichnerin) brachte Druckmann bereits am 3. April 2013 – also knapp zwei Monate vor Erscheinen des Spiels – den ersten Band der Comicbuchreihe rund um die postapokalyptische Welt von The Last of Us heraus. Der Comic setzt circa ein Jahr vor der Handlung des Videospiels an und erzählt die Geschichte von Ellie – Protagonistin des Spiels – und Riley, eine Jugendliche, die Ellie in der Schule kennenlernt. Wie bereits im Spiel, wird auch hier eine düstere Welt skizziert, die vom Militär und der Angst vor den Klickern – eine Art Zombiemutation – beherrscht wird.
Die Handlung beginnt damit, dass das knapp 13-Jahre alte Waisenkind Ellie in eine Militärschule gebracht wird, in der sie zum Kampf gegen die Klicker ausgebildet werden soll. Dort trifft sie auf das rebellische Mädchen Riley, welches mit ihren fast 16-Jahren zur Soldatin werden soll. Schnell entbrennt eine Diskussion darüber, ob die Mädchen überhaupt eine andere Wahl haben als Soldatinnen zu werden um zu überleben. Ist ihr Leben wirklich vorherbestimmt oder können sie aus dem System ausbrechen und wenn ja, wohin? Zu den Fireflies, der Rebellengruppe, die gegen das Militär angeht? Oder könnten die beiden Mädchen auch alleine überleben? Doch bei einer ihrer ersten Kämpfe gegen einen Infizierten wird den beiden schnell bewusst, dass sie für die Welt da draußen vielleicht nicht bereit sind …
Die Reihe besteht bisher aus vier Büchern und wer das Spiel kennt weiß, dass sie damit enden wird, dass Ellie infiziert wird. Leider wird man auch, wenn man das Spiel bereits kennt, etwas von den Comics enttäuscht. Während das Spiel eine sehr natürliche, beinah schon hyperrealistische, Grafik besitzt, wirkt der Comic eher grob. Der ganze Stil ist irgendwie kantig und hat mit dem Spiel wenig gemein. Ellie erkennt man eher durch ihren grünen Parka, als das die Figuren wirklich viel Ähnlichkeit miteinander hätten. Auch die Hintergründe haben wenig mit den weitläufigen Landschaften des Spiels zu tun. Dies mag mit der Grundbeschaffenheit von amerikanischen Comics zu tun haben, hätte jedoch deutlich besser umgesetzt werden können.
Auch die Handlung ist eher schwach. Sie hält sich eher damit auf, dass Ellie in Träumereien über die Vergangenheit schwelgt, als das wirklich erzählt wird, warum die Figuren in der Militärschule sind und was mit ihren Eltern geschehen ist. Dinge, die man schließlich wissen möchte. Für Fans des Games, die gerne mehr über Ellie erfahren möchten, ist der Comic einigermaßen empfehlenswert, da er schließlich erklärt was genau mit Ellie passiert ist, bevor sie Joel traf. Schließlich wird genau dies im Videospiel eher angeschnitten. Wer den Comic für sich alleinstehend liest, wird vermutlich nur die Hälfte verstehen, da die Infizierten – aka. Zombies – ohne weitere Erklärung plötzlich auftauchen, wieder verschwinden und den Leser verwirrt zurück lassen.
Wer einen Blick in den Comic werfen und/oder ihn kaufen möchte, der kann das natürlich in unserem IKYG-Shop oder auf Amazon.de tun. Wir empfehlen die englische Fassung.









Klingt ja doch nicht so gut, wie ich es mir erhofft hatte…Wollte mir den Comic eigentlich zulegen, aber das lässt mich dann doch eher zweifeln.