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Tempest Rising – Angespielt auf der gamescom 2022

von am 21. September 2022
 

Lesezeit: 3 MinutenIn Zeiten großer Wirtschaftssimulationen, Städtebausimulationen und mehr erscheinen klassische Echtzeit-Strategiespiele wie Warcraft oder Command & Conquer deutlich seltener. Nichtsdestotrotz ist das Genre nicht tot. Ein Beweis dafür ist das auf der gamescom 2022 erstmals vorgestellte Tempest Rising. Wer sich den Trailer und das Gameplay anschaut, fühlt sich vermutlich auf die eine oder andere Weise an Command & Conquer erinnert. Aber ist das wirklich so? Ich bekam auf der Messe das neue RTS Tempest Rising nicht nur gezeigt, sondern durfte es auch anzocken. Wie ist mein erster Eindruck? Findet es hier heraus.

Tempest Rising | Announcement Trailer


Kämpfe um Ressourcenreiche Ranken

Erst einmal etwas zum Setting. Auf einer vom Krieg erschütterten Erde sprießen urplötzlich mysteriöse Ranken aus der Erde. Diese “Tempest Ranken” sind daraufhin für die verschiedenen Fraktionen eine wichtige Ressource. So entbrennt ein neuer Kampf um das heiß begehrte Gut. Auf der gamescom bekam ich einen ersten Blick auf die spielbaren Fraktionen. Die “Global Defence Forces” oder kurz GDF und die “Tempest Dynasty”. Eine dritte noch geheime Fraktion soll im Übrigen auch noch kommen. In klassischer RTS-Maier bauen wir Basen und versuchen den Feind am Abbauen der Tempest-Ranken zu hindern. Das können wir dann in Single- als auch Multiplayer-Schlachten bewerkstelligen. Dazu kommen zwei Kampagnen, die uns als Commander der ersten beiden Fraktionen spielen lassen.


Willkommen zurück Commander!

Nach einer kurzen Einführung ging es dann an die erste Mission der GDF. Wo wir in Command & Conquer-Videosequenzen mit echten Schauspielern hatten, haben wir hier die Unreal Engine 4. Wir bekommen die Lage geschildert und eine Aufgabe zugeteilt. Hier entdecken wir auch schon einen der ersten Aspekte, welche Tempest Rising von anderen Genre-Vertretern abheben soll. Nach der Besprechung sind wir in der Lage, weitere Fragen zu stellen, die uns tiefere Einblicke in unsere bevorstehende Mission bieten.

Dann geht es los. In der ersten Mission sollen wir Erntemaschinen des Feindes zerstören und selbst eine Basis aufbauen. Dafür starten wir mit einem kleinen Einsatzteam von Soldaten. Beim Gameplay bleiben die Entwickler der alten Rezeptur vorerst treu. Die Steuerung geht jedem, der schon einmal ein RTS gespielt hat, leicht von der Hand. Nach und nach werden wir mit neuen Einheiten wie dem Drohnen-Soldaten bekannt gemacht. Dieser hat einen Drohnen-Freund, der sich allerdings auch einzeln steuern lässt.

Tempest Rising gibt Optionen

Relativ schnell stoßen wir auf unsere erste Nebenmission. Diese sind optional, lohnen sich aber alle Male. Da der Feind den Luftraum unter Kontrolle hat, sollen wir in der ersten Mission Luftabwehrstellungen zerstören. Ein paar explodierende Fässer und gegnerische Truppen später erhalten wir durch die Erfüllung der Nebenmission nicht nur zusätzliche Truppen, sondern können später auch noch einen Luftschlag anfordern, der uns sehr gelegen kommt. Hier betonen die Entwickler, dass sich solche Zusatzaufgaben immer lohen und nicht pure Beschäftigungstherapie sein sollen.

Mehr als nur ein Spiegelbild

Weiter vergewissern die Entwickler, dass sich die beiden Fraktionen stark voneinander unterscheiden sollen. Wir haben es hier also nicht mit einem Spiegeln von Einheiten zu tun. So setzt die GDF mehr auf das Zusammenspiel ihrer Einheiten, wohingegen Tempest Dynasty mehr auf günstigere Massenproduktion setzt. Auch im Basenbau merkt man die Unterschiede. Als GDF bauen wir eine klassische Raffinerie neben einem Tempest-Feld und schickt seine Arbeiter dort hin. In unserer Mission treffen wir auf das Tempest Rig des Gegners. Dieses ist eine mobile Raffinerie. Diese ist immer da, wo man es braucht. Man ist Angriffen aber leichter ausgesetzt.


Der neue Star am RTS-Himmel?

Nach dem Hands-on gibt es für mich ein ganz einfaches Fazit. Tempest Rising schafft es, die klassische RTS-Formel modern umzusetzen. Neuerungen wirken natürlich eingebracht und sinnvoll. Darüber hinaus vergewisserten mir die Entwickler das dieses erste Preview auf der gamescom nur ein Vorgeschmack sei. Man wollte auf sich aufmerksam zu machen und alte Fans ins Boot zu holen. Neue Gameplay-Mechaniken, Einheiten und Details, die sich vom klassischen RTS abheben, es aber nicht verdrängen, sind auf dem Weg. Ich bin ziemlich gespannt, was da alles auf uns zukommt und sehe Tempest Rising schon jetzt als neuen persönlichen Star im RTS-Himmel.

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