Specials
1Kommentar

Top 10 – Lieblingsspiele aus Henriks Jugend

von am 26. Januar 2017
 

Damit redaktionsinterne Achievements erreicht werden, präsentiere ich euch die Liste mit den zehn besten Videospielen. Dieser Liste fehlt es an nichts, bis auf Einspieler von prominenter Hintergrundstrahlung, die diese Top 10 mit geistreichen Bonmots und anderer Kurzweil anreichern. Viel Vergnügen.

10. Final Fantasy VIII

 

Ich will jetzt nichts hören! Aber so gar nichts! Ja, ich hab Final Fantasy in meiner Liste und das ist auch gut so. Der achte Teil der Serie traf bei mir seinerzeit irgendeinen Nerv. Neben dem Intro, das übrigens Blut zeigte, waren es vor allem die Schlacht um den Balamb-Garden und Charaktere wie Cipher und Irvine Kinneas, mit denen sich mein 17 Jahre altes Ich identifizieren konnte. Rückblickend hätte mir damals ein Fedora vermutlich sehr gut zu Gesicht gestanden.

9. Quake

Mein erstes selbstgekauftes Spiel! Beziehungsweise, gekauft mit meinem Geld, von meinem Vater. In meiner kindlichen Wahrnehmung war mein Vater immer jemand, der jeden kannte und irgendwie auch immer alles besorgen konnte. Er hatte mir das Nintendo Entertainment System besorgt, einige Spiele und später dann auch den ersten PC zur Konfirmation. Auch er erkannte früh, dass das Unterhaltungspotential von Solitair, bzw. Minesweeper recht begrenzt und dass dringender Handlungsbedarf gegeben war. Quake war die Lösung. Dieses Spiel wanderte von unterhalb des Tresens direkt in mein CD-Rom Laufwerk und verließ selbiges für lange Zeit nicht wieder und ist auch heute noch mein Favorit der Quake-Serie.

8. Shadowrun (SNES)

Es gab da so einen Deal. Ich mache unter der Woche keinen Mist und verhalte mich wie ein Mensch mit geschlossener Hose und dafür lieh mir mein Vater am Wochenende immer mal wieder ein Spiel meiner Wahl aus. Ich schrieb dafür meist donnerstags oder freitags so kleine Listen. „Guck mal nach diesen Spielen, Papa!“ Dann hab ich da schön Ziffern draufgeschrieben, meist eins bis fünf und dann ist mein Vater damit zur Videothek gefahren. Shadowrun war allerdings nie auf diesen Listen. Das konnte auch passieren. Was in 90% der Fällen zu so Totalausfällen wie Space Ace (Ja, ich hab diesen Quatsch damals selbst spielen müssen!) führte, gelang meinem Vater mit Shadowrun ein absoluter Glücksgriff. Auch wenn ich dieses Spiel als Kind nie durchspielte, so war es dieser Titel, der mich in das Shadowrun-Universum einführte und der dafür verantwortlich ist, dass ich mich auch heute noch mit Schulfreunden immer mal wieder zu einer Runde Shadowrun treffe.

7. Secret of Evermore (SNES)

Wer Secret of Mana sagte, der musste auch Secret of Evermore sagen. Ein wenig im Schatten des grandiosen Secret of Mana untergegangen, ist Secret of Evermore eine famose Parodie einer ganzen Generation von Super Nintendo Rollenspielen. Ihr, euer Hund und eine Reise von der Steinzeit bis in die Zukunft  – so funktionierte Secret of Evermore. Der Hauptcharakter ein Teenager, der jede noch so absurde Situation mit Filmzitaten zu belegen wusste und euer treuer Begleiter ein Hund, der sich im Laufe eurer Reise vom Wolfshund zu einem Toaster mit Laseraugen entwickelte – das Übliche eben. Es war übrigens der offizielle Werbespot, der mich und damit meine Eltern zum Kauf bewegte. Ich habe es nie bereut. Allerdings hat mein kleiner Bruder damals seine Existenz bereut, als er meinen Speicherstand (angeblich) aus Versehen löschte.

6. Might and Magic VI+VII

Aus rein technischer Sicht war die Serie um Might and Magic nie wirklich auf dem Stand der Zeit und trotzdem zählten die Teile VI und VII zu meinen absoluten Favoriten. Vermutlich wegen der offenen Welt, die 1998 noch nicht zum Standardrepertoire von RPGs gehörte oder aber auch wegen so Zaubern wie „Armageddon“, der einfach mal Schaden an absolut jedem Ziel auf der Karte anrichtete. Dass solche Zauber nicht gut für den Ruf eurer Gruppe sind sei mal dahingestellt. Hat mich aber nicht davon abgehalten diesen Zauber regelmäßig zu nutzen – mit einem Lächeln.

