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Daniels Zocker-Tagebuch #02

von am 11. März 2024
 

Lesezeit: 3 MinutenIch bin jetzt 43 Jahre alt; ein Alter, das mein Vater nie erleben durfte. Meinen beruflichen Werdegang habe ich meiner Liebe zu Videospielen zu verdanken. Es ist – neben der Musik – mein bevorzugtes Mittel der Unterhaltung. Natürlich gucke ich Serien und Filme, aber Videospiele sind immer ein essentieller Teil meines Entertainment-Paket gewesen. Das ist in den letzten Jahren deutlich weniger geworden. Warum das so ist und wie es sich verändert hat, versuche ich seit geraumer Zeit einmal in sinnvolle Gedanken zu gießen. Gar nicht so einfach. Vielleicht hilft es, einmal aufzuschreiben, womit ich mich so in Sachen Games beschäftige. Was spiele ich? Wie viel und oft spiele ich? Welche Games kaufe ich mir? Und warum? All’ das werde ich ab jetzt in mein Zocker-Tagebuch eintragen. Denn IKYG ist ein Blogazine und ein Blog… nun ja… das ist im eigentlichen Sinne ein Tagebuch oder ein Journal. Also? Los geht’s!

06. März 2024
Liebes Zocker-Tagebuch,

die Woche hat schon zwei Tage auf dem Buckel und ich habe gestern einen Run in Conan Chop Chop gemacht. Das war es bisher. Aber heute ist ja bereits Mittwoch. Da wird endlich wieder geballert. Und aus dem Nichts tauchte gestern plötzlich ein Gedanke auf, den ich wirklich lange nicht hatte: Ich könnte mal wieder Streamen! Verrückter Gedanke. Aber… Ich werde heute Abend nach der “Theken-Runde” Call of Duty 4: Modern Warfare mal im Büro alles soweit herrichten, dass ich hier auch mal auf der Konsole zocken könnte. Das wäre mal ein Schritt mehr… in Richtung Zocker-Normalität.

07. März 2024
Liebes Zocker-Tagebuch,

die gestrige “Call of Duty-Theken-Runde” hat uns mal wieder vor allem auf unsere Call of Duty: World at War-Ports verschlagen. Triumpf und klägliches Scheitern gaben sich am gestrigen Abend einmal mehr die Klinke in die Hand. Aber anders, als auf den vielen zahlreichen Call of Duty 4: Modern Warfare-Ports hält sich der Frust in Grenzen und kommt tatsächlich eher in einer 60:40 Ratio auf. Wobei die 60 Prozent für Maps mit einer guten Bilanz für mich stehen. Ansonsten ist die Ratio eher 40:60.

Außerdem habe ich gestern unmittelbar nach Feierabend nach langer Pause mal wieder ein Ründchen Highrisers gespielt. Okay… es waren zwei. Ich habe im ersten Run tatsächich zu viele unnütze Ressourcen zusammengeklaubt und am Ende keine Zeit mehr gehabt, den reparierten Fluchthubschrauber zu betanken. Dann ging meinen Überlebenden erst die Munition aus und dann das Essen. Der zweite Durchlauf ist da schon ein wenig erfolgversprechender. Er schlummert nun als gespeicherter Spielstand, bis ich Zeit und Mut finde weiterzumachen.

Weitergemacht habe ich übrigens nicht in Sachen Konsolen-Verkabelung. Musste erstmal hier oben im Büro Platz schaffen und mir Gedanken darüber machen, wie ich das mit dem Fernseher überhaupt mache. Meine ursprüngliche Überlegung – eine Dachschrägen-Wandhalterung für den Fernseher anzubringen, ist leider nicht wirklich umsetzbar. Das werden die verputzten Gipskarton-Verkleidungen nicht tragen. Muss das alles nochmal durchdenken.

08. März 2024
Liebes Zocker-Tagebuch,

heute habe ich beim Aufräumen im Büro diese geheimnisvollen Notizen gefunden:

Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass das eine Plantagen-Übersicht für irgendeinen Tropico-Teil ist. Sicher bin ich aber nicht. Ach ja… Die Tropico-Reihe. Die hat mich ein gutes Stück durch meine Zockergeschichte hindurch begleitet. Aber wirklich beendet habe ich keines meiner tropischen Paradiese. Ich frage mich warum. Ist das wieder diese “Angst vor dem Abschluss”-Sache, die mir schon so lange im Kopf herum geistert?

Am Wochenende feiern wir die Geburtstage meiner Mutter und meinen endlich nach. Da wird keine Zeit zum Zocken bleiben. Aber das ist prinzipiell okay. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, nicht mehr so viel und so intensiv spielen zu können. Private Veränderungen bringen das mit sich. Niemand verlangt, dass ich weniger spiele oder etwas anderes spielen soll. Es passiert einfach. Prioritäten verschieben sich. Häufig hole ich mir meine “Instant Satisfaction” heute durch – jetzt bitte nicht lachen – Hausarbeit. Mein Job bringt mit sich, dass Erfolge auf sich warten lassen und wenn sie überhaupt mess- oder realisierbar sind, auf sich warten lassen. Ich brauche aber dieses “ich habe hier etwas erledigt und das kann man sehen”-Gefühl zwischendurch. Also hole ich mir inzwischen nicht mehr so häufig durch gewonnene Partien bei Mario Kart 8, Puyo Puyo Tetris, Tetris 99, Fall Guys oder bei Streets of Rage 4, sondern dabei, die Küche aufzuräumen, zu staubsaugen oder was sonst so im Haus anfällt. Und das wird in der Zukunft vermutlich kaum weniger werden, wenn erst meine Tochter geboren sein wird.

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