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Guardians of the Galaxy: The Telltale Series – Episode 1 – Die Fünf von den Guardians

Was passiert, wenn fünf ungleiche Charaktere zusammenkommen, um das Universum zu retten? In den meisten Fällen nichts Gutes! Doch bei den Guardians of the Galaxy ist das anders. Passend zum Release des neuen Films in den Kinos kommen Telltale Games mit einem episodischen Ableger um die Ecke. Doch konnte uns die erste Episode so weit überzeugen, dass wir für Weitere wiederkommen wollen?

Wie in den meisten Werken von Telltale Games erzählt Guardians of the Galaxy eine Geschichte, die vollkommen unabhängig von den Comics und dem Marvel Cinematic Universe existiert. Das heißt, ihr braucht weder Angst zu haben gespoilert zu werden, noch etwas zu verpassen. Trotzdem solltet ihr zumindest eine ungefähre Ahnung haben, wer die Guardians of the Galaxy sind, denn eine Einführung zu ihnen bekommt ihr nicht spendiert. Stattdessen werdet ihr direkt ins Geschehen geworfen und müsst in Episode 1 den größten Feind überhaupt besiegen: Thanos. So wird schon am Anfang schnell klar, dass das episodische Adventuregame einen anderen Verlauf einschlägt, als die Filme. Leider bringt das aber auch ein paar Probleme mit sich. Schließlich wird so direkt am Anfang ein Haufen Pulver verschossen, sodass das Spiel bis zum Ende hin etwas am Fahrt verliert. Etwas Spannung entsteht durch die Einführung eines neuen Artefakts, das eine mysteriöse Macht zu besitzen scheint: Die Eternity Forge. Was es damit auf sich hat, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten, aber jemand scheint auf der Jagd danach zu sein.

Euer ganz persönlicher Star-Lord

Wie in jedem episodischen Spiel aus dem Hause Telltale entscheidet ihr über den Verlauf der Geschichte. Je nachdem, wie ihr in bestimmten Situationen reagiert, was ihr sagt oder für was ihr euch entscheidet, verändert sich der Ausgang. Beispielsweise müsst ihr euch an einer Stelle im Spiel für einen von zwei Charakteren für eine Infiltrationsmission entscheiden. Nicht nur wird sich der Charakter, für den ihr euch entscheidet, an diese Auswahl erinnern, sondern es verändert auch, ob ihr stealthig oder nicht vorgeht. Während eure Entscheidungen in Episode 1 alleine noch keine großen Auswirkungen haben, werden sie in zukünftigen Episoden deutlich merkbarer sein.

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Aber Guardians of the Galaxy besteht nicht nur aus Quicktime-Events und Entscheidungen. An diversen Stellen im Spiel könnt ihr als Star-Lord herumlaufen und eure Umgebung erkunden. Die Steuerung funktioniert dabei zwar sehr intuitiv, aber leider ist die Kamera statisch, weshalb es gelegentlich zu Kameraproblemen kommen kann. Auch sind die meisten dieser Erkundungstouren relativ belanglos, da ihr hauptsächlich nur mit Dingen interagieren könnt, die für den Fortschritt der Geschichte von Relevanz sind. Um etwas davon abzulenken, habt ihr allerdings die Möglichkeit mit euren Teamkameraden per Funk in Kontakt zu treten und etwas Small Talk zu führen, was teilweise sehr amüsant ist.

Grandioser Soundtrack – Gewöhnungsbedürftiger Look

Ähnlich wie in den Kinofilmen von Marvel, besticht auch die erste Episode des Telltale Games mit einem überragenden Soundtrack. Eine gute Auswahl an Oldies, die perfekt zum Geschehen passen und einem noch den halben Tag im Kopf bleiben. Etwas gewöhnungsbedürftig ist hingegen der Look des Spiels. Mit Guardians of the Galaxy haben Telltale etwas anderes versucht. Anstatt eines Cel-Shading-Looks wie in beispielsweise The Walking Dead, der hier sicherlich passend gewesen wäre, wurde auf klassische 3D-Models zurückgegriffen. Das ist nicht unbedingt etwas Schlechtes, wirkt teilweise aber etwas lieblos, wenn die Animationen etwas hakelig wirken. Gerade für eine IP wie Guardians of the Galaxy wäre ein Comic-Look passend gewesen.

Fazit of the Galaxy

Mit einer Spielzeit von rund 90 Minuten, ist die erste Episode von Guardians of the Galaxy natürlich nicht sehr lang, bietet jedoch einen guten Einblick in das Bevorstehende. Telltale Games haben spielerisch nicht das Rad neu erfunden, aber dafür eine Geschichte kreiert, die Fans der Guardians fesselt und auch einen emotionalen Tiefgang besitzt. Zwar ist dieser in der ersten Episode allein noch nicht so intensiv, genauso wenig wie die Auswirkungen der getroffenen Entscheidungen, aber er bietet eine gute Grundlage für das Kommende. Wir sind jedenfalls gespannt auf die kommenden Episoden.
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Über Roxasu

André "Roxasu" Nobielski ist seit 2011 fester Bestandteil des IKYG-Inventars. Zu seinen Aufgaben zählen zig Dinge, wie der Mobbing-, Doodle- oder Beauftragten-Beauftragter zu sein oder als Stellvertretender Chefredakteur den Cheffe zu unterstützen. Außerdem ist er für die Comics der Woche und Flashgames der Woche verantwortlich. In seiner Freizeit versucht er meistens japanische Dinge zu verstehen oder sein Schlafkonto aufzufüllen.

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