Driift Mania – Top oder Flop?
Lesezeit: 5 MinutenIn Zeiten von hochfliegenden Rennsimulationen, egal ob auf Renn- oder Rallye-Strecken und durchgestylten Arcade-Racern ist manchmal der Blick zurück eine echte Erholung. Ich liebe Rennspiele jeder Art, aber manchmal sehne ich mich zurück zu Spielen wie R.C. Pro-Am, Rad Racer oder Off-Road. Daher war für mich ein Test von Konamis Driift Mania ein absolutes Muss.
Es mag ungewöhnlich sein, einen Test-Bericht mit einem Video zu beginnen, aber ich finde dass man so schnellstens über das im Bilde ist, wovon ich gleich sprechen werde. Hier also der offizielle Trailer.
Driift Mania ist, wie man sehen kann, eine Mischung aus MicroMachines, R.C. Pro-Am und ähnlichen Top-Down-Racern in moderner Wii-Umgebung und im schicken Comic-Look. Das Besondere an diesem Spiel ist seine Einfachheit. Das Spielprinzip versteht beinahe jeder, die Steuerung ist auf’s Minimum reduziert und der Umfang bietet jede Menge Abwechslung ohne den Spieler mit unübersichtlichen Menüs und zu viel Schnick-Schnack abzulenken. Im besten Sinne bleibt Driift Mania seinen Wurzeln treu und wurde an den entscheidenden Stellen aufgebohrt. Hier zwei Ahnen des Spiels: R.C. Pro-Am und Off-Road (beide NES):
Worum geht es eigentlich?
Story braucht ein Rennspiel nicht! Es geht um Benzin, Öl und Motoren. Und darum, der Erste im Ziel zu sein.
Driift Mania auch ein schnelles Top-Down-Rennspiel bei dem man alleine, oder mit bis zu acht Personen jede Menge Spaß haben kann. Zur Verfügung stehen 32 unterschiedlichste Fahrzeuge in vier Klassen: Klein, Mittel, Schwer und Spezial. Dabei befinden sich im Fuhrpark neben jeder Menge normaler PKW selbstverständlich auch eine ganze Reihe von Sportwagen. Jedes Fahrzeug verfügt über ganz eigene Fahreigenschaften, die bei unterschiedlichen Fahrstrecken dem Fahrer einiges an Können abverlangen. Neben den “normalen” Fahrzeugen kommen nach und nach auch jede Menge Exoten hinzu. Formel 1-Renner, Strandbuggies, Hummer, Panzer, Schulbusse, Polizeiwagen, Feuerwehr-Fahrzeuge, Luftkissenboote und nicht zuletzt sogar ein Bagger oder ein Monstertruck lassen sich nach und nach freispielen.
Hier seht ihr einige der Menüscreens des Spiels.
Wie man sehen kann, sind auch die Menüs sehr aufgeräumt. Die erste Entscheidung, die man treffen muss: Meisterschaft, oder Mehrspieler-Modus. Fällt die Entscheidung auf die Meisterschaft, müssen wir uns für eine der vier Klassen und dann für einen der fünf verschiedenen Cups erwärmen: Stadt, Berg, Oase, Schnee und Welt. Die ersten Vier dürften selbsterklärend sein, Pokal Nummer Fünf ist ein Strecken-Mix der anderen Vier. Auswahl getroffen? Dann nur noch den fahrbaren Untersatz schnappen und schon geht es los.
Die Rennstrecke liegt direkt vor (beziehungsweise “unter”) uns. Die Ampel springt um auf “Grün” und schon fetzt unser Wagen los. Immer mitten im Gerangel der Kontrahenten, die uns mit ihren Vehikeln rammen, drehen, schubsen und wegdrängeln. Items wie Turbopilze, Schildkrötenpanzer, Lenkraketen oder Waffen im Allgemeinen sucht man bei Driift Mania vergebens. Hier geht es nur darum auf der Strecke zu bleiben, Schlammpfützen, Dünen, Steigungen, Eis, Schnee, Staub, Asphalt, Schilder, Begrenzungshütchen und Ölflecken zu meistern. Die ganze Zeit über ist die komplette Rennstrecke zu sehen, was enorm für Übersicht sorgt. Der Grafikstil passt super zum minimierten Renngeschehen und die Steuerung der quergehaltenen Wii-Remote ist einfach zu handhaben. Hier und da spielt die Perspektive ihre Streiche mit den Spielern, werden Beschleunigungsstreifen oftmals zu Fallen, die den Fahrer um einige Wegpunkte zurückwerfen, aber der Spaßfaktor triumpfiert die Ganze Zeit über den Frustfaktor.
Die Mehrspieler-Modi sind abwechslungsreich und bieten jede Menge Kurzweile. Achtung! Beim Spielen kann es ähnlich laut werden, wie bei Mario Kart. Die Rennen und verschiedenen Modi sind nicht minder spannend. In “Meteorit” kämpfen die Fahrer ums nackte Überleben. Während am Boden gefahren wird, was das Zeug hält, regnet es Meteoriten. Trifft einen so ein Ding ist das Rennen unweigerlich zu Ende, der eigene Wagen nur noch ein verkohlter Klumpen Altmetall. Wer hier am längsten überlebt und dabei auch noch so viele Runden wie möglich geschafft hat, ist der Sieg sicher.
Weitere Modi sind unter anderem: Teamrennen, Mehrspielermeisterschaft, VIP, Kalte Kartoffel und Kontamination. Schade eigentlich, dass es keinen Online-Modus gibt. Der hätte das Spiel richtig gut abgerundet.
Hier einige der zwölf Rennstrecken und drei Arenen:
Kommen wir zum Herzstück des Spiels: Der Steuerung. Zum Glück blieben die Entwickler bei der Steuerungsmethode den Wurzeln treu und ließen die Bewegungssensoren der Wii-Remote links liegen. Der WiiWare-Titel kommt herrlich aufgeräumt daher und kennt eigentlich nur vier Befehle: Links, Rechts, Gas, Bremse (was bei längerem Drücken auch rückwärts bedeutet). Das Digikreuz ist für die Auswahl in den Menüs und fürs Lenken da, die Taste 2 ist zur Bestätigung und zum Beschleunigen da. Die 1 erfüllt nur die Funktion als Bremse und Rückwärtsgang und dann bleibt nur noch der Plus-Button, der als Pausenknopf, zum Menüaufruf und dem vorzeitigen Beenden eines Rennens dient, wenn noch nicht alle im Ziel sind.
Die eigentlich exzellente Fahrphysik klingt leider ein paar Punkte abgezogen, weil man hier und da durch fast unsichbare Hindernisse inkorrekt gestoppt, oder gar durch die Luft gewirbelt wird. Ein paar Mal schon ist mir passiert, dass ich von einem größeren Fahrzeug nur leicht angetitscht wurde und dann wie ein außer Kontrolle geratener Brummkreisel quer über die Rennstrecke gefeuert wurde.
Auch geht einem nach ein paar Stunden Spielzeit die Musik ganz gehörig auf den Pinsel.
Ansonsten ist das Spiel mit seinen 800 Nintendo-Points – also umgerechnet acht Euro – eine echte Kaufempfehlung!

























sieht voll gut aus !!! will ich ja mal unbedingt spielen !!!
WOOW! das es so etwas mehr oder weniger einfaches mal wieder gibt, was mir auch gefällt. klasse. echt cool. eine große auswahl an spielspass, wobei ich denke, wenn man das alleine spielt, dass einem nach kurzer zeit der spass einfach vergeht. ab 2 playern denke ich kann man das auch mal 6, 7 oder 8 stunden in partylaune zocken. das geht 😉