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Rennspaß mit Makeln – Project CARS 2

von am 4. Oktober 2017
DETAILS
 
Spieldauer

ca. 50 Stunden.

Für Fans von:

Detailgetreuer Rennsport-Simulation

Amazon-Link:

amzn.to/2xBJYm0

Pluspunkte

+ viele Autos, alt wie neu
+ originale Strecken
+ unterschiedlichste Rennserien

Minuspunkte

- Schienenartige KI
- Abkommen der Strecke wird nahezu sofort bestraft
- grafisch hätte etwas mehr für das Rennerlebnis getan werden können

Editor Rating
 
GAMEPLAY
7.0

 
GRAFIK
8.0

 
SINGLEPLAYER
8.0

 
MULTIPLAYER
8.0

 
SOUND
7.0

Gesamt-Wertung
7.0

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User Rating
 
GAMEPLAY
9.0

 
GRAFIK
5.7

 
SINGLEPLAYER
8.1

 
MULTIPLAYER
9.5

 
SOUND
6.7

User-Wertung
2 ratings
7.8

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Zusammenfassung
 

Project CARS 2 strotzt nur so vor Ambition. Die Autos sind mit Ingenieuren zusammen erarbeitet, um jedem seine eigene Physik auf und neben der Strecke zu geben. Auf Strecken der originalen Rennserien müsst ihr euer Können in der Karriere als auch im Onlineranking unter Beweis stellen. Stand jetzt, ist die Herausforderung online größer, denn die KI fährt im Karrieremodus zwar sehr gut, aber steckt auf einer Art Schiene fest, sodass sie Hindernisse nicht umfahren und das gesamte Rennfeld aufhalten. Wer die Strecke verlässt, hat nicht nur mit einer Strafe der Rennleitung zu rechnen, sondern wird sich auch erstmal ordentlich drehen, was leider nicht nur dem Kontrollverlust zu verdanken ist.

 

Nach dem Erfolg von Project CARS im Jahre 2015 war für Entwickler Slightly Mad Studios die Frage nach einem Nachfolger bereits beantwortet. Gute zwei Jahre später steht Project CARS 2 in den Startlöchern. Mit Gegenspielern wie Forza und Gran Turismo, liegt die Messlatte ziemlich hoch. Ob und wie rasant der zweite Teil von 0 auf 100 kommt, lest ihr jetzt.

Simluation auf durchaus hohen Niveau

Project CARS 2 macht von vornherein klar: Wir gehen als knallharte Rennsimulation an den Start. So gibt es im Vergleich zum Vorgänger mehr Strecken, die doppelte Anzahl Autos und damit natürlich auch mehr Rennklassen und Fahrzeugtypen. Besonders hoch schlägt das Herz von Motorsport-Fans beim Anblick all’ der vielen Möglichkeiten zur Einstellung des Wagens. Von Achsübersetzung über Differenzial und Federwegbegrenzer bis hin zur Tankfüllung und Sturzwinkeln der Reifen ist alles dabei, um das Tüfteln am eigenen Wagen so realistisch wie möglich zu machen.
Natürlich habt ihr aber auch einen Ingenieur, der das Auto gemäß der Wetterlage für euch zurechtbastelt.

Mit dem fertigen Wagen geht es ab auf die 46 Strecken, die für unterschiedliche Rennklassen auch verschiedene Layouts haben. Jedoch sind die meisten von ihnen der realen Welt exakt nachempfunden worden. Wenn ihr schon immer mal das “Autodrome Nazionale Monza” bezwingen oder die “Indy 500” für euch entscheiden wolltet, habt ihr jetzt die Chance dazu!

Vom Kart zum Gallardo – Der Karrieremodus

Neben den normalen Rennen und dem Online-Multiplayer, gibt euch Project CARS 2 die Chance, die Ränge der Motorsportwelt von Kleinauf zu erklimmen. Dabei könnt ihr zu Beginn der Saison aus den bekanntesten Rennklassen wählen und euch so vom Kartfahrer über den “Renault UK Clio Cup” oder der “Formel C” in die nächsten Klassen aufsteigen. Die Supercars und Sportwagen warten natürlich in den höheren Klassen. Während der Rennen gibt euch euer Team immer wieder Infos zu Rundenzeiten oder nervenden Gegnern, die zum Angriff ansetzen, um euch in Kurve 13 zu überholen.

Wer sich auf Aspahlt, Schnee und Schotter beweist, kann später nicht nur exklusiver Fahrer eines Herstellers werden, sondern kommt unter Umständen in den Genuss der sogenannten Invitational Events. Dabei bekommt ihr die Möglichkeit Prototypen oder alte Klassiker in besonderen Herausforderungen zu fahren.

Ansonsten verläuft der Karrieremodus ruhig ab. Ab und zu erhaltet ihr Emails vom Vorstand oder dem Technikteam, die euch loben oder tadeln. Abseits der Entscheidung, welche Saison ihr als nächstes rocken wollt, habt ihr neben dem Gewinnen der Rennen nicht wirklich etwas zu tun. Angesichts der Karrieremodi von anderen Sportspielen, wo sich Interviews und andere soziale Kontakte mit in den Vordergrund spielen, ist die Erfahrung hier eher eine sehr nüchterne.

Die ganze Welt auf einer Strecke

Wem die KI nicht genügt, der kann sich online an richtigen Rennwochenenden austoben und seinen Rang verbessern. Die Onlinesessions bestehen dabei aus Training, dem Qualifying und dem Renntag selbst. Wem die Wartezeit nicht passt, kann auch kurz vor Ende der Quali einsteigen und das Feld im Rennen von hinten aufräumen.

Von hier an nur noch gelbe Flagge

Man kann dem kleinen Team von Slighty Mad Studios ihre Ambition nicht absprechen. Project CARS 2 ist auf Rennsportebene eine detailreiche Nachbildung der Szene, mit alten und neuen Autos, den aktuellen Strecken und größtenteils der einzigartigen Physik der Wagen. Allerdings lässt sich Project CARS 2 keine Zeit damit, seine Fehler zu offenbaren. Gerade in der Karriere wird man feststellen, dass die KI wie auf Schienen fährt und stets die gleiche Rennlinie beibehält. Das ist so nichts Schlechtes. Kommt man jedoch aufgrund eines Fehlers oder sonstiger Fahrweise mal zum Stillstand auf der Strecke oder muss zurücksetzen, wird man feststellen, dass sich die Gegner brav aneinanderreihen und warten, bis das Hindernis, man selber, aus dem Weg fährt.

Was anfangs für einen lustigen Anblick sorgt, wird schnell zur Qual, denn die automatische Rücksetzung funktioniert nur, wenn man steht UND keine anderen Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe sind. Ebenfalls ist der Rückwärtsgang etwas schwer zu verwenden, wenn überall Autos um einen herumstehen.

Den wohl größten Frust verursacht jedoch das Fahren abseits der Strecke. Dass mein Wagen Probleme hat, auf Gras oder Sand die Traktion zu halten, ist durchaus plausibel. Dass konzentriertes Gegenlenken und Bremsen die einzigen Mittel dagegen sind, ebenfalls. Allerdings hat Project CARS 2 hier die unrühmliche Eigenschaft, den Spieler darüber hinaus zu betrafen. Das Schlingern abseits der Strecke endet meistens in einem wilden Kreiseln. Das fühlt sich allerdings meistens so an, als sei es Mechanik des Spiels, den Wagen bei Kontrollverlust einer entsprechenden Drehung zu unterziehen. Lenken und Bremsen helfen nicht mehr und erst nach Ende der Drehung kann man wieder über seinen Wagen verfügen. Selbst ein kurzer Kontakt mit Gras auf einer Seite kann zu eben solchen Spins führen und lädt nur kurzzeitig dazu ein, es erneut zu versuchen, bevor das Spiel beendet wird und man sich erstmal sammeln muss.

So spannend das Erlebnis auf der Strecke auch ist, lässt die Grafik abseits der Strecke noch Raum für Verbesserungen. Zwar sind die typischen Szenerien für Rennstrecken alle da und die Menge macht auch Lärm, aber richtig viel Action kommt dabei nicht rum. Die Zuschauer sehen aus wie Figürchen, die jemand neben seine Modellbaustrecke gestellt hat. Kein Klatschen, keine Fahnen, kein Hinterherschauen. Es sind die kleine Dinge, aber gerade an der Zielgeraden fallen diese auf.

Endlich am Ziel – Das Fazit

Project CARS 2 macht richtig gute Schritte in die richtige Richtung. Für absolute Motorsportfans wird es wohl nie langweilig, sich mit den technischen Gegebenheiten ihres Fahrzeugs auseinanderzusetzen und die perfekte Kombination für jedes Wetter zu treffen. Die Vielfalt an Rennklassen und damit verbundenen Autos macht richtig Laune und lässt sogar ältere Rennfans in Nostalgie schwelgen. Die KI auf höherer Stufe passt ihren Wagen ebenfalls dem Wetter und der Strecke an, fährt aber stets auf gleicher Linie und entwickelt in diesem Sinne kein Bewusstsein für die Strecke oder eventuelle Hindernisse. Auch der Kontrollverlust abseits der Strecke mindert den Spaß sehr stark, da die Zeit zum Gegensteuern viel zu kurz ist und man sofort den erwähnten Kreisel ausführt. Ansonsten macht Project CARS 2 einen richtig guten Eindruck und ist durchaus eine wählbare Option neben Forza und Gran Turismo.

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