Lesezeit: 2 MinutenPassend zum frisch veröffentlichten Meitantei Pikachu in Japan, kehrt auch bei mir die Lust zurück schwierige Kriminalfälle zu lösen. Passenderweise kommt genau dann Welcome to Winkletown in mein Blickfeld, sodass es gar kein anderes Flashgame der Woche geben konnte. Ich hoffe, ihr habt eure grauen Zellen schon aufgewärmt, denn ohne Hirnschmalz werdet ihr die Verbrecher niemals schnappen.
Ihr seid der neue Detektivanwärter in der schönen Stadt Winkletown, einer Stadt wie jeder anderen auch. Doch einen Unterschied gibt es, denn nicht nur gibt es in Winkletown Verbrechen am laufenden Band, sondern sie werden auch immer zu 100% richtig aufgeklärt. Kein Schurke kommt ungeschoren davon und niemand kann dem wachsamen Auge der Stadt auf ewig entfliehen.
Gameplay-technisch spielt sich Welcome to Winkletown ein bisschen wie eine virtuelle Variante von Cluedo. Ihr bekommt eine Zusammenfassung des Tathergangs und eine Täterbeschreibung eines Augenzeugen. Anschließend habt ihr eine gewisse Anzahl an Aktionspunkten, die ihr dafür verwenden könnt, um die Verdächtigen zu befragen. Das Befragen führt nicht nur dazu, dass ihr mehr über die möglichen Täter in Erfahrung bringt, sondern nach einer gewissen Anzahl an verwendeten Aktionspunkten erhaltet ihr drei Hinweise, die unterschiedlich glaubwürdig sind und euch helfen oder in die Irre führen können. Doch während das Verwenden von Aktionspunkten einerseits hilfreich ist, hat es auf der anderen Seite einen entscheidenden Nachteil. Pro Runde generiert ihr nur einen einzigen dieser Punkte. Das heißt, wenn ihr in einer Runde alle verwendet habt, um Zeugen zu befragen, könnt ihr in der nächsten Runde nur einen einzigen Zeugen befragen, bevor ihr eine Person anklagen müsst. Erwischt ihr die falsche Person, ist das Spiel beendet und ihr fangt wieder ganz von Vorne an. Gerade deshalb ist bei diesem Spiel ein aufmerksamer und wacher Geist nötig, um die Hinweise mit den entsprechenden Charakterzügen der Verdächtigen in Verbindung zu setzen und nicht einen Unschuldigen anzuklagen.
Grafisch wirkt Welcome to Winkletown ebenfalls wie eine virtuelle Cluedo-Version. Die Charaktere sind alle auf Sockeln, wie Spielfiguren in einem Brettspiel und eure Hinweise und Beweise sind ebenfalls wie auf Spielkarten geschrieben. Die musikalische Untermalung passt perfekt zum Detektivsetting und erinnert jeden genau sofort daran.
Abschließend bleibt zu Welcome to Winkletown nur zu sagen, dass es ein kniffliges Spiel für Zwischendurch ist. Gerade Rätsel- und Knobelfans werden ihren Spaß dabei haben die verschiedenen Beweise und Augenzeugenberichte mit den Verdächtigen zu vergleichen, um schließlich den Täter ausfindig zu machen. Diejenigen, die damit nicht so viel anfangen können, sollten besser hier aussetzen, da es schon frustrierend sein kann, immer wieder den Falschen anzuklagen und dann von Vorne beginnen zu müssen.
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