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Unmechanical – Simpel aber faszinierend

von am 8. Dezember 2012
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Lesezeit: 4 Minuten

Talawa Game’s/Teotl Studio’s 2.5D Side-Scroller Unemachanical startete als Studentenprojekt. Es wurde mit dem schwedischen Game Award ausgezeichnet und am 8. August 2012 bei Steam veröffentlicht. Die Entwickler haben mittlerweile ihr eigenes Independent-Game Studio und seit dem 17. Oktober gibt es das Spiel auch in einer Boxed-Version in den Geschäften zu kaufen. Und da wollen wir euch doch einen Test zu einem Spiel mit einer solchen Erfolgsgeschichte nicht vorenthalten! Deshalb hier unser Test zu Unmechanical.

2.5D… Wat? Wer bist du denn?

Unmechanical ist ein Side-Scroller mit ĂĽber 30 einzigartigen Puzzlen – manche basieren auf Physik, andere sind Logik- oder Gedächtnisrätsel – die unser Held, ein putziger kleiner Roboter mit einem Traktorstrahl als einzigem Hilfsmittel, zu lösen hat. Denn unseren kleinen Helden hat es von der Oberfläche in Labyrinth aus Tunneln, verwinkelten Rohren und halb mechanischen, halb organischen Maschinen verschlagen und nun muss er sich seinen Weg zurĂĽck an die Oberfläche suchen.

Dabei bewegen wir uns zwar in 2D, aber wir sehen mehr! Durch eine einzigartige graphische Gestaltung – und es sieht wirklich super aus, comicartig, und steampunkig und in jedem Fall eine Mischung, die ich so noch nie gesehen habe – hat man ein klares GefĂĽhl von Vordergrund und Hintergrund, man erlebt quasi 3D in 2D, weshalb die Bezeichnung 2.5D Side-scroller absolut angebracht ist.

Simple intuitive Steuerung – viele, viele Möglichkeiten

Wie schon erwähnt gilt es in Unmechanical Puzzle zu lösen, um die Hindernisse zu überwinden, die unserem Rückkehr an die Oberfläche im Wege stehen. Die Bewegung erfolgt dabei über die Pfeiltasten und mit der Leertaste aktivieren wir den Traktorstrahl (alterntiv kann man auch mit einem Xbox 360 Gamepad steuern, was ich persönlich komfortabler fand). Das ist alles. Ein absolut minimalistischer Ansatz im Vergleich zu anderen Spielen. Der einzige Grund, warum das so gut funktioniert, ist vermutlich die ausgezeichnete Physik-Engine. Wenn man zum Beispiel ein kleines Steinchen mit dem Traktorstrahl anhebt, dann merkt man das kaum, bei einem größeren Stein, oder vielleicht auch einem Stahlträger, bemerkt man ganz deutlich die Einflüsse der Schwerkraft, von Drehmomenten und ähnlichen Phänomenen. Und Unmechanical nutzt das perfekt aus. Da gilt es Schalter umzulegen, Knöpfe zu drücken und manchmal auch elektrische Felder zu benutzen, um eine Leuchtkugel um Hindernisse herum zu manövrieren und ziemlich viel Geschick und Fingerspitzengefühlt zu beweisen.

Klank… klonk… schepper… liebevolles Sound

Unser Held ist ja kleiner, wirklich putziger Roboter, und er manövriert in engen Tunneln und Röhren. Je nachdem, wie geschickt man dabei ist, kann man dabei durchaus mal gegen die Wände oder irgendwelche Stahlträger schlagen. Und da das Sounddesign von Unmechanical, das ebenso liebevoll wie das Grafikdesign gestaltet worden ist, wird das jedes Mal vom entsprechenden Geräusch untermalt. Alles was animiert ist hat seinen eigenen Sound; dazu kommt ein charakteristisches Geräusch wann immer man ein Rätsel gelöst hat. Untermalt wird das Spielgeschehen von einer unaufdringlichen sphärischen Hintergrundmusik.

Fazit: ein liebevoll gestalteter Puzzle-Adventure mit erträglichem Frustrationsrisiko

Unmechanical macht SpaĂź und sieht gut aus. Und wer Logik- und Physikrätsel liebt, der wird mit dem Spiel absolut glĂĽcklich werden. Allerdings ist es wieder einmal kein Spiel fĂĽr Menschen ohne Geduld oder niedriger Frustrationsschwelle (einige Physikrätsel sind extremst fummelig in der Lösung), denn ich werde nicht lĂĽgen: Manchmal braucht es verdammt lange, bis man ein Hindernis ĂĽberwunden hat, oder auch nur herausgefunden hat wie man es ĂĽberhaupt anstellen könnte, vom Umsetzen ganz zu schweigen. Allerdings bin ich ĂĽber kein Rätsel gestolpert bei dem ich einfach ĂĽberhaupt nicht weiter gekommen wäre – und da ich ein absoluter Rätsel-Noob bin will das wirklich was heiĂźen.

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