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Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung – Hyrule erneut in Gefahr

von am 4. Dezember 2020
DETAILS
 
Spieldauer:

~30 Stunden (Story)

Für Fans von:

The Legend of Zelda, Dynasty Warriors

Amazon-Link:

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Pluspunkte

+ ein Haufen Zelda Inhalt
+ viele Neuerungen zu Vorgängern
+ gut inszenierte Story
+ voll vertonte Cutscenes

Minuspunkte

- oft auftauchende Framerate-Einbrüche
- Kamera-Steuerung

Editor Rating
 
GAMEPLAY
8.0

 
GRAFIK
6.0

 
SINGLEPLAYER
9.0

 
MULTIPLAYER
5.0

 
SOUND
10

Gesamt-Wertung
8.0

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GAMEPLAY
8.5

 
GRAFIK
9.0

 
SINGLEPLAYER
7.0

 
MULTIPLAYER
10

 
SOUND
8.0

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Zusammenfassung
 

Hyrule Warriors ist ein guter Mix aus klassischem sowie neuem Dynasty Warriors-Gameplay und einer ganzen Menge Breath of the Wild-Feeling. Der Anteil an Story, den Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung bietet, fällt dieses Mal sehr üppig aus und ist gut durchdacht. Bekannte Orte wie der Wald der Krogs oder Schloss Hyrule werden hier schön in Szene gesetzt. Spielbare Charaktere und Titanen machen Spaß zu spielen und frischen das Gameplay deutlich auf. Leider lindern Probleme mit der Framerate die Euphorie stellenweise sehr stark und hinterlassen einen fahlen Geschmack. Trotzdem zählt Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung für mich zu einem der besten Dynasty Warriors-Cross-Over-Titel.

 

Lesezeit: 6 MinutenUm die Wartezeit auf das Sequel zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild zu verkürzen, geben uns Koei Tecmo und Nintendo Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung an die Hand. Das Cross-Over zwischen der Dynasty Warriors-Reihe und dem The Legend of Zelda-Franchise ist jedoch kein direkter Nachfolger des 2014 erschienenen Hyrule Warriors. Ausgerüstet mit Dynasty Warriors-Gameplay werden diesmal die Geschehnisse 100 Jahre vor The Legend of Zelda: Breath of the Wild erzählt. Wir haben uns in die Schlacht gestürzt und geschaut, wie viel Zelda im neuesten Ableger der Reihe steckt.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung – Ab diesem Freitag erhältlich! (Nintendo Switch)



Im Folgenden werde ich auf Story-Spoiler für Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung verzichten. Jedoch wird das Ganze für The Legend of Zelda: Breath of the Wild ein wenig kniffelig. Da das letzte Abenteuer von Link und Konsorten jetzt schon fast vier Jahre alt ist, möchte ich hier vor leichten Spoilern für Breath of the Wild warnen. Vielleicht könnt ihr es beizeiten nachholen, es lohnt sich.

Die Verheerung kehrt zurück

Die Geschichte von The Legend of Zelda: Breath of the Wild spielt in einer Welt, die vor 100 Jahren von Serien Fiesling Ganon ordentlich eins auf die Mütze bekommen hat. In der Form der großen Verheerung gewann er die Überhand und besiegte die Streitkräfte Hyrules. 100 Jahre später stellt sich Link tapfer der Aufgabe, das Land Hyrule und Prinzessin Zelda zu retten. Diese Geschichte werden die meisten kennen. Doch was wäre, wenn man den Aufstieg Ganons hätte verhindern können? Was wäre, wenn Hyrule besser vorbereitet gewesen wäre? Genau damit befasst sich Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung jedoch in einer alternativen Zeitlinie. Wir springen also an den Zeitpunkt zurück, bevor die Verheerung erwacht und versuchen mit allen Mitteln den Spieß doch noch herumzudrehen. So werden Vorkehrungen getroffen und Schlachten geschlagen, um der Verheerung besser entgegentreten zu können.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung

Im Mittelpunkt des Ganzen steht diesmal nicht nur Link, sondern viele der Bewohner Hyrules. Allen voran ein kleiner Wächter-Roboter, der nicht von Links und Zeldas Seite weicht. Aber Ganons Horde schläft nicht. Nicht nur die Gauner der Yiga-Bande stellt sich den Helden entgegen, sondern auch ein mysteriöser Magier. In zwanzig Story-Missionen wird so die Geschichte neu erzählt und ein neuer Blick auf die Charaktere, Orte und Gegner Hyrules 100 Jahre vor The Legend of Zelda: Breath of the Wild geworfen.

