Mittwoch , 29. Juni 2016
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The Legend of Legacy im Test

Ein Jahr hat die europäische Lokalisierung von The Legend of Legacy durch NIS America gedauert, aber da ist es nun endlich: Ein JRPG im niedlichen Fantasy-Look für den Nintendos 3DS. Ich muss ja gestehen, dass mich der Look sehr an Bravely Default erinnert, was auch der ausschlaggebende Punkt war, warum The Legend of Legacy meine Aufmerksamkeit gefangen hat. Ich wollte mir das Spiel genauer ansehen, um mir die Zeit bis Bravely Second zu versüßen.

Sieben Freunde müsst ihr sein

Bevor ihr das Spiel beginnt, habt ihr die Möglichkeit, euch zwischen sieben unterschiedlichen Charakteren eine Figur auszuwählen, die ihr das Spiel über steuern wollt. Die Story startet so, dass ihr direkt auf zwei Figuren der vorherigen Auswahl trefft und ihr euch zu einer Gruppe zusammenschließt. Die restlichen Figuren können ebenso im Spielverlauf rekrutiert werden, jedoch werden sie euch nicht story-getrieben in die Arme laufen. Meist befinden sie sich in einer Stadt oder Taverne (wo sie sich optisch durch bunte Outfits von den restlichen NPCs abheben) und ihr müsst sie erst ansprechen. Eure Gruppe besteht immer aus drei Kämpfern, sobald ihr mehr als drei Charaktere rekrutiert habt, könnt ihr eure Party-Member aber an jedem Speicherpunkt auswechseln. Die Geschichte von The Legend of Legacy bekommt ihr hauptsächlich aus der Sicht eurer Hauptfigur erzählt, mit ihren Beweggründen und ihrer Backstory.

The Story so far

Ihr erkundet die Welt von Avalon auf eurer Suche nach dem “Star Grail”.

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Ihr wünscht euch mehr zur Story? Ich leider auch. Denn The Legend of Legacy bietet leider wirklich wenig Story, was schade ist, wenn man Masato Kato an Bord hat, der schon für Chrono Trigger, Xenogears, Final Fantasy VII und Baten Kaitos schrieb. Man wird ziemlich ins kalte Wasser geworfen, erfährt in etwa warum, beziehungsweise dass die Hauptfigur und ihre Mitstreiter (aus jeweils eigenen Gründen) nach dem “Star Grail” suchen. Die Suche danach besteht hauptsächlich daraus, dass ihr verschiedene Regionen und Maps erkundet. Es geht darum, dass ihr die Karten möglichst aufdeckt (auf eurem unteren Bildschirm zeichnet sich die Karte ab, während ihr sie entlang lauft). Zwischendurch bekommt ihr ein paar mystische Gegenstände, die er dem König der Abenteurer zeigt, der dazu ein paar Kommentare auf der Zunge hat und euch zur nächsten Erkundungstour schickt.

Kartograph

Eigentlich ist das mit dem Karten aufdecken eine nette Idee. So schaltet ihr auch euch selbst die Minimap frei. Am oberen Rand erkennt ihr immer, wie viel Prozent der Karte bereits erkundet sind. Die gesammelten Informationen können in der Stadt verkauft werden – je ausführlicher die Karte erkundet wurde, desto mehr könnt ihr für die Karte verlangen. Für mich, die immer alles sammeln und auf 100% bringen muss, ein großer Ansporn. So habe auch ich alle Karten vervollständigt, was sich manchmal als ganz schön schwierig herausstellen kann. Eure Umgebung ist gespickt mit Monstern, die euch ein einfaches Herumlaufen nicht ermöglichen.

The Grind Date

Der Schwierigkeitsgrad wächst ziemlich schnell. Ohne gutes Leveln und Grinden wird es wohl ziemlich schwer, wenn nicht gar unmöglich, die Maps zu erkunden, wodurch ihr natürlich auch euer nächstes Story-Ziel nicht wirklich erreichen könnt. Aber es gibt ja Leute, die im stundenlangen leveln aufblühen. Ich bin eine davon. Das gute Fähigkeiten- und Levelsystem spielt hierbei eine große Motivationsrolle. Einen Levelrang gibt es nicht. Bestimmte (Berufs-)Klassen im Spiel auch nicht. Die Figuren haben Grundwerte in Angriff, Abwehr und Magie, aber grundsätzlich könnt ihr über die Ausrüstung, Fähigkeiten und somit “Rollen” frei selbst entscheiden. Nach den Kämpfen erhält man keine Erfahrungspunkte. Das gesamte System dahinter erinnert ein wenig an Final Fantasy IX. Neue Fähigkeiten werden freigeschaltet, solange ihr einen bestimmten Gegenstand ausgerüstet und im Kampf genutzt habt. Leider ist nicht ersichtlich, welche Attacke ihr wann als nächstes lernt. Dennoch spornt dieses System an, sich auszuprobieren. HP und SP entwickeln sich automatisch mit, sowie Angriffs- und Abwehrwerte. Die Kämpfe selbst finden übrigens klassisch rundenbasiert statt.

Fazit

Optisch ist The Legend of Legacy auf jeden Fall ein Hingucker. Trotz JRPG-Genre-Zugehörigkeit übermannt es einen nicht mit einem Manga/Anime-Feeling, sondern besinnt sich eher auf liebevoll gestaltete Fantasywelten. Die Charakterwahl zu Beginn des Spiels, sowie die Levelmöglichkeiten ermöglichen dem Spieler einen schönen Freiraum in der Spielgestaltung. Das Gameplay-Element mit dem Erkunden und Aufdecken der verschiedenen Karten bringt ein kleines Schmankerl zum sonst klassisch gehaltenem Rollenspiel. Einzig die Story-Knappheit ist ein Manko. Wer viel Wert auf eine atemberaubende Story legt, sollte vielleicht doch lieber auf Bravely Second Ende des Monats warten. Wer sich jedoch im reinen Kämpfen, Aufleveln und Erkunden richtig austoben kann, für den ist The Legend of Legacy genau die richtige Herausforderung!

legendoflegacy-fazit

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Über AlmightyPhi

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