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Empire of Sin – Angespielt auf der gamescom 2019

von am 18. September 2019
 

Lesezeit: 3 Minuten

Neben einem bezaubernden Interview mit Game-Direktorin Brenda Romero, bekamen wir natürlich auch die Chance Empire of Sin anzuzocken. Daniel und ich dachten anfangs nicht daran, dass wir die vollen zwei Stunden des Termins ausreizen würden. Aber kaum saßen wir vor den Bildschirmen und der 20er Jahre Noir-Jazz setzte ein, war es eine Herausforderung, uns da wieder wegzubekommen. Aber hier sind wir nun und bereit, euch davon zu erzählen, was euch im Mobster-Imperium erwartet.

No Alk, no Party

Willkommen in Chicago, 1920. Die Thommy-Gun im Violinenkoffer ist in, auf den Straßen fahren der Ford Model A und Renault 6 CV NN und die Partys im Gatsby-Style schmücken jedes Wochenende.
Doch die “Wilden Zwanziger” werden jäh gestoppt, denn die Prohibition hält in den Staaten Einzug. Ab sofort ist die Produktion, der Transport und der Verkauf von Alkohol durch die Verfassung verboten. Zuwiderhandlung steht mit auf der Liste der schlimmsten Verbrechen, die man begehen kann. Doch dort, wo Verbote stehen, flouriert der Schwarzmarkt und wirklich niemand möchte wirklich auf dem Trockenen sitzen. So macht ihr es euch zur Aufgabe, durch den geschickten Umgang mit heißer Ware, den Cops und eurem Klientel ein durchaus nettes Leben in Chicago aufzubauen. Aber ihr seid nicht die einzigen, die diesen Traum hegen. Also heißt es Durchladen und die anderen Familien aus der Stadt jagen, sofern sie euch nicht als Herrscher der “Windy City” anerkennen.

XCOM, Simulation, Rogue-like

Klingt wie drei zusammengewürfelte Schlagwörter, beschreibt die Gameplay-Formel allerdings ziemlich gut. In Empire of Sin streift ihr durchs nächtliche Chicago, um euch die Läden der Gegner mit Kugelhagel unter den Nagel zu reißen. Schon auf eurem Weg durch die Straßen der Großstadt kann es zu Schießereien mit verfeindeten Familien kommen. Das Kampfsystem erinnert in nahezu allen Facetten an XCOM. Deckungen sind vorhanden, die das Treffen schwieriger machen, Prozentangaben über Trefferwahrscheinlichkeiten und auch das Menü bringt die Scharmützel aus der entfernten Zukunft ins Gedächtnis. Allerdings macht das Coverbasierte Ballern richtig Laune und wirkt im Zuge der gesamten Atmosphäre richtig griffig. Hauseingänge, parkende Autos, Briefkästen und Treppen bieten reichlich Schutz im Gefecht, ohne extra für diese Szene dorthin gebaut zu sein. So verschwimmt die Linie zwischen Erkunden und Gefecht förmlich gänzlich.

Ausserhalb der Schießereien wartet eine Stadt mit düsteren Gassen, großen Parks und vielen Läden, die euch den Aufstieg zum Megamobster ermöglichen. Egal ob Pub, Casino oder Laufhaus; Alles, was euch Kohle und eure Produkte an den Man(n) bringt, ist hier das Mittel der Wahl. Zudem müsst ihr eure “Freizeitmöglichkeiten” jederzeit aufwerten. Dabei reden wir nicht nur von der Dekoration, sondern auch die Mund-zu-Mund-Propaganda und vor allem den unschuldigen Anschein von aussen. Wenn rauskommt, dass ihr hier Alkohol über den Tresen schiebt, seid ihr geliefert.
Wenn eure Geschäfte erstmal laufen, ist Ausruhen jedoch keine Option. So lauern immernoch eure Gegner auf den Straßen und wenn ihr eure Etablissements nicht schützt, wechseln ein ums andere Mal den Besitzer. Also Sicherheitspersonal angeheurt und weiter am Imperium gebastelt.

All eure Lieblingsgangster

In Empire of Sin schlüpft ihr in die Rolle eines Ganoven, der sich seinen Namen erst erarbeiten muss. Ein Spiel, das sich sehr an einem der berühmtesten Jahrzehnte der Modernen bedient, wird sicherlich auch einige bekannte Gesichter aus der Zeit präsentieren. Tatsächlich erwarten euch neben einigen fiktiven Charakteren die Größen Al Capone, Stephanie St. Clair, Dean O’Banion und Daniel McKee Jackson als spielbare Charaktere, jeder mit seiner eigenen Fähgikeit. Auch dadurch erlangt das Spiel große Wiederspielbarkeit.

Das Hands-On hat uns schon mächtig Spaß gemacht. Das sehr sympathische Interview mit Brenda Romero könnt ihr in dieser Gasse hier finden. Rauskommen soll Empire of Sin im zweiten Quartal 2020.

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