Böse verhauen im großen Stil

In typischer Dynasty Warriors-Manier steuert man einen Helden, der auf den großen Schlachtfeldern Hyrules, als General fungiert. So kämpft man sich durch Hunderte und teilweise auch Tausende Gegner. Der Spieler kann mit verschiedenen Attacken-Kombinationen und Spezialangriffen die gegnerischen Streitkräfte dezimieren. Durch Einnahme von Vorposten und Missionszielen wird so nach und nach die Map und damit auch die Schlacht gewonnen. Eine Variation an Zieltypen sorgt in den einzelnen Schlachten dafür, dass das oftmals repetitiv wirkende Gameplay aufgelockert wird. So müssen in der einen Mission noch X Gegner besiegt werden und in der anderen innerhalb eines Zeitlimits ein Vorposten eingenommen werden.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung

Auch die aus The Legend of Zelda: Breath of the Wild bekannten Titanen bekommen in sogenannten Titanen-Missionen einen Auftritt. Sie können in speziellen Shooter-Segmenten vom Spieler gesteuert werden. Hier bewegen sich die gigantischen mechanischen Monster zumeist auf einem großflächigen Feld. Eine Überzahl an mächtigen Gegnern stellt sich Ihnen dabei in den Weg. Jeder Titan steuert sich anders und verfügt über verschiedene Waffen und Angriffe. Dazu sei gesagt, dass dieser Missionstyp zwar kurz und recht eintönig ist, dafür aber mit ordentlich viel Bums daherkommt. Mit einer Stampfattacke des Elefanten-Titanen Vah Ruta Hunderte Gegner von der Karte zu fegen, hat schon was.

Es hagelt Attacken

Und das im wahrsten Sinne. Denn eine Neuerung ist der sogenannte Attackenhagel. Sicherlich kommt dieser The Legend of Zelda: Breath of the Wild-Spielern bekannt vor. Wird dem Gegner im letzten Moment ausgewichen, kann dieser entfesselt werden und schadet dem Gegner mit schnellen aufeinanderfolgenden Angriffen. Natürlich kehrt auch die Schwachpunktanzeige aus dem 2014 erschienenen Hyrule Warrriors zurück. Nach starken Angriffen des Gegners erscheint eine kreisrunde Anzeige. Diese kann durch Angriffe gesenkt werden. Einmal geleert kann ein Schmetterangriff ausgeführt werden, der dem Gegner kräftig zusetzt.

Für noch mehr Abwechslung zwischen den Charakteren sorgen die sogenannten Charakteraktionen. Diese Aktion stärkt entweder die Attacken des Charakters oder lässt neue Kombinationen zu. So verschießt Link eine Reihe an Pfeilen, wohingegen sich der Orni-Vogelkämpfer Revali in die Lüfte schwingt und ein komplett neues Set an Attacken bekommt.

Zeit der Verheerung

Wir nutzen die Technologie

Ebenfalls neu im Hyrule Warriors-Universum sind die Shiekah-Module. Mit diesen kann Link Bomben herbeirufen, seine Gegner in einer Zeitschleife festsetzen, Wasser gefrieren oder mit dem Magnetmodul metallene Gegenstände bewegen. Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung wäre aber kein Warriors-Titel, wenn man damit nicht ordentlich seinen Gegnern in die Suppe spucken könnte. So bieten sich diese Module an, herannahende Angriffe abzuwehren. Sprintet ein Gegner auf den Spieler zu, kann dieser mit dem Eis-Modul aufgehalten werden. Wann und wie die Module einzusetzen sind, wird dem Spieler in Quick Time-ähnlichen Events mittels Symbolen angezeigt.

Charakterstark

Ein weiteres Markenzeichen der Dynasty Warriors-Reihe ist die große Auswahl an spielbaren Charakteren. So hat das erste Hyrule Warriors ein Lineup von 31 individuellen Charakteren und das im März erschienene One Piece Pirate Warriors 4 eines von 43 Charakteren. Im Vergleich dazu fällt Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung ein wenig schwächer aus. Hier wird dem Spieler eine Auswahl von 18 verschiedenen spielbaren Charakteren geliefert. Jedoch fühlt sich jeder dieser Charaktere durch sein Attackenset einzigartig an.

