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XCOM 2: War of the Chosen – XCOM auf Kreatin

von am 16. September 2017
DETAILS
 
Spieldauer

viele, viele Stunden

Für Fans von:

Civilization VI, Total War: Shogun 2

Amazon-Link:

amzn.to/2yqrvrZ

Pluspunkte

+ cineastischere Präsentation
+ mehr Abwechslung
+ kaum Leerlauf
+ sehr lange Kampagne
+ Wiederspielwert

Minuspunkte

- gelegentlich unübersichtlich
- Zufallsfaktor

Editor Rating
 
GAMEPLAY
9.0

 
GRAFIK
7.0

 
SINGLEPLAYER
10

 
MULTIPLAYER
8.0

 
SOUND
9.0

Gesamt-Wertung
9.0

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Was haben sich die Leute beschwert, als der Preis für XCOM 2: War of the Chosen bekannt wurde: 40 Euro für ein Add-On? Zusätzlich zum Hauptspiel, ohne die DLC’s, welche im Season Pass inbegriffen waren? Wer macht denn heutzutage noch so etwas? Firaxis natürlich. Und wenn man einem Entwickler sowas zutrauen kann, dann den Königen der Rundenstrategie (ich hoffe, Creative Assembly wird das hier nie lesen)! Denn die haben schon 2013 mit der Erweiterung XCOM: Enemy Within bewiesen, dass sie ein Vollblut-Add-On zaubern können. Ist ihnen das auch dieses Mal gelungen?

Retter der Welt, die Zweite

Zu Beginn sollte erwähnt werden, dass es sich bei War of the Chosen um keine neue Kampagne handelt, vielmehr wird der bestehende Feldzug quantitativ, als auch qualitativ hochgepusht. Wer also mit seinen liebgewonnenen (und lebendigen) Soldaten in eine komplett neue Schlacht ziehen wollte, wird hier enttäuscht und muss stattdessen das gesamte Spiel von vorne beginnen. Wenn man sich aber mit dieser Tatsache arrangiert hat, erwarten den XCOM-Veteranen ein Haufen neuer Einheiten, Waffen, Fähigkeiten und Missionen, welche die im Nachhinein etwas mager wirkende Kampagne des Hauptspiels spürbar aufwerten. Selbst inszenatorisch wurde mit vielen neuen Cutscenes und Highlights eine Schippe draufgelegt, ohne den trashigen Sci-Fi-Charme der Serie zu verlieren.

Die Grundmechanik des Spiels wurde zwar nicht verändert – wir wollen noch immer die von den Aliens eroberte Welt zurückerobern – doch das Add-On wirft zusätzlich neue Fraktionen und Gegner in die Arena: ADVENT kommt nun mit drei Generälen, den sogenannten „Auserwählten“ um die Ecke und bringt uns damit teilweise mächtig ins Schwitzen. Ref-Rai Mordenna zum Beispiel kann aus dem Nichts auftauchen, löst dabei keinen Feuerschutz aus, betäubt einen Soldaten und verschwindet wieder im selben Zug. Die drei Geschwister haben verschiedene Stärken und Schwächen, die man gezielt gegen sie verwenden muss, um sie so schnell wie möglich zu besiegen – Mittelerde: Mordors Schatten, anyone? In einigen Missionen trifft man auch neben den bekannten Aliengegnern nun auch auf die Verlorenen – zombieartige Geschöpfe, welche einzeln keine große Gefahr darstellen, aber regelmäßig in Gruppen von sechs bis acht auf einen stürmen. Da helfen nur gezielte Schüsse oder Flächenangriffe. Oder ein günstig platzierter Gastank.

Together we stand, divided we fall

Doch auch wir sind nicht mehr alleine: drei neue Fraktionen kontaktieren uns relativ früh in der Kampagne und wollen an unserer Seite kämpfen. Leider sind diese Fraktionen untereinander nicht wirklich befreundet, sodass es an uns liegt, alle auf den gleichen Pfad zu bringen. Neben den Schnittern und Templern sind vor allem die Scharmützler interessant, da es sich um Aliens handelt, die sich von ADVENT abgewandt haben und nun unsere Sache unterstützen. Jede Fraktion liefert auch einen spielbaren Helden, wie etwa Elena Dragunova (Extrapunkt für den Namen), eine Scharfschützin, welche bei geschickter Handhabung die halbe Mission verdeckt bleiben kann. Auch der Enterhaken des Scharmützlers Pratal Mox hat so manche knifflige Situation elegant gelöst.

Sogar unsere eigenen Soldaten haben ein paar feine neue Eigenschaften erhalten. Zum Beispiel können sich durch wiederholte gemeinsame Einsätze Kameradschaften bilden, die spezifische Fähigkeiten freischalten. Man kann nun  wie in Assassin’s Creed Brotherhood zwischendurch Soldaten für ein paar Tage auf automatische Missionen schicken, welche Erfahrung und Boni bringen. Zudem besitzen die Soldaten neben der Gesundheit- nun auch eine Fitnessleiste, d.h. zu viele aufeinanderfolgende Einsätze setzen dem Soldaten zusätzlich zu und zwingen den Spieler dadurch, häufiger das Team durch zu wechseln. Überhaupt gibt es viel mehr zu tun und zu beachten: es poppen regelmäßig Ereignisse oder Nebenaufträge auf, Ingenieure und Wissenschaftler haben nun mehr Aufgaben, die Auserwählten grätschen mit düsteren Ereignissen in unsere Pläne und überfallen sogar in einer Mission unser Schiff! All das sorgt für unheimlich viel Abwechslung und motiviert selbst den müdesten XCOM-Veteranen zu einem neuen Durchlauf. Einzig die Fülle an Ereignissen und potenziellen Aufträgen lässt die Weltkarten zeitweise überladen und unübersichtlich wirken.

95% Chance auf Volltreffer

Was soll ich sagen? Ich habe schon XCOM 2 geliebt und das Add-On macht vieles richtig und so gut wie nichts falsch. Hier wurde mit viel Liebe und Sorgfalt das Hauptspiel aufgewertet und – nehmen wir die selten auftretenden Glitches mal außen vor – an den richtigen Stellen optimiert. Der Umfang stimmt, die veränderte Dynamik und Abwechslung durch die neuen Fraktionen machen jeden Durchlauf noch unvergleichlicher und die Motivation, die neuen Soldatenklassen, Waffen, Fähigkeiten auszutesten werden mich immer zurückbringen. Selbst ohne die DLC-Missionen wird man sehr viele Stunden im Kampf gegen ADVENT versinken. XCOM 2: War of the Chosen ist ein Paradebeispiel für ein gelungenes Add-On und jeden einzelnen Cent wert!

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