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Flashgame der Woche – Coldgrip

von am 20. Dezember 2014
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Lesezeit: 3 MinutenDraußen ist der Winter eingekehrt, auch wenn er mancherorts mehr Regen, als Schnee bringt. Doch damit auch diejenigen, die nicht das weiße Winter-Wunderland bestaunen können, in den Genuss der Kälte kommen, haben wir heute ein Flashgame in petto, das euch lehrt, was wahre Kälte ist. In Coldgrip schlüpft ihr in die Rolle eines der letzten der Menschen auf unserem Erdboden. Doch so allein, wie ihr glaubt, seid ihr gar nicht.

In Coldgrip schlüpft ihr in die Rolle von Sam, einem der letzten Überlebenden, nachdem eine mysteriöse Dunkelheit das Land heimgesucht und fast alle Menschen verschlungen hat. Auf der Flucht vor der größer werdenden Gefahr findet er mitten im Nirgendwo eine verlassene Hütte, die er sogleich bezieht. Doch selbst mit einem Dach über dem Kopf ist Sam noch lange nicht in Sicherheit, denn die Vorräte werden knapper, ebenso wie die verbleibenden Stunden mit Tageslicht. Und was hat es mit dieser mysteriösen Gestalt in der blauen Kutte auf sich, die Sam immer wieder erscheint?

Das Genre von Coldgrip ist eher schwierig zu bestimmen. Am ehesten würde ich es noch in die Survival-Sparte einsortieren, denn im Prinzip geht es nur darum Sam am Leben zu halten, in dem ihr Nahrung und Wasser sammelt. Erschwert wird das ganze Unterfangen durch die täglich kürzeren Sonnenstunden. Während die Sonne am Anfang noch mindestens zwölf Stunden Licht spendet und euch somit ermöglicht eure Umgebung zu erkunden, müsst ihr spätestens in der vierten Nacht schon gegen 14 Uhr die Öllampe bereithalten. Und genau da fangen auch die kleinen Probleme des Spiels an. Coldgrip gibt euch zwar Hinweise, wie ihr an Nahrung und Wasser kommt, aber Öl für die Öllampe gibt es in diesem Spiel scheinbar nicht. Die Folge davon ist, dass ihr ab einem gewissen Punkt nicht mehr in der Nacht nach draußen gehen könnt, um zu jagen und euch nur noch von den Beeren ernähren könnt, die ihr zufällig findet. Doch diese erscheinen in vollkommen unregelmäßigen Abständen. Und bevor ihr denkt “Ich lauf einfach im Dunkeln umher”. Das braucht ihr nicht versuchen, denn weder seht ihr etwas, noch überlebt ihr so sehr lange. Ebenfalls nervig sind die Klickboxen in diesem Spiel. Ihr könnt gefühlt drei Meter von eurem Kamin, einem Teich, einem Busch oder Ähnlichem entfernt stehen und trotzdem öffnet sich die Frage, ob ihr eine Aktion ausführen möchtet, obwohl ihr eigentlich nur sprinten wolltet. Interessant eingeflochten ist die Story, die durch Halluzinationen und Traumsequenzen erzählt wird, in denen ihr Entscheidungen treffen müsst, die den Spielausgang beeinflussen.

Grafisch erinnert Coldgrip sehr an ein Spiel, das mit dem RPG-Maker gemacht wurde. Alles wirkt sehr, als würde es aus einem Rollenspiel stammen, inklusive Charakteren, Textboxen, dem Inventar und der Umgebung im Spiel. Soundtechnisch hört ihr im Hintergrund ab und zu geisterhafte Geräusche oder auch mal ein Musikstück, das die Stimmung untermalt.

Alles in allem ist Coldgrip zwar ein Flashgame mit einer netten Idee, das aber an einer eher schlechten Umsetzung scheitert. Natürlich ist es nicht unmöglich das Spiel durchzuspielen, doch es ist bedeutend schwieriger, als es sein müsste. Falls ihr euch der Herausforderung stellt, setzt eure Lampe nicht zu oft ein und stellt euch auf einige kleinere Probleme ein.

Wenn ihr bereit seid, euch der mysteriösen Dunkelheit zu stellen, dann erkundet sie mit einem Klick auf den folgenden Link.

Coldgrip

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