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Dragon Ball Z: Kakarot – Kame Hame Lahm.

von am 18. Februar 2020
DETAILS
 
Spieldauer:

~ 27 Stunden,

Für Fans von:

dem gesamten Dragon Ball-Franchise

Amazon-Link:

https://amzn.to/2sh8xXf

Pluspunkte

+ Dragon Ball Z von Anfang bis Ende!
+ alle Charaktere
+ treuer Artstyle

Minuspunkte

- zu lange und zu viele Ladebildschirme
- unergiebige Nebenquests und Minigames

Editor Rating
 
GAMEPLAY
5.0

 
GRAFIK
9.0

 
SINGLEPLAYER
3.0

 
MULTIPLAYER
0.0

 
SOUND
9.0

Gesamt-Wertung
6.0

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Zusammenfassung
 

Dragon Ball Z: Kakarot ist bei weitem nicht das RPG, welches wir erwartet hatten oder gewünscht hätten.
All das, wofür Dragonball steht, lässt sich ohne Probleme im Spiel finden, von Artstyle bis zu den Kämpfen. Die ikonischen Momente werden perfekt wiedergegeben und erreichen eine ganz neue Stufe, wenn man sie selber spielt, als nur guckt. Leider verbaut sich Dragon Ball Z: Kakarot dann aber seine Position mit nervigen RPG-Elemten wie obsoleten Nebenbeschäftigungen. Der größte Stimmungskiller sind die schier endlosen und zahlreichen Ladebildschirme. Nach so vielen Titeln, die sich mit der DBZ-Saga befasst haben, dürfen wir hier einfach mehr erwarten und muss auch mehr geliefert werden.

 

Lesezeit: 6 MinutenFans der Sayajin, aber auch Aussenstehende konnten den Hype nach der gamescom 2019 leugnen. Dragon Ball Z Kakarot lockte mit einem ganz neuen Erlebnis der bekannten Ereignisse des Anime. Neu in den Mix gekommen sind allerdings allerhand RPG-Elemente, die dem Spiel eine Semi-Open-World verleihen. Wir haben uns den orangenen Kampfanzug angezogen und die steife Brise Nostalgie eingeatmet.


Von Radditz Über Cell bis Boo

Ihr seht richtig: Euch erwarten alle neun Staffeln der Serie. In chronologischer Reihenfolge erlebt ihr die bedeutensten Kämpfe und Sequenzen von eurem Sofa aus. Mit all der Musik, all den Soundeffekten und den stundenlangen Schreien, die natürlich für die Verwandlung nötig ist -- Dragon Ball Z: Kakarot hat alles im Gepäck. Um aber auch für Spielspaß zwischen den gigantischen Kämpfen zu sorgen, streuen Bandai Namco Entertainment und CyberConnect2 eine ganze Reihe an klassischen RPG-Elementen dazu. So könnt ihr die Schausplätze bis in die letzte Ecke erkunden, Gegenstände für späteres Crafting finden und altbekannten Charakteren bei Sidequests helfen. Aber genug von dem, was es verspricht. Schauen wir, was es gehalten hat.

Das etwas andere RPG

In der Vergangenheit haben sich bereits öfter RPG-Elemente in Dragonball-Spielen eingeschlichen. Klassisch dabei sind Levelsysteme, Ausrüstungsgegenstände und verschiedene Skills, die das erschaffen eines eigenen Kampfstils erlauben. Diese sind auch hier natürlich dabei. Die Gegner sind überall in den Arealen verstreut und warten nur darauf, von den Lieblingssayajins verprügelt zu werden. Für Dragon Ball Z: Kakarot kommen allerdings ganz neue Faktoren dazu.
Die größte Neuheit ist wohl das Communityboard. Anfangs erinnert es stark das Sphärobrett von Final Fantasy X. Die Bretter dienen als zusätzlicher Stat-Boost für eure Charaktere, die Item-Drops, eure Boni beim Kochen und einer Hand voll anderer Fertigkeiten. Wie funktioniert das Brett?

