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Assassin’s Creed Odyssey Cloud-Version – Griechenland in Japan

von am 11. Oktober 2018
 

Aktuell verbringe ich noch meine letzten Tage im fernen Japan und komme somit eigentlich noch nicht in den Genuss von Assassin’s Creed Odyssey. Aber uneigentlich gibt es in Japan eine exklusive Cloud-Version des Spiels, für Switch-Besitzer. Da ich die Nintendo-Konsole sowieso dabei hatte und mich aktuell im richtigen Land befinde, kam ich natürlich nicht umhin die Cloud-Version des Spieles auszuprobieren. Dank einer zwanzigminütigen Demo, war das auch kein Problem. Im Gegensatz zu anderen Dingen.

Ich werde im Folgenden weniger auf das Spiel an sich eingehen, als auf die Cloud Version. 20 Minuten reichen nicht, um ein faires Review zu schreiben, weswegen das hier auch nur ein Kommentar ist. Weiterhin ist es wichtig zu sagen, dass diese Version exklusiv in Japan verfügbar ist und auch nicht aus dem Ausland gespielt werden kann, selbst wenn ein japanischer Account besteht. Zudem wäre das auch aufgrund von Latenzproblemen eine sehr ruckelige Angelegenheit, wie einige Berichte der Resident-Evil-Cloud-Version nahe legen.

Eine spaßige, wenn auch ungewohnte Erfahrung

Nachdem man seinen Ubisoft-Account mit seinem Nintendo-Account verknüpft und den ganzen Nutzungsbestimmungen zugestimmt hat, startet das Spiel und man findet sich im regulären Hauptmenü wieder. Abgesehen von dem Hinweis, dass es die Cloud-Version ist, würde man keinen Unterschied feststellen, da es sogar eine Möglichkeit gibt alle Menüs und Sprachtoptionen auf Englisch umzustellen.

Der Start des Spieles verlief, dank einer stabilen Highspeed-Leitung problemlos. Die Cutscenes sind gestochen scharf und waren perfekt synchron. Leider hielt dieser Zustand nicht durchgängig an, was sicherlich auch am Router lag, der natürlich nicht nur ein Gerät mit Internet versorgte. Dennoch waren es auch nur kurze Ruckler und kleine Bild-Ton-Synchronfehler. Das Gameplay an sich war stets flüssig und die Kämpfe waren so, wie ich sie auch schon von den Messedemos kannte. Lediglich die Steuerung mit den Sticks von der Switch wirkte teilweise etwas schwamiger, als die eines Xbox- oder PlayStation-Controllers. Unmöglich wurden die Kämpfe damit zwar keineswegs, doch man musste das als eine Art Handicap mit einplanen.

Mit nur 20 Minuten erreichte ich beim ersten Durchgang schneller das Ende der Demo, als ich gucken konnte. Gerade die enorm langen Introszenen lassen viel Spielzeit verstreichen, ehe man zur Kasse gebeten wird. Beim zweiten Durchgang habe ich die meisten Sequenzen übersprungen und somit mehr vom Startgebiet gesehen, bevor ich auch hier zur Kasse gebeten wurde.

Assassin’s Creed Odyssey auf der Switch? Lohnt es sich?

Obwohl ich nur eine begrenzte Zeit mit dem Spiel auf der Switch hatte, würde ich sagen, dass es sich nicht lohnt, sofern man den Zugang zu anderen Plattformen hat. Natürlich ist die Mobilität einer Switch ungeschlagen und gerade in so einem Land, wie Japan, in der der Netzausbau auf einem ganz anderen Level ist, sind Verbindungsprobleme eher selten, aber dennoch überwiegen die Nachteile. Allem voran der Preis. Für umgerechnet 65 Euro bekommt ihr zwar das ganze Spiel, allerdings nur für 730 Tage. Anschließend werdet ihr erneut zur Kasse gebeten. Gerade dieser Umstand, gepaart mit den gelegentlichen Rucklern, lässt die Nachteile aktuell überwiegen. Sofern Ubisoft, ähnlich der Resident-Evil-Cloud-Version, noch eine Art “Mini-Abo” (3-6 Monate) zur Verfügung stellt oder das Spiel sogar ohne zeitliche Begrenzung vertreibt, wäre es sicherlich noch eine Überlegung wert, aber aktuell nicht. Schade eigentlich, denn ein Assassin’s Creed Odyssey auf der Switch, würde sicherlich auch im Westen Abnehmer finden, aber eventuell ist die Konsole nicht stark genug für das Spiel, ohne es in deutlich minderer Qualität wiederzugeben, weswegen sich Ubisoft Japan für diesen Schritt entschied.

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