Nicht immer halten Spiele auch das, was erste Trailer oder Screenshots versprechen. Auch der 2D-Plattformer Anima: Ark of Sinners macht zwar optisch auf den ersten Blick einen guten Eindruck, enttäuschte in der Praxis aber auf ganzer Linie. Warum ich es mit dem Download-Titel des Anima Game Studios insgesamt wohl nicht länger als eine Stunde ausgehalten habe, dass erfahrt ihr in dem folgenden Anima: Ark of Sinners-Test.
Geständnis
Ich gestehe, sollte es einen zweiten Level in dem WiiWare-Titel Anima: Ark of Sinners geben (und das wird es mit Sicherheit), so habe ich ihn nie erreicht und habe auch nicht vor dies jemals nachzuholen. Jawohl! Sollen die Leute doch meckern und mir vorwerfen ich könne kein Spiel kritisieren bei dem ich es nicht einmal in das zweite Level geschafft habe. Mir doch wumpe. Ich verwette nämlich meine Kronkorkensammlung vom vergangenen Wochenende darauf, dass dieses Spiel auch im weiteren Verlauf nicht besser wird! Und mich noch mehr quälen lassen? Nicht mit mir!
Grafik & “Story”
Auf den ersten Blick macht Anima: Ark of Sinners durchaus einen recht interessanten Eindruck und hat mich auch erst dazu bewogen mir das Spiel einmal näher an zu schauen. Der Grafikstil wirkt relativ unverbraucht und erinnert vielleicht ein wenig an das Spiel El Shaddai:Ascension of the Metatron, dass Ende 2011 auf der PS3 und Xbox 360 erschienen ist. Auch die Story des Spiels wird relativ nett in einzelnen Bildern präsentiert, die immer mal wieder eingestreut werden. Nicht immer braucht es schließlich aufwendige Zwischensequenzen und Sprachausgabe, vor allem nicht bei einem WiiWare-Titel.
Worum es letztendlich in Anima: Ark of Sinners geht, dass wird recht kryptisch erzählt und spielt im Grunde auch keine große Rolle. Die – zumindest oben herum -, knapp bekleidete Hauptfigur Celina wacht in einer ihr fremden Stadt namens Arche auf und muss sich auf der Suche nach einem Freund namens Nemo durch eben jene von Plattform zu Plattform bewegen und alle paar Sekunden mit merkwürdigen Wesen kämpfen. Und hier liegt auch schon der Hund begraben. Sowohl Kämpfe als auch Sprungpassagen sind von den Entwicklern so schlecht umgesetzt wurden, dass man schon nach den ersten Metern die Lust verliert weiter zu machen.
Gameplay?
Fangen wir bei der Fortbewegung an, die sich so abgehackt anfühlt, dass man nicht selten von einer Plattform falsch abspringt, oder gar erst einige Versuche braucht um dort irgendwo hoch zu gelangen. In den weniger schlimmen Fällen wird so der Spielfluss unterbrochen (bzw. kommt gar nicht erst auf) und in den anderen landet man irgendwo tot im Abgrund und muss eine Passage nochmal von vorne spielen. Apropos Abgrund: Aufgrund des Leveldesigns kommt es leider nicht selten vor, dass man eben jenen erst recht spät sieht, was in Verbindung mit der Steuerung… na, ihr ahnt es schon.
Kommen wir zu den Kämpfen, die eigentlich ganz stylisch aussehen. Ein Schwert, ne schicke Frau, böse Monster, viele bunte Farben, wenige Knöpfe. Top! Eigentlich… Denn so wenig Spaß die Sprungpassagen machen, die Kämpfe sind nicht wirklich besser. Quasi gefangen zwischen zwei Energiefeldern, die den Kampfbereich auf einen kleinen 2D-Raum begrenzen, in denen sich Celina und die Monster befinden, wird aufeinander eingehackt.
Dabei kommt es allerdings weniger auf das Können des jeweiligen Spielers an als vielmehr darauf, wer wen als erstes richtig erwischt. Drängt man den Gegner nämlich gleich mit dem ersten Schlag in eine der Ecken, so das man ihn Beat ’em up mäßig mit jeweils ein und demselben Schlag weiter bearbeitet ohne das er sich befreien kann, läuft alles gut.
Umgekehrt sieht es leider genau so aus und nicht selten prallt man gerade bei Sprung-Attacken, oder sonstigen Angriffen vom Gegner ab und verletzt sich, weil dieser eine “Trefferzone” hat, die definitiv größer ist als es optisch den Eindruck erweckt. So landet man ganz schnell selber in einer Ecke, ohne sich wirklich befreien zu können. Dadurch kommt es nicht selten vor, dass man einen Abschnitt wieder und wieder spielen muss, nur um ihn beim x-ten Mal dann plötzlich in Sekunden zu schaffen.
Fazit:
So genug gemeckert. So viel Aufregung ist ein Spiel wie Anima: Ark of Sinners nämlich nicht wert. Jedem der nicht gerade vorhat wirklich alle Plattformer zu spielen die die Wii zu bieten hat, sollte hier getrost einen großen Bogen drum herum machen. Zu verpassen gibt es nichts! Wer den Grafikstil interessant findet ist im Grunde mit dem Trailer bestens bedient. Hinzu kommt: bessere Plattformer als diesen hier gibt es wie Sand am Meer. Oh Entschuldigung, doch wieder gemeckert.
















Solche Test sind die unterhaltsamsten
) Wir sollten “Trash-Tests” einführen!
Am besten noch in Verbindung mit einer Genervt-Skala oder wie?