Lesezeit: 2 MinutenManchmal müsst ihr erst ganz unten ankommen, um wieder hoch hinaus zu können. Das ist nicht nur ein Spruch, der so oder so ähnlich im Alltag verwendet wird, sondern auch ein Element unseres heutigen Flashgames Into the Abyss: Reborn. Dort müsst ihr nämlich auch sehr weit herabsteigen, damit es danach wieder bergauf gehen kann.
Rose ist geplagt von Albträumen, die sie jede Nacht aufs Neue heimsuchen. In ihren Träumen wird sie von einer versunkenen Stadt gerufen. Nachdem sie diese Träume lange über sich ergehen ließ, packt sie ihre Sachen und fährt zur ehemaligen Kirche des Ortes, dem Startpunkt ihrer Expedition. In den alten Gemäuern angekommen, wagt sie den unheimlichen Abstieg in die Finsternis und findet sich schon bald an einem Ort zwischen Realität und Traum wieder. Kann sie es schaffen ihre Dämonen loszuwerden oder wird sie vorher von ihnen verschlungen?
Into the Abyss: Reborn ist vom Gameplay her ein Plattformer wie aus dem Buche. Als Rose gilt es verschiedene Hindernisse zu überspringen, Monster zu besiegen und Geheimnisse zu lüften. Das alte Gemäuer ist dabei sehr weitläufig und bietet Elemente, die an Metroidvania-Titel erinnern. So könnt ihr beispielsweise einen Teil erst betreten, nachdem ihr die Doppelsprungfähigkeit erlernt habt. Das bedeutet natürlich auch eine Menge Backtracking, was einigen sauer aufstoßen könnte. Wo wir gerade dabei sind, gibt es noch einen Kritikpunkt anzumerken. Die vorhandenen Speicherpunkte sind zu weit voneinander entfernt. Insbesondere bei der teilweise ungenauen Sprungmechanik und dem Hängenbleiben in Texturen beißt ihr schneller ins virtuelle Gras als euch lieb ist und verliert den gemachten Fortschritt. Das ist insbesondere ärgerlich, wenn ihr kurz vor dem Raum eines Bossgegners drauf geht und noch nicht gespeichert habt.
Sehr lobenswert an Into the Abyss: Reborn sind der Look und die Atmosphäre. Während einige Level sehr unscheinbar aussehen, erinnern andere Level an wahre Albträume. Ihr verliert schnell den Überblick, was real und was nur ein Traum ist, ebenso wie Rose selbst. Die Hintergrundmusik ist abwechslungsreich und passt gut zu dem Schauplatz einer Kirche, mit ominösen Chorgesängen und anderen typischen Elementen.
Alles in allem ist Into the Abyss: Reborn zwar ein unterhaltsames Spiel, das jedoch einige Verbesserungen vertragen könnte. So wirkt die Sprungmechanik etwas ungenau und die Speicherpunkte sind meiner Meinung nach etwas zu weit auseinander. Das heißt allerdings nicht, dass der Titel unspielbar ist oder keinen Spaß macht. Vielmehr solltet ihr euch eher auf eine etwas schwierigere Erfahrung mit ein paar mehr Frustmomenten einstellen.
Solltet ihr nun Lust bekommen haben das Geheimnis der versunkenen Stadt zu lüften, klickt auf den folgenden Link.