5. Metal Gear Solid, alle Teile

Ich habe selten so mit einem Protagonisten mitgelitten, wie mit Solid Snake. Von den Anfängen auf Shadow Moses, über die Leidensgeschichte von Naked Snake und dessen Aufstieg zum Big Boss, bis hin zu dem wohl für mich tränenreichsten Epilog der Videospielgeschichte in Metal Gear Solid 4. Dieses Spiel begleitete mich über viele Jahre meiner Jugend und erst kürzlich erhielt ich mit der PSP die Möglichkeit, nun auch Peace Walker spielen zu können. Ein Spiel, das ich immer erst durchspielen wollte, bevor ich mich an Metal Gear Solid 5 machen kann. Bis dahin muss es allerdings noch etwas in meiner Steam Library warten.

4. Baldurs Gate 1+2

Tatsächlich könnte ich mich nun ausführlich über die Einzigartigkeit von Baldurs Gate auslassen und über zig Zeilen darüber schwärmen, welch großartiges Quest-, Charakter- und Storydesign dieses Spiel besitzt. Stattdessen erzähle ich kurz die Anekdote, wie Baldurs Gate in meinem Freundeskreis wahrgenommen wurde. Es begab sich seinerzeit, dass ich und ein Schulfreund uns an Wochenenden regelmäßig zum Coop-Spielen trafen. Wir hatten schon so ziemlich alles gespielt und der Multiplayer-Modus von Baldurs Gate sollte unser neustes Highlight werden. Allerdings hatte nur ich das Spiel in meinem Besitz, aber das sollte uns nicht vom Spielen abhalten. Wir begannen zeitgleich mit der Installation und reichten uns über einen Zeitraum von knapp 3 Stunden (weil sein Laufwerk war richtig lahm) die sechs CDs abwechselnd hin und her. Nachdem die ewige Installation dann abgeschlossen war, galt es einen Charakter zu erstellen. Hier gingen noch einmal gut 90 Minuten verloren, da die Attribute unserer Charaktere durch das Rollen von Würfeln bestimmt wurden und ein richtig guter Wurf schon recht lange dauern konnte. Frisch im Spiel, nach nunmehr fünf Stunden Installation und Charaktererschaffung, verließen wir also die Taverne in der das Spiel begann und standen in Kerzenburg. Dann guckte mich eine Kuh blöd an und ich musste sie zwingend mit meinem Morgenstern verkloppen. Bedauerlicherweise war den anderen Bewohnern und jeglichen NPCs in Kerzenburg der missliebige Seitenblick der Kuh nicht aufgefallen und das gesamte Stargebiet marschierte auf uns zu und schlug uns zu Brei – nach ca. 2Minuten Spielzeit. „Ich hab kein Bock mehr.“ sagte ich dann und wir haben Counter Strike gespielt. Noch heute wird mir diese Installationstirade vorgehalten!

3. Neverwinter Nights 1+2

Aribeth de Tylmarande, meine erste digitale Liebe.  Für diesen Charakter bin ich in Neverwinter Nights in und durch die Hölle gegangen. Dieses Spiel erzählt eine solch komplexe und tiefgreifende Geschichte, wie ich sie in keinem Spiel seit jeher wieder vorgefunden habe. Vielleicht mit der Ausnahme von Planescape Torment. Ich war von Neverwinter Nights von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach gefesselt und spätestens seit der Erweiterung für den zweiten Teil war mir klar, dass ich vielleicht nie wieder solche gut geschriebenen und konzipierten NPCs wie Kaelyn die Taube sehen würde.

2. Doom 1+2

Als ich so 10 Jahre alt war sind meine Eltern mit mir und meinem kleinen Bruder recht regelmäßig zu meiner Tante gefahren und der eine Freund meiner Tante, der hat dort immer mal wieder Doom gespielt. Ich hab nur mit nasser Buxe zugesehen und mich wegen all der Monster zu Tode gefürchtet. Er kam bis Level 5, er war mein Idol. Mittlerweile sind über 20 Jahre ins Land gegangen und ich erinnere noch heute die Passagen in Level 5, die mir damals einen kalten Schauer über den Rücken jagten. Die Furcht ist mittlerweile vergangen, aber der feste Platz, den Doom in meinen Lieblingsspielen einnimmt, ist geblieben.

1. Jagged Alliance 2

Jagged Alliance 2 – dieses Spiel hat vermutlich 90% meines Wortschatzes an Schimpfwörtern und Flüchen generiert und trotz dessen ist es meine Nummer 1. Dieses rundenbasierte Meisterwerk und seine großartige Modding-Community erfinden dieses Spiel mit jedem größeren Patch neu und sorgen dafür, dass ein damals nicht sonderlich häufig verkauftes Spiel auch heute noch floriert und mittlerweile solche Ausmaße angenommen hat, dass es kaum wiederzuerkennen ist. Und genau deswegen schimpfe ich auch heute noch immer mal wieder auf die Ungerechtigkeit der Dinge und das Universum und auf alles was in meinem Blickfeld ist, wenn ich mal wieder einen Söldner durch einen quer über die Map geschossenen Abpraller verliere oder mein Ziel aus 10cm Entfernung doch wieder verfehle und dann im nächsten Zug zerrupft werde.

Kommentare
 
Kommentiere »

 

Kommentiere 

*