Flashgame der Woche – First-Person-Tetris
Lesezeit: 3 MinutenIn unserer Rubrik “Flashgame der Woche” wollen wir euch kurzweilige Spiele vorstellen, die keinen Cent kosten, die man nicht installieren muss, die Spaß machen, schön anzusehen sind und uns eine fünf- bis zehn-minütige Flucht aus dem Alltag ermöglichen. Dieses Mal haben wir einen ganz speziellen Tetris-Kandidaten aus dem Netz gefischt. Denn trotz deutlichem Retro-Schick hat es das Spiel in sich!
Ich glaube, dass wenn ein Spielprinzip wirklich einmalig ist, wir ihm immer wieder begegnen werden. So ein besonderes, ewig jugendliches Spielprinzip hat Alexei Paschitnow geschaffen, als er 1984 in Moskau sein Tetris entwickelte. Seit dem gab es Varianten des Spiels in allen Farben und Formen, Klone, Homages, Hybriden die mit anderen Spielen gekreuzt wurden, sogar Versionen auf Satelliten-Receivern habe ich schon gesehen und gespielt.
Dennoch konnte mich dieses Spiel mit dem eingängigen Namen First-Person-Tetris recht lange an den Bildschirm fesseln. Denn auf den ersten Blick offeriert das Spiel wahrhafte Retro-Kost. Ein beinahe quadratischer Röhrenfernseher, ein Videorekorder und diverse VHS-Kassetten darauf, ein NES auf dem Boden vor der Mattscheibe. Und darauf flimmert, stilecht das gute, alte NES-Tetris.
Das Spiel beginnt. Wie man es gewohnt ist, fallen die Steine von oben nach unten. So gehört es sich ja auch!
Und dann? Direkt den ersten Stein will man drehen und….Überraschung!
Nicht der Stein dreht sich…die komplette Spielfläche dreht sich.
Das kann schon mal echt verwirrend sein, denn diese Abnormität gleich unser Gehirn nicht so schnell aus, wie man das gerne hätte. Diese kleine, aber feine Änderung der Spielweise erfordert das Ausschalten des kleinen Automaten in unserem Kopf, der uns sagen will “Hallo, das ist Tetris! Ich weiß wie man das spielt!” Bloß nicht auf die grauen Zellen hören! Die haben nämlich keinen Schimmer, was da gerade vor euch auf dem Bildschirm abgeht.
Obwohl dieser Modus schon ein gutes räumliches Verständnis und ein genaues Auge erfordern, braucht es noch ein wenig mehr. Die Herumdreherei der Spieloberfläche kann leichte Anfälle von Motion-Sickness hervorrufen. Ich habe mich nach zehn Minuten First-Person-Tetris gefühlt, als hätte man mich lange, ganz schnell auf der Stelle im Kreis gedreht.
Für die ganz harten Burschen und Mädels unter euch hat das Spiel sogar noch einen “Night Modus”. Der funktioniert nach dem gleichen Prinzip – also alles dreht sich – nur, dass ihr nichts seht. Eigentlich seht ihr nur die Steine. Die Tatsache, dass sich ständig alles dreht und ihr nicht wisst, wo oben und unten sind, wo die Reihen für die Steine sind, wo das Spielfeld beginnt und wo es aufhört macht alles noch ein wenig verwirrender und darf sich gerne als Hardcore-Modus titulieren. Den kann man übrigens sogar während einer laufenden Partie dazuschalten! So einfach kann schwer sein!
Hier noch der Link zum Spiel: First-Person-Tetris