Durch den großen Storyanteil bekommen diese zusätzlich eine Menge an Relevanz und Charme. Die meisten der Charaktere sind zu großen Teilen schon aus The Legend of Zelda: Breath of the Wild bekannt, kommen hier aber deutlich mehr zum Vorschein. Mit komplett vertonten Cutscenes und kleinen Interaktionen außerhalb der Kämpfe werden Charaktere wie die königliche Beraterin Impa oder König Rhoam von Hyrule stärker als zuvor in die Geschichte mit eingebracht. Die Welt wird somit lebendiger. Allein das ist für mich als The Legend of Zelda-Fan schon die Kirsche auf der Torte. Ich persönlich hätte mir zwar, wie im Vorgänger, noch den einen oder anderen selbst erfundenen Charakter seitens Koei Tecmo gewünscht, aber das ist mehr Wunschdenken als Kritik.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung

Breath of the Wild an jeder Ecke

Das Team hinter Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung hat es hier geschafft, eine sehr gute Verschmelzung der beiden Franchises zu erschaffen. Breath of the Wild dient nicht nur als Kostüm für das Warriors-Gameplay, sondern durchdringt das ganze Spiel. Von dem diesmal mehr Zelda-inspirierten Soundtrack anstelle der üblichen Hardrock-Heavy-Metal-Variante, bis hin zum kleinsten Detail wie der Schriftart der Textboxen. Alles ist durch und durch im Stil von Breath of the Wild gehalten. Auch das Kochen von Gerichten und Suchen der kleinen Krogs ist hier umgesetzt worden. Die Ruinen von Hyrule Stadt oder der aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time bekannten Lon Lon-Farm in einem unbeschadeten Zustand zu sehen, lassen das Fan-Herz höherschlagen. Ohne Zweifel ist die angekündigte enge Zusammenarbeit von Koei Tecmo und Nintendo der Grund für den hohen Detailgrad.

Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle den Auswahlbildschirm. Im Gegensatz zu einer normalen aufgereihten Auswahl bekommt man diesmal die Weltkarte Hyrules geliefert. Nach der ersten Schlacht erhält man hier einen Überblick über Missionen und spielt nach und nach weitere Aspekte Hyrules frei. Dazu zählen beispielsweise Shops oder ein Schmied. Auch Zusatz-Herausforderungen und sogenannte Hyrule-Missionen werden hier freigeschaltet. Mit letzteren werden Charaktere verbessert und Boni erspielt. Wie ich finde, eine ansprechende Art, normale Menüs zu umgehen. Gegen Ende ist der Bildschirm zwar etwas überladen, man verliert aber nie komplett die Übersicht.

Alles Friede, Freude, Eierkuchen?

Bis hier hin wurde viel Lob ausgesprochen. Dennoch soll auch das eine oder andere Negative nicht verschwiegen werden. Allem voran die bestehenden Framerate-Einbrüche. Diese sind vor allem in dichteren Waldgebieten oder bei starkem Effektfeuerwerk zu beobachten. Zwar sind solche bei Nintendo Switch-Nutzern nichts Seltenes, fallen hier aber sehr stark auf. Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung soll mit 30 Bildern pro Sekunde laufen. Leider ist dies des Öfteren nicht der Fall. Das Finale einer Attacke mit Einbrüchen der FPS zu sehen, ist nicht wirklich sehr ansprechend. Besonders merkt man dies im Handheld- und Coop-Multiplayer-Modus. Dementsprechend kann ich den Multiplayer leider nicht guten Gewissens empfehlen. Im Singleplayer merkt man die Ruckler zwar weniger oft, trotzdem sind sie vorhanden und können nicht verschwiegen werden. Auch lässt die Kameraeinstellung gerade bei großen Gegnern häufiger zu wünschen übrig. In engen Passagen hindert dies am geschickten Ausweichen oder hinterlässt den Spieler orientierungslos.

Zeit der Verheerung

Hyrule Warriors ein gelungener Zelda-Titel?

Kann ich für Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung nun eine Empfehlung aussprechen? Für mich ein klares “Ja”. Als jemand, der nicht nur ein Zelda-Fan ist, sondern auch die Dynasty Warriors-Titel und Cross-Over sehr gerne spielt, habe ich sehr viel Spaß mit diesem Spiel gehabt. Allerdings kenne ich auch die häufig genannte Kritik des zu repetitiven Gameplays bei Dynasty Warriors-Titeln. Hier ist dieses zwar deutlich aufgelockert und mit sehr viel Drumherum versehen, bleibt aber dennoch Dynasty Warriors-Gameplay. Den Multiplayer solltet ihr nur ausprobieren, wenn ihr und euer Mitspieler wirklich unbedingt zusammenspielen wollt. Trotzdem denke ich das sowohl Dynasty Warriors-Fans als auch The Legend of Zelda-Fans viel Spaß haben werden und auf ihre Kosten kommen.

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