Lesezeit: 3 MinutenSchluss mit dem ganzen Kindergarten. Ihr und eure Call of Dutys könnt einpacken, denn heute kommen nur die richtig Harten in den Garten. Und damit meine ich die Spieler von Spielen wie I wanna be the Guy, Catmario, den Souls-Spielen oder anderen Vertretern. Wer immer noch nicht verstanden hat, worum es geht, dem können wir gerne mit dem Vorgänger von Give Up 2 auf die Sprünge helfen. Alle anderen kochen sich besser schon mal Kamillentee.
Nachdem ihr in Give Up bereits den Albtraum auf Erden erlebt habt und euch durch diverse bockschwere Level kämpfen musstet, geht es nun in die zweite Runde mit Give Up 2. Über 40 Level erwarten euch und mit der Ausnahme der ersten paar Level ist keines davon ist ein Zuckerschlecken. Begleitet werdet ihr auf eurer unmöglichen Task von einer schadenfreudigen Computerstimme, die nicht nur immer einen schnippischen Spruch auf den mechanischen Lippen hat, sondern sich auch an eurem Scheitern erfreut. So macht das Sterben doch gleich noch mehr Spaß.
Vom Grundprinzip her ist Give Up 2 ein klassischer Plattformer. Ihr steuert ein blaues Strichmännchen und habt die Aufgabe vom Leveleingang auf der linken Bildschirmseite zum Ausgang auf der rechten Bildschirmseite zu gelangen. So viel zur grauen Theorie, doch in der Praxis machen euch Laser, Flammenwerfer, Kreissägen, Selbstschussanlagen, Fledermäuse und gelegentlich sogar ein Rhinozeros einen gehörigen Strich durch die Rechnung. In Give Up 2 müsst ihr nicht nur verdammt schnell sein, sondern auch ziemlich gute Reflexe haben, denn ein deplatzierter Sprung und ihr färbt das Level ein bisschen mehr rot. Ähnlich wie in Super Meat Boy seht ihr nämlich genau, an welcher Stelle ihr ins virtuelle Gras gebissen habt, da sich die Kulisse dort in Blutrot präsentiert. Die Level werden in diesem Flashgame so rasant schwer, dass selbst ich bei Level 19 den großen “Give Up”-Knopf drücken musste, der euch das ganze Spiel begleitet und zu dem euch auch durchgehend geraten wird.
Bis auf die Ausnahme der blauen Spielfigur und des roten Blutes, das diese verliert, wirken die Level alle sehr dunkel und strahlen auch etwas Gefährliches aus. Insgesamt erweckt all das, zusammen mit der sehr gut vertonten Computer-KI, den Anschein eines Versuchlabors, ähnlich wie bei der Portal-Serie. Die Hintergrundmusik ist rockig und schnell und passt perfekt zum actionreichen Geschehen auf dem Bildschirm.
Was bleibt am Ende zu Give Up 2 noch zu sagen? Es empfiehlt sich Baldrian und Kamillentee parat zu halten und vielleicht ein Schimpfwortglas zu eröffnen, in das immer ein Cent reinkommt, wenn ihr flucht. Dieses Flashgame ist bei Weitem schwieriger, als noch der Vorgänger. Frustration ist hier schon Teil des Genres. Wir wünschen allen Mutigen viel Glück, denn wenn ihr einmal reinkommt, kann dieses Spiel verdammt viel Spaß machen und weckt auch euren Ehrgeiz, wenn ihr immer ganz knapp vor dem Level-Ende draufgeht.
Für alle, die nun Lust bekommen haben sich dieser Aufgabe zu stellen, klicken auf den folgenden Link.















