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52 Games: #4 Déjà-Vu

von am 8. Juli 2016
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Lesezeit: 3 Minuten

Sophia: Silent Hill 2

Diesmal habe ich mich bei dem Thema wirklich schwer getan… Ein Spiel, in dem Déjà-Vu-Momente wirklich vorkommen, ist mir auf Anhieb nicht eingefallen, zumindest keins, was ich gespielt hätte. Deswegen lege ich das Thema ein bisschen weiter für mich aus, mit meiner eigenen Definition. Déjà-Vu. Bereits gesehen. Etwas bereits gesehen oder gespielt haben und es sich nochmal ansehen oder spielen. Aktuell schaue ich sehr gerne die Silent Hill 2-Streams von Henrik und er hat schon ganz zu Beginn auf Kleinigkeiten aufmerksam gemacht, die Bezug auf spätere Stellen im Spiel nehmen, man beim ersten Spiel so natürlich höchstwahrscheinlich aber nicht wahrnimmt. Einen hohen Wiederspielwert eben wegen solcher Elemente haben einige Spiele und es gibt viele, die ich eben deshalb öfter gespielt habe oder spiele. Zum Beispiel auch The Evil Within (welche im Rahmen der 52 Games jedoch schon von mir erwähnt wurden). Aber gerade sowas begeistert mich bei Videospielen immer wieder, wenn ich bei einem erneuten Durchlauf bereits gesehenes nochmal mit anderen Augen und von einem anderen Standpunkt aus sehen kann.
Silent Hill 2

Chucky: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots

Jeder kennt das Gefühl. Das habe ich doch irgendwo schon mal gesehen. Hier war ich doch schon mal. Ändert die Matrix gerade schon wieder etwas im System? Das habe ich doch irgendwo schon mal gesehen. Hier war ich doch schon mal. Die Rede ist von Dejá Vus. Und auch wenn ich bei jedem neuen Assassin’s Creed oder Call of Duty ein solches Dejá Vu habe, musste ich beim Lesen des Themas dieser Woche an einen Spieletitel ganz besonders denken. Seid ihr schon mal als Erwachsene zurück an einen speziellen Ort aus eurer Kindheit gereist und hattet plötzlich den Eindruck, dass ihr in der Zeit zurückgereist seid? Genau so erging es mir in Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots. Nach der ersten Hälfte des Spiels besucht man nämlich eine verlassene Basis in der Antarktis namens Shadow Moses und schon bei der alleinigen Erwähnung des Namens lief mir ein kalter Schauer über den Rücken und ein wohliges, warmes Gefühl breitete sich in meinem Bäuchlein aus, denn eingefleischte Metal Gear Solid Fans dürften wissen, dass Shadow Moses der Schauplatz des ersten Teils der Reihe ist. Und als besonderes Schmankerl beginnt man die Mission mit einer Traumsequenz, in der man den Anfang des ersten Teils noch einmal spielen muss, komplett in verpixelter PSX Optik. Dieser Traum geht dann flüssig in die Gegenwart über und plötzlich steuert man einen sichtlich gealterten Solid Snake bzw. Old Snake durch die schneeverwehte Landschaft der Antarktis. Und spätestens, als man dann Metal Gear Rex, den großen Nuklearwaffenabschussroboter des ersten Teils bemannt, um sich einen epischen Kampf gegen Metal Gear Ray aus dem zweiten Teil zu liefern, hatte ich das Gefühl, in der Zeit zurückgereist zu sein.

Metal Gear Solid 4: Shadow Moses

Tony: The Technomancer

Ich muss in dieser Sache der guten Phi zustimmen. Sich an einen bestimmten Punkt (in der Matrix vielleicht?) zu erinnern, wo man schon mal etwas so erlebt hat, gerade in Videospielen ist schwer. Denn auch wie der gute Chucky-nator es sagt, gerade bei Franchises wie Assassin’s Creed, verschwimmen solche Momente immer mehr. Deswegen würde ich an dieser Stelle nicht nur einen recht aktuellen, sondern auch gewissermaßen “unverbrauchten” Kandidaten für meinen persönlichen Déjà-Vu-Moment in die Runde feuern. The Technomancer rotiert zu diesem Zeitpunkt noch in meiner Konsole und den entsprechenden Test dazu findet ihr dann auch bald auf unserer Seite, aber was ich jetzt schon sagen kann… und auch wenn es nur eine kleine Sache ist, aber das Kampfsystem erinnert mich ein wenig an Dragon Age. Nur (für mich) besser. Es ist diese Mischung aus Echtzeit und rundenbasierend, wo jede Attacke eine gewisse Ablkingzeit und einen Delay hat (wenn auch nicht so krass wie bei Dragon Age, zumindest so wie ich mich daran erinnere). Wo man taktisch vorgehen und überlegen muss, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, einen gegnerischen Angriff zu unterbrechen, oder man doch lieber ausweicht bzw. abwehrt. Nur so viel flüssiger. Von der anfangs gewöhnungsbedürftigen abgesehen, geht die Kampfmechanik von The Techromancer relativ gut von der Hand, ohne dabei an taktischer Tiefe zu verlieren. Ich würde sagen, gut gemacht liebe Entwickler. Mich an ein Spiel zu erinnern, dass ich wegen der Steuerung und Frust abgebrochen habe und eben genau das dann besser machen (ab Stunde 3 zumindest). Déjà-Vu mit anschließendem Chapeau!

The Technomancer - Gameplay Oveview Trailer | PS4

Kommentare
 
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  • Turbolu
    Turbolu
    8. Juli 2016 at 13:09

    Sehr schön, wie ihr alle drei völlig verschiedene Ansätze gefunden habt, an denen ihr euch bei der Auswahl eurer Titel orientiert.
    Gerade deshlab mausert sich 52 Games Rubrik langsam aber sicher zu einem meiner absoluten Favorites hier.

    Beim kompletten Lesen des MGS4 Abschnittes von Chucky hatte meine Gänsehaut übrigens Gänsehaut.
    Salutes to Big Boss. o7


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