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Lesezeichen – Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 bis 2009

von am 25. Februar 2011
 

Lesezeit: 2 MinutenIn unserer Rubrik “Lesezeichen” präsentieren wir euch Bücher – ihr wisst schon, diese analogen Papierberge mit ganz viel Text und ohne eingebettete Videos – die direkt mit der Welt der bits, Bytes, Pixel und Polygonen verknüpft sind. Und die darüber hinaus unserer Meinung nach absolut lesenwert sind. Dieses Mal präsentieren wir euch keinen Roman, sondern eine Art Lexikon. Der Name des Buches: Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 – 2009.

Der Ursprung

Dabei beginnt die Wunderwelt der Videospiele sogar noch ein kleines bißchen früher, wie wir direkt im Kapitel “Die Geburt der elektronischen Spiele” feststellen können. Dort nämlich erfahren die Lesenden vom weitestgehend unbekannten Ur-Vater der Videospiele, dem Physiker Willy Higinbotham. Der arbeitete 1959 im Radar- und Atomforschungslabor des “Brookhaven National Laboratory” und bastelte für einen “Tag der offenen Tür” einige Oszillographen so um, dass Besucher an ihnen eine – wenn auch primitive – Art Tennisspiel spielen konnten. Das widerum gelang, indem sie mit zwei Reglern einen Punkt (der Ball) über eine aufgemalte Linie (das Netz) bewegten. Dieser Urahn wurde nie zum Patent angemeldet und kam nie aus Brookhaven heraus.

Das Buch erzählt nun den weiteren Werdegang der Videospiele, über den ersten Spiel-Computer, den PDP-1, vorbei an den ersten Spielautomaten Computer Space und Pong hin zur ersten echten Videospiel-Konsole der Magnavox Odyssey aus dem Jahre 1972.

Das Buch

Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 bis 2009 präsentiert auf seinen 240 Seiten chronologisch rund 500 Geräte aus 37 Jahren Gaming-Historie. Die Geräte werden dabei ausführlich vorgestellt: mit jeder Menge Bildern, Fließtexten zur Entstehung, Bedeutung, den wichtigsten technischen Errungenschaften jedes Gerätes, den bedeutendsten Spielen und natürlich dem wirtschaftlichen Erfolg.

Schnell zu begreifende Info-Boxen zeigen dem Leser auf einen Blick, wie oft sich das jeweilige Gerät verkaufte, wie viele verschiedene Spiele es gab und bis wann die Konsolen weiterentwickelt wurden.

Das Buch ist angefüllt mit Kapiteln und Fotos zu den prominentesten japanischen Computer-Herstellern von Fujitsu, NEC und Sharp, europäischen Exoten (Oric-1, Enterprise & Co.) und vergessenen Konsolen der 8-Bit-Ära (Creativision, Adventurevision, Hanimex). Neben den Technologien der DVD-Frühzeit (z.B. Nuon) enthält Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 bis 2009 alle Informationen zur jüngsten Hardware-Generation, zur Xbox 360, der PlayStation 3 und der Wii, aber auch zum iPhone und dem Nintendo DSi.

Eine gutsortierte Flut an Informationen

80 durchgehend farbige Kapitel beschreiben die wichtigsten amerikanischen, japanischen und europäischen Hardware-Familien von damals bis heute. Dazu Fakten und Zahlen in Info-Kästen, sowie ausführliche Beschreibungen aller Nachfolger und Varianten. Eine Reise durch die Videospiel-Epochen: von der 4-Bit-Urzeit bis in die Blu-Ray- und Breitband-Zukunft. Anhänge vergleichen die technischen Daten, verraten Hersteller, Erscheinungsjahr und sogar den Gebrauchtwert.

Durch die Vielzahl an Informationen mag man sich zunächst von diesem Nachschlagewerk ein wenig erschlagen vorkommen. Jedoch sind es gerade die vielen Details, die den interessierten Leser vom bloßen “ich-will-nur-mal-eben-was-wegen-des-Atari-2600-nachgucken” hin zum begeisterten Schmökern verleiten.

Fazit

Dem Autoren Winnie Forster und seinem Team ist es gelungen ein nicht nur informatives, sondern auch unterhaltsames Buch über die Geschichte unseres Lieblingshobbies zu verfassen; angefüllt mit technischen Details. Darüber hinaus vermittelt es auch ein Gefühl dafür, wie eng verknüpft die Schicksale früher Spielhardwarehersteller waren und welchen Platz Personen wie Ralph Baer, Nolan Bushnell, Shigeru Miyamoto und Jack Tramiel auf die Anfänge der Branche hatten.

Das Buch Spielkonsolen und Heimcomputer 1972 bis 2009 gibt es im Shop des Gameplan Verlags für 29,80 Euro. Oder bei Amazon über den folgenden Link:

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