Im Zentrum des Brettes steht eine für den jeweiligen Bereich wichtige Person. So habt ihr beispielsweise Goku in der Mitte des Z-Kämpfer-Bretts, Mr. Popo Im Götterbrett und Chi Chi im Kochbrett. Jedes Brett hat eine Hand voll freier Stellen, an denen ihr Tokens aller möglichen Charaktere einsetzen könnt, die ihr getroffen oder für die ihr etwas erledigt habt. So levelt ihr das Brett auf. Hier kommt der interessante Part. Die Tokens sind durch Wege verbunden und natürlich gibt es im DBZ-Universum allerhand Beziehungen untereinander. Goku, Vegeta und Piccolo die erst Rivalen waren, bevor sie Freunde wurden, Tenshinhan und Chao Zu und viele Andere. Wenn ihr gewisse Token nebeneinander platziert, bekommt ihr einen zusätzlichen Levelboost für das jeweilige Brett. Natürlich sind einige Tokens auf manchen Brettern mächtiger als andere. Die Sayajin entfalten ihre Macht am besten auf dem Z-Kämpfer-Brett, wo Bulma oder Dende zum Beispiel. Je weiter ihr spielt, desto mehr Möglichkeiten bekommt ihr, die Bretter zu bestücken.

Alle Schauplätze und Charaktere aus der Serie zum Leben erwacht

Obgleich die Spielwelt in verschiedene Areale unterteilt ist, sind diese an sich angenehm groß gestaltet und strotzen nur so vor Leben. Die kleinen, verteiliten Dörfer in den Canyons oder auf den Inseln ums Kame Haus geben euch eine Idee, wie die Menschen der Erde abseits von Ingwerstadt und Co. leben. Neben kürzeren Kommentaren, könnt ihr hier und da auch in kleinere Dialoge eintreten und etwas mehr erfahren, vielleicht sogar ein Nebenquest finden. Neben der zweibeinigen Bevölkerung gibt es aber auch eine lebendige Tierwelt. Die Dinos, die in den Gebirgen unterwegs sind lässt sich gut mit Energieattacken zu guten Zutaten verarbeiten; Auch Unterwasser könnt ihr mittels Quicktime-Event so einiges fangen. Zudem gibt es in den weiten Landschaften auch einiges an Obst, Gemüste und vielleicht auch Dragonballs zu finden.

Zudem werden ihr so ziemlich jeden Charakter finden, der jemals in der Serie erwähnt wurde oder im Manga seinen Auftritt hatte. Einige lassen sich mit etwas mehr Aufwand finden, belohnen euch aber mit einem Nebenquest und etwas zuästzlichem Fanservice aus der Serie. So wird euch beispielsweise Yamcha begegnen, der sich an zu viele Damen gleichzeitig rangemacht hat, vor denen ihr ihn nun beschützen müsst. Classic Yamcha. Kleiner Spoiler: Seine berühmteste Pose kommt natürlich auch im Spiel vor, ihr wisst schon..

Mingames, yaye!

Eine große Welt füllt man natürlich nicht nur mit Nebenquests, sondern auch anderen Kleinigkeiten, die man tun kann. Wie schon erwähnt, könnt ihr fischen und jagen, um euch Zutaten für Mahlzeiten zusammenzusammeln. Wie wir Fans wissen, verschlingen Sayajin ja unfassbare Mengen an Essen. Dieses heilt aber nicht nur unmittelbar, sondern erhöht in kleinen Schritten auch eure Stats allgemein.
In der Capsule Corp, könnt ihr stetig schwerer werdene Trainingsherausforderungen meistern und euch bei Bulma Fahrzeuge zusammenbauen, die ihr mit gefundenen Materialien aufmotzen könnt. Warum Fahrzeuge bauen? Weil es in einigen Arealen Renn-Herausforderungen gibt, die nur davon warten, von unseren übermenschlichen Kriegern bezwungen zu werden.

Die Serie im aktuellen Gewand!

Auch, wenn wir die Folgen schon zig mal gesehen haben und durch einige Titel auch schon allerhand ikonische Kämpfe selbst bestritten haben, gibt uns Dragon Ball Z: Kakarot all das nochmal in absoluter Höchstform. Die Zwischensequenzen sind detailgetreu aus der Serie nachgestellt, Synchronsprecher (Japanisch und Englisch) sind an Board und die teilweise epilepsieverursachenden Energieattacken machen selber initiiert noch mehr Spaß, als sie es im Anime ohnehin schon taten. Wenn Goku den Sayajin auf Namek entfesselt, wenn Gohan seinen Vater und Vegeta an Stärke übertrifft…das Vater-Sohn-Kame-Hame-Ha!! Auch der Soundtrack sprüht nur so vor bekannten Melodien und streut zusätzlich Abwechslung rein, indem jene für etwaige Szenen nochmal neu arrangiert sind. Ein absoluter Leckerbissen für Casual Fans der Reihe bis hin zu Sayajinkrieger der Stunde 0.

Unüberwindbare Gegner

Man kann es nicht anders sagen, die Hauptstory meistert Dragon Ball Z Kakarot in absolut bester Manier. Allerdings flacht das Spiel zwischen den Storysequenzen auf ein absolut erschreckendes Niveau ab. Die Sidequests wechseln sich zwischen Fetchquests und Kloppereien ab und tragen wenig zu irgendwas bei. Unterm Strich sind es Erfahrungspunkte und meistens ein Community-Token des Charakters, dem ihr geholfen habt. Ansonsten gibt es wenig bis gar kein Anreiz irgendwas in der Welt zu tun. Das Farmen von Materialien ist größtenteils obsolet, da man genug Heilitems durch die Mainstory und Sidequests bekommt und eher etwas für diejenigen ist, die das DBZ-Lexikon vervollständigen wollen (was keinerlei Einfluss auf das Spiel an sich hat).

Neben all der desaströsen Langeweile, die zwischen den fantastischen Story-Segmenten eintritt, hat sich Dragon Ball Z: Kakarot eine absolut tödliche Falle gebaut, selbst für eingefleischte Fans von DBZ. Das ohnehin schon gestreckte Gameplay wird durch unfassbar lange und zahlreiche Ladebildschirme nur noch trockener und entzieht mit jedem Auftauchen noch mehr Energie.
Besonders kritisch ist das Laden innerhalb der Cutscenes. So gibt es eine Sequenzen, deren Dialog sich selbst abspielt und synchronisiert ist. Die sind gut und ziehen einen weiter in das Geschehen. Aber plötzlich, mitten in der Szene, passiert folgendes: Fade to black -> Ladebildschirm -> Und dann sind wir immernoch in der Szene, bekommen aber Dialogboxen, die wir manuell weiterdrücken müssen. Selbst, wenn das Spiel Spaß macht und die Kämpfe episch und ikonisch sind, kann man sich dem Genervtsein irgendwann nicht mehr entziehen und ab da wird das Spiel leider richtig anstrengend.

Ein Meisterwerk geschmälert

Der Hype um Dragon Ball Z: Kakarot war überall zu spüren. Die Enthüllungen haben für ordentlich Furore gesorgt, die gezeigten Szenen konnten für nichts ausser Gänsehaut sorgen. Wir waren gespannt, wie die RPG-Elemente ein quasi bekanntes Spiel noch mehr bereichern sollten. Wie gesagt, wir spiielen DBZ-Sequenzen nicht zum ersten Mal nach, aber das war uns egal. Die Größe des Projekts und die Gesamtheit von DBZ auf der aktuellen Konsolengeneration war Bestechung genug. Die grandiosen Trümpfe der Kämpfe, Visuals, Soundtrack und Charaktervielfalt wurden schnell ersichtlich und haben die erforderliche Motivation gesorgt. Unterm Strich, fühlt sich Dragon Ball Z: Kakarot wie ein riesengroßer Fanservice an, da es ein Lexikon im Spiel gibt, welches ihr nach und nach freischalten und dadurch alle möglichen Hintergründe von Welten, Gegenständen und Personen nachlesen könnt.

Umso trauriger ist es, dass all das durch eigentlich so simple, vermeidbare Makel fast gänzlich zerstört wird. Die verheerenden Ladezeiten sind wohl der größte Stimmungskiller, den ein Spiel über und mit High-Energy-Kampfsequenzen einbauen kann. Dazu kommt, dass obwohl die Areale bei Weitem nicht so groß sind, dennoch eine gewisse Leere mit sich bringen, bzw. wenig Abwechslung. Es ist bedauerlich, dass ein Franchise, dessen Fangemeinde so groß ist, sich in solchen Dingen ein größes Vermächtnis zerstört. Ich als Fan hatte während der Story richtig Bock und Gänsehaut, das alles nachspielen zu können. Umso mehr hat alles dazwischen die Stimmung im Piccolo-Style zerstört: Was bleibt, ist ein großes Loch. Man muss sich tatsächlich die Frage stellen, ob Dragon Ball-Titel eine gute Kombination mit Open World darstellen. Es schmerzt fast schon, diesen abschließenden Satz zu sagen, aber ich glaube, er beschreibt ihn ganz gut, bzw. leider am Besten.
Dragon Ball Z: Kakarot fühlt sich spätestens ab der Hälfte an wie ein mondänes MMORPG. Quests annehmen, damit die dadurch gewonnen Erfahrungspunkte die Grindstrecken kürzer machen, um den nächsten Storygegner einfacher zu besiegen. Hier und da Minigames, die lediglich dem Zweck dienen, eine leere Welt irgendwie interessant zu machen.

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