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Big Bang Mini – DS-Kracher oder Fehlzündung?

von am 13. Mai 2009
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Lesezeit: 4 MinutenBig Bang Mini!
“Das wird dich umhauen!”, verspricht die Rückseite der Verpackung.
SouthPeak Games und das Arkedo Studio erfinden mit diesem DS-Titel quasi ein neues Genre: das Feuerwerk-Shoot’em up.
Feuerwerk auf dem DS!?
Wie soll das gehen und wie sieht das aus?

Die Antwort auf die erste Frage ist simpel und lautet: Per Stylus.
Die Antwort auf die zweite Frage sollen euch die vielen Bilder und das Video etwas weiter unten vermitteln.
Die Bilder anzuschauen lohnt sich wirklich, denn sie vermitteln einen guten Eindruck von dem, was das Spiel ausmacht:
Freude am rumknallern, abwechslungsreiche Spielhintergründe und eine wahre Explosion von prächtigen und fetzigen Farben.

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Ich gebe zu, dass ich bevor ich mit dem Test des Spiels begonnen habe sehr skeptisch war, weil es eine Menge Leute da draußen gibt, die dem Titel Vorschuss-Lorbeeren zu Hauf gegeben hatten.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach.
Wer schon einmal was von Galaga, oder Space Invaders gehört hat, weiß sofort worum es geht: Ballern!
Auf dem unteren Bildschirm des DS bewegen wir mit dem Stylus unser Schiff, auf dem oberen Bildschirm tummel sich unsere Gegner mit ihren aberwitzigen Manövern und jeder Menge Hindernisse.
Geschossen wird mit kurzen Strichen in die Richtung des Gegners, die per Stylus auf dem Touchscreen.
Unser Schiff bewegen wir mit einem gekonnten “Drauftippen” und anschließendem hin und herziehen.
Warum wir das Schiff überhaupt bewegen müssen?
Weil um uns herum so einiges kreucht und fleucht und jeder Gegner vom oberen Bildschirm so einiges auf uns herabregnen lässt.
Ausserdem zerplatzt jeder Fehlschuss von uns am oberen Bildrand in eine ganze Reihe von Blasen, die wie Flummis in unsere Richtung zurückgeschleudert werden.

Das Feuerwerk veranstalten wir nicht zum Selbstzweck, um staunend und mit lauter “Ooohhs” und “Aaahhs” vor dem DS zu sitzen.
“Big Bang Mini” ist eine Highscore-Jagd, ohne Highscores.
Manchmal wird das Gewirr aus Gegner, Gegenwehr, abgeprallten Schüssen und Hindernissen zu einem undurchdringlichen Wald der Unmöglichkeiten. Eine absolute Herausforderung für jeden Stylus-Akkrobaten.
Aber der “ich will in den nächsten Level kommen”-Faktor reißt nie ab, auch wenn das Spiel eine hohe Frustrationstoleranz erwartet.

big_bang_mini_hongkong_2big_bang_mini_luxor_2kamaura_ingame03

Wie viele Level hat das Spiel?
Zunächst einmal hat es neun erstaunliche und komplett unterschiedliche Welten:
Hong Kong, Aurora, Kamakura, Luxor, Savanna, New York, Rio de Janeiro, Paris und Abyss.
Jede Welt besteht aus 9 Levels + Bossfight. Außerdem hat jedes Level noch mal eine Bonus-Stage.
Wenn man also am Ende des Arcade-Modus gegen den B.O.S.S. antritt, hat man 81 Levels und 81 Bonusstages hinter sich gebracht, sowie 9 Zwischenbosse bezwungen.

Damit nicht genug, denn das Spiel hat auch noch von einander abhängige Modi.
Zuerst kommt der Trainingsmodus. Logisch.
Dann folgt der Arcade-Modus mit seinen Welten, Levels, Bonusstages und Bossen.
Hat man den Arcade-Modus geschafft, darf man sich an die “Missionen” wagen!
Hat man diesen Bereich gemeistert, kann man einen weiteren Modus freischalten, der bei mir noch mit “???” gekennzeichnet ist.
Für “Nur die Ruhe” müssen alle Bonus-Stages des Arcade-Modus erfolgreich durchgespielt werden und für die Herausforderungen, muss man den Boss in der Welt Luxor erledigen.

Für Langzeitmotivation dürfte also zu genüge gesorgt sein.
Außerdem hat das Spiel ja noch einen Multiplayermodus (mit Cardsharing).

Hier ein paar bewegte Bilder des Spiels:

Grafisch gesehen ist das Spiel ganz großes Tennis.
Jede Welt ist ein Unikat. Nicht nur, dass die Gegner und Hintergründe anders aussehen, alles sieht anders aus!
Das Schiff, die Schüsse und Fähigkeiten, alles sieht von Welt zu Welt unterschiedlich aus.
Das verwirrt das Gehirn und lässt den Spieler kurzzeitig denken “vielleicht muss ich diesem Strahl gar nicht ausweichen. Den kenne ich noch gar nicht!”
Falsch gedacht! Grundsätzlich müssen wir allem ausweichen!
Zurück zur Grafik.
Dieses Spiel blüht dank seiner Grafik auf und kommt doch sehr minimalistisch daher.
Stil und Farbpracht machen den feinen Unterschied.

Der Soundkulisse des Spiels ist ebenfalls große Kunst.
Kleine Kostprobe gefällig?

“Challenge”

[audio:24 24 – Challenge.mp3]

“First Fireworks”

[audio:17 17 – First Fireworks.mp3]

Den Soundtrack kann man sich übrigens auf der offiziellen Homepage des Spiels komplett und gratis herunterladen.
http://www.bigbangmini.com/
Für Freunde elektronischer Musik sind das gut investierte 108 MB.

Zeit für ein Fazit:
Wer viel unterwegs ist, stets einen DS (egal welches Modell) bei sich und Lust auf kurzweilige Unterhaltung hat, ist mit Big Bang Mini mehr als ausgelastet. Andere Module werden anfangen Staub anzusetzen, denn bis man mal den Arcade-Modus durchhat vergehen ein paar Tage. Oder Wochen 😉  Ab der dritten Welt wird das Spiel knackig, was seinen Schwierigkeitsgrad angeht.
Eine gewisse Frusttoleranz sollte man also haben, was beim Genre Shoot’em up durchaus nichts Neues ist.
Musik und Grafikstil plus Umfang des Spielinhalts sind nicht bloß ordentlich, sondern sind verdammt selten gesehen auf dem Nintendo Handheld. Hier wurde mit viel Liebe und Sachverstand ein richtig gutes Game auf die Beine gestellt, welches sich einen Platz in meiner persönlichen DS-Top 10 erkämpft hat.
Big Bang Mini hat mich umgehauen!

Kommentare
 
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  • 16. Mai 2009 at 16:04

    Hat was!
    Allerdings überzeugt mich der Trailer noch nicht ganz.
    Das Spiel sie zwar bunt und party mäßig aus, aber hat es auch das gewisse etwas?
    Ich lasse mich einmal überraschen und werde es auf jedenfall einmal testen.

    lg


  • Kirby
    18. Mai 2009 at 12:50

    also ich muss sagen das game is der kracher! das erste mal seit nem halben jahr hab ich auch zuhause DS gezockt und die PS3 bleib aus^^ macht echt spaß
    (ist übrigens das erste game, welches ich mir ausschließlich aufgrund von “i-know-your-game” zugelegt habe! 🙂 vielen dank dafür mykel jay 😉 )
    hab jetzt nahdem ich es habe auch nochmals den bericht gelesen und hey, super zum ausdruck gebracht, hätte es nicht besser formulieren können 😀


    • 18. Mai 2009 at 13:04

      Vielen vielen Dank Kirby.
      Da geht einem doch das Herz auf, wenn man so ein Kompliment hört.
      Hoffe das liest der Publisher 😉
      Geldkoffer und Blumengestecke bitte an die im Impressum angegebene Adresse schicken 😉


  • Kirby
    19. Mai 2009 at 09:53

    okay- ich sollte meine posts nicht auf der arbeit schreiben uns sätze unterbechen. da war grammatikalisch der wurm drin *g*
    ich befürchte aber das die durch mich nicht wirklich genug geld eingenommen haben. das würde dann vllt für ein gänseblümchen langen und der geldkoffer wäre auch ziemlich klein 😉


  • Synthex
    19. Mai 2009 at 14:10

    Gibt es nicht eine Demo zu dem Spiel im Nintendo Kanal der Wii ?


  • Synthex
    19. Mai 2009 at 14:14

    Und danke für den Soundtrack-Tip. Zufällig höre ich gerade Jean Michel Jarre, bin gespannt, wie sich der Soundtrack im Vergleich dazu bewährt.


  • 19. Mai 2009 at 15:57

    Ich werde das heute Abend mal nachschauen!
    Das wäre natürlich super!


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