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Rez: Infinite – Partikelfeuerwerk im Cyberspace

von am 14. September 2017
DETAILS
 
Spieldauer

unbekannt

Für Fans von:

- Rez (2001)

Pluspunkte

- wunderschöne Visuals
- ein perfekt zu den Visuals passender Soundtrack
- ein Projekt, in das sehr viel Liebe geflossen ist

Minuspunkte

- schnell abgenutztes Gameplay
- ein erneutes Remake eines 15 Jahre alten Titels
- nur wenige Neuerungen

Editor Rating
 
GAMEPLAY
5.0

 
GRAFIK
8.0

 
SINGLEPLAYER
0.0

 
MULTIPLAYER
0.0

 
SOUND
9.0

Gesamt-Wertung
7.0

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User Rating
 
GAMEPLAY
4.0

 
GRAFIK
6.5

 
SINGLEPLAYER

 
MULTIPLAYER

 
SOUND
7.0

User-Wertung
1 rating
5.8

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Zusammenfassung
 

Ich muss dazu sagen, dass ich das Original nie gespielt habe, aber die Demo der neuen Area X genügt, um mir ein Bild vom Gameplay des gesamten Spiels zu machen. Rez: Infinite bietet keine Challenge oder abwechslungsreiche Gameplay-Elemente. Es bietet aber genau das, was es verspricht: Eine Experience. Wer also tiefgründige Charakterstudien und eine Story voller dramatischer Plottwists erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Wer aber einfach nur für ein paar Augenblicke in eine andere Welt abtauchen möchte, der sollte Rez: Infinite auf jeden Fall eine Chance geben.

 

Playstation- oder Dreamcast-Veteranen dürfte der Name Rez nicht fremd sein. Bereits 2001 erschien der unkonventionelle Rail-Shooter für die SEGA Dreamcast und 2002 für die Playstation 2. Einige Jahre Später kam der Titel dann auch in einer HD-Fassung auf die Xbox 360. Auf der gamescom 2017 wurde dann die neueste Adaption des Cyberspace-Spektakels aus der Feder von Tetsuya Mizuguchi (mit dem wir übrigens auch ein Interview geführt haben) vorgestellt: Rez: Infinite.

Wirklich viele Neuerungen scheint es nicht zu geben, mit dem großen Unterschied, dass Rez: Infinite ein VR-Titel ist. Und allein diese Neuerung scheint dem Spiel einen komplett neuen Twist zu geben. Denn was vorher ein gewollt artistischer, aber schlussendlich doch recht mittelmäßiger Rail-Shooter war, wird in VR plötzlich zu einer audiovisuellen Sensation. Wir haben auf der gamescom 2017 nur den neuen Spielmodus „Area X“ austesten dürfen und grafisch wirkt dieser auf den ersten Blick eigentlich nicht wirklich anspruchsvoll. Man fliegt durch einen unendlichen, schwarzen Raum und vor einem erscheinen leuchtende, geometrische Formen, die es abzuschießen gilt und die in viele kleine Partikel zerbersten. Und auch wenn diese fliegenden Polygone nichts Besonderes zu sein scheinen, entfaltet das Spiel innerhalb weniger Augenblicke seine ganz eigene Schönheit. Es ist tatsächlich schwierig, in Worte zu fassen, aber es erinnert an ein Feuerwerk aus unzähligen, bunten Punkten. Komplementiert wird das Ganze durch den wunderschönen Soundtrack, der einen begleitet, während man durch die unendlichen Tiefen des Cyberspace fliegt. Jeder zerstörte Gegner erzeugt zudem einen Klang, sodass es fast wirkt, als würde man Musik machen, während man spielt. Roger Ebert sagte einst, Videospiele könnten keine Kunst sein. Würde er heute noch leben, Rez: Infinite würde seine Meinung ändern.

Das Problem ist, dass man ein wunderschönes Gemälde nur eine bestimmte Zeit lang ansehen kann, bevor es einen langweilt. Und ebenso verhält es sich mit Rez: Infinite. Woran es dem Shooter nämlich mangelt, ist Gameplay. Man fliegt, schießt Krams ab, fliegt und schießt noch mehr Krams ab. Mehr geschieht nicht. Zu Glanzzeiten von Star Fox und Ace Combat war das vielleicht noch genug, aber Rez: Infinite verliert bereits nach wenigen Augenblicken den „Wow!“-Faktor und schmeckt schal, wie ein Bier, das zu lange in der Sonne stand.

Mehr lässt sich zu Rez: Infinite auch nicht wirklich sagen. Wir haben ausschließlich die neue Area X anspielen können. Wer wissen möchte, ob sich die Story-Kampagne lohnt oder nicht, der muss sich Reviews aus dem Jahr 2001 durchlesen, denn wirkliche Neuerungen scheint es dort sonst nicht zu geben. Dementsprechend bezieht sich auch meine Bewertung ausschließlich auf die Erfahrungen, die wir im neuen Spielmodus machen konnten.

Abschließend bleibt wohl nur zusammenzufassen, dass Rez: Infinite ästhetisch auf ganzer Linie überzeugt und so manchen, großen Titeln die Show stiehlt, aber ansonsten leider nicht viel zu bieten hat. Wer jedoch auf der Suche nach einem simplen VR-Game mit großartigen Visuals und einem wundervollen Soundtrack ist, der sollte sich Rez: Infinite auf jeden Fall mal anschauen.

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MULTIPLAYER

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