Lesezeit: 2 Minuten“Habt ihr ‘ne Minute?” ist wohl nicht ganz die passende Frage für unser heutiges Flashgame der Woche Ten Second War, verdeutlicht aber genauso passend, dass es heute um ein sehr kurzweiliges Spiel geht. Doch auch wenn die Prämisse nicht viel zu versprechen scheint, solltet ihr euch besser wappnen, denn so schnell und einfach kommt ihr aus der Sache nicht mehr raus, sobald ihr einmal angefangen habt.
Eine Story gibt es in Ten Second War zwar nicht, aber die braucht es auch gar nicht, immerhin dauert jede Runde des Spieles gerade einmal zehn Sekunden. Doch was macht Ten Second War so besonders? Es ist die Art des Gameplays. Im Prinzip spielt ihr einen klassischen Top-Down-Shooter, bei dem es darum geht, in jeder Runde alle Feinde auszuschalten. So viel zur grauen Theorie. In der Praxis sind eure Feinde allerdings gerissen, haben Lenkraketen und kommen in so einer großen Überzahl daher, dass ihr nicht alleine in den Kampf ziehen könnt, ohne sofort sang- und klanglos unterzugehen. Doch zum Glück müsst ihr das auch gar nicht, denn ihr habt Kameraden und genau das ist der Moment, in dem Ten Second War sein spezielles Gameplay enthüllt.
Im Gegensatz zu anderen Spielen in denen ihr verschiedene Einheiten nacheinander steuert, um somit den Sieg zu erringen, gebt ihr in Ten Second War Befehle durch, die sich die Einheiten merken. Diese Befehle gebt ihr allerdings nicht nur, sondern ihr führt sie selbst aus. Das heißt, dass ihr beispielsweise mit Einheit A die linke Flanke der Feinde angreift und zwei Feinde ausschaltet, um dann mit Einheit B auf die rechte Seite zu gehen und dort die anderen beiden Feinde auszuschalten. Da sich Einheit A eure Aktionen gemerkt hat, wird sie diese auch dann ausführen, wenn ihr selbst schon Einheit B steuert. Das ermöglicht sogar komplizierte strategische Manöver, da ihr beispielsweise im Nachhinein den Tod eures Kameraden verhindern könnt, wenn ihr den Mörder nur vorher ausschaltet.
Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Einheiten mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften. So besitzen manche Lenkraten, andere haben Sprengsätze und wieder andere lassen Wände für euch verschwinden. Das Ganze ist dabei eher simpel dargestellt. Die Level sind klein und meistens recht übersichtlich und die Charaktere alle sehr einfach gezeichnet. Der Soundtrack ist Mal actionreicher und mal weniger, aber passt grundsätzlich zum Geschehen auf dem Bildschirm, auch wenn er mir persönlich etwas zu laut war und ich ihn im Menü deswegen leiser gemacht hab.
Abschließend bleibt zu Ten Second War nur noch zu sagen, dass es ein Spiel ist, dass zwar damit wirbt nur zehn Sekunden zu gehen, aber in Wirklichkeit viel länger dauert. Nicht nur sind die späteren Level extrem fordernd, sondern die Motivation weiterzumachen ist eigentlich durchgehend gegeben.
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