Lesezeit: 2 MinutenDer Archäologe und Meisterdetektiv Professor Layton und seine Begleiter lösen nun auch Fälle auf dem Papier und das in Mangaform! Mit Gags, Geheimnissen und Rätseln versuchen der englische Gentleman und seine Freunde den Leser in den Bann zu ziehen. Geben Schweine, Zylinder und Don Paolo genug Anlass zum Grübeln oder wird dem Leser jenseits des Teenager-Alters zum Augenrollen zu mute?
Im ersten Band der Layton-Reihe wird schnell klar, dass man zwischen den schmalen 152 Seiten nicht die große verzweigte Handlung finden wird. Schon nach den ersten Seiten malt sich der alberne und flache Humor ab, der leider nur auf den Geschmack der kleinen Fans hinzielt und die Erwachsenen Leser im Regen stehen lässt. Außer ein oder zwei Schmunzlern bleibt einem also nur noch die Handlung übrig, um die Mangas für Große schmackhaft zu machen. Hier liegt der Hund auch schon begraben, denn im ersten Band ist Spannung rar gesät. Es fehlt also praktisch an allem, so dass der Leser relativ froh ist, dass die 152 Seiten schnell rum sind.
Die Figuren sind die alt bekannten Gesichter der DS-Spiele. Luke, Flora und Don Paolo sind in fast jedem Kapitel mit von der Partie. Luke ist sein Lehrling, der ihm immer mit frischem Rat und Tat zur Seite steht. Flora verehrt unseren englischen Gentleman und ist daher eine schmückende Figur für die Handlung. Zu guter Letzt haben wir noch Don Paolo, der Erzbösewicht des Professors, der leider bei jeder Gelegenheit durch den Kakao gezogen wird. Jeder von Ihnen bringt mit seinem eigenen Charakter ein wenig Bewegung in die Handlung, aber wiklich retten können sie dadurch nichts.
Der Titel lautet ja Professor Layton und seine lustigen Fälle und das ist das irritierende an dem Manga. Denn wer mindestens eines der Spiele gespielt hat, kennt den Professor und seine Helfer anders und vor allem weniger albern. Das Thema, unter dem die Fälle stehen, wurde definitiv durchgezogen, aber jeder, der eine Erweiterung der Spiele in Comic-Form erwartet hat, wird von diesem Band sehr enttäuscht sein. Die Rätsel werden mal hier und da in der Handlung platziert, sie haben jedoch keine Auswirkung auf den Leseverlauf. Ob man also sie also löst oder einfach überblättert hat keine weiteren Folgen für das “Lesevergnügen”. Hand aufs Herz, ich habe keines gelöst. Ich saß ja auch immerzu im Zug, da hat man nicht immer einen Stift in der Hand und der Schaffner bringt einen eh immer aus dem Konzept und die Mitfahrer stinken ab und zu und da kann man sich ja eh nicht konzentrieren. Wenn ich zuhause gewesen wäre, ja dann…! Dann hätte ich sie natürlich alle gelöst. Ausnahmslos.
Der zweite Band Professor Layton und seine lustigen Fälle 2 unterscheidet sich zwar nicht viel vom ersten, jedoch ist der Humor hier besser gelungen und die Charaktere ähneln mehr denen aus den Spielen. Die Erzählstruktur und die Rätsel sind jedoch geblieben und haben sich auch nicht gebessert.
Wer also nicht allzu hohe Anforderungen an den Humor legt, ist mit Professor Laytons buntem Feuerwerk der schlechten Gags bestens bedient. Rätselfreunden würde ich jedoch vom Kauf abraten und die Spiele ans Herz legen. Für günstige 6,50 Euro könnt ihr euch von der miserablen Qualität dieser Mangas überzeugen oder gute Argumente finden, um mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Die Mangas sind beim Tokyopop Verlag direkt, oder aber über Amazon.de für relativ schmales Geld von rund 6,50 Euro zu bekommen